HASSFURT

Haßfurts künftige Baustellen

Haßfurts künftige Baustellen

Haßfurt muss und soll sich verändern und weiter an Attraktivität für Bürger, Wirtschaft und Touristen gewinnen. Welche Verbesserungen denkbar und notwendig sind, hat eine Planungsgruppe mit verschiedenen Gutachtern, dem Stadtrat, der Verwaltung, Vertretern der wichtigsten Gruppierungen des städtischen Lebens und 38 Bürgern erarbeitet.

Alle Handlungsvorschläge sind in das „Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept“ (Isek) geflossen, das der Stadtrat am Montag in seiner Sitzung einstimmig beschlossen hat.

Die Stadt Haßfurt hat sich vorgenommen, die Sanierung im Altstadtbereich fortzusetzen und ist in das Bund-Länder-Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen worden. Um in den Genuss von Fördermitteln zu gelangen, war die Erstellung eines Entwicklungskonzepts erforderlich. Nach vielen Vorbereitungen hatte im September vorigen Jahres die Auftaktveranstaltung stattgefunden.

Rund 100 Bürger hatten damals verdeutlicht, welche Handlungsfelder und mögliche Projekte ihnen besonders am Herzen liegen. Danach beschäftigten sich vier Arbeitskreise mit den Themen Städtebau und Mobilität, Wohnen und soziale Infrastruktur, Tourismus, Kultur und Naherholung sowie Arbeit, Handel und Dienstleistungen. Aus den Ergebnissen wurde ein Konzeptentwurf gefertigt, der jetzt im Stadtrat von Petra Zeese von der Freien Planungsgruppe 7 (FP7) aus Stuttgart erläutert wurde. „Dieses Konzept ist nicht starr, sondern soll eine Arbeitsanleitung für den Stadtrat sein“, betonte sie. „Es enthält langfristig orientierte und integrierte Entwicklungs- und Handlungsleitlinien, um die Lebensqualität und Attraktivität der Stadt zu sichern und zu stärken.“ Als Oberbegriff hat man das Wortspiel „Mainstream“ gewählt, weil Haßfurt einerseits am Main liege und damit punkten könne, und weil die Stadt „im Fluss“, beziehungsweise auf dem Weg, sei.

An oberster Stelle der Leitlinien steht auch das Thema „Stadt am Main“, weil die Aufwertung der Uferbereiche und angrenzender Stadtquartiere ein großes Potenzial für attraktive Wohnstandorte und die touristische Entwicklung bietet. Darunter stehen Sicherung und Entwicklung der Versorgung und des Einzelhandels in der Innenstadt, Optimierung des Innenstadtverkehrs, Umstrukturierungen in den Stadtquartieren, Ausbau von attraktiven Wohnformen sowie Versorgungs- und Betreuungsangeboten und Sicherung von Arbeitsplätzen und der Ausbau des Tourismus.

Zur Orientierung wurden sämtliche Vorschläge in Prioritäten eingeteilt; außerdem wurde der jeweilige Umsetzungszeitraum von kurz- über mittel- bis langfristig skizziert. Die Planungen umfassen im Wesentlichen den ehemaligen EZO-Standort, den Floriansplatz, den Hafenbereich, das Bahnhofsumfeld, die untere Vorstadt und die westliche Promenade, das Salesianum, einen Teil der Hauptstraße sowie die Brückenstraße.

Welche der Vorschläge schließlich umgesetzt werden, liegt in der Hand des Stadtrats. Zunächst wird er im Herbst dieses Jahres das entsprechende Sanierungsgebiet festlegen und den Förderantrag für 2014 stellen. „Wir entscheiden danach, was sinnvoll, notwendig, förderfähig und finanzierbar ist“, betonte Bürgermeister Rudi Eck. Ende Oktober, Anfang November soll eine Bürgerversammlung dazu stattfinden.

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