Mechenried

Im dichten Rauch nach Vermissten gesucht

Beim Riedbacher Gemeindefeuerwehrtag am Samstag in Mechenried kamen auch Atemschutzträger zum Einsatz.
Foto: Ulrich Kind | Beim Riedbacher Gemeindefeuerwehrtag am Samstag in Mechenried kamen auch Atemschutzträger zum Einsatz.

In 14 Tagen wird aller Voraussicht nach die Kindergartengruppe des Caritas-Sankt-Nikolaus-Kindergartens von ihrem Ausweichquartier in der neuen Schule von Humprechtshausen zurückverlegt in den neu errichteten Kindergarten neben dem G3-Bürgerhaus. Das gab Bürgermeister Bernd Fischer beim Riedbacher Gemeindefeuerwehrtag am Samstag in Mechenried bekannt.

Deshalb war auch das nebenan liegende neue G3-Bürgerhaus für die Großübung der Gemeindefeuerwehren zusammen mit den Wehren aus Aidhausen und Hofheim von der Gemeinde Riedbach als Übungsobjekt zur Verfügung gestellt worden.

Ortskenntnis verbessern

Hintergrund: die Ortskenntnis der eingesetzten Atemschutzträger unter den Wehrleuten sollte auf die örtlichen Gegebenheiten im Bürgerhaus als öffentliches Gebäude mit Treppenhausverbindungstrakt und seinen Funktionsräumen und den Zugang zum Kindergarten erweitert werden.

Im Übungsszenario war ein Brand im Zwischentrakt gemeldet worden, mit zwei vermissten Personen. Pünktlich um 14 Uhr wurde die Alarmierung zur Großübung im Rahmen des Gemeindefeuerwehrtages ausgelöst.

Wie Kreisbrandinspektor (KBI) Peter Hegemann in der abschließenden Übungskritik am Gerätehaus anmerkte, war nach elf Minuten die erste Wehr eingetroffen und die Mechenrieder Wehr begann vom Straßenhydranten aus mit dem Aufbau einer ersten Löschwasserleitung. Die Kleinmünsterer Kameraden übernahmen die zusätzliche Wasserförderung am Löschweiher mit ihrer neuen Motorspritze. Die Kameraden aus Humprechtshausen legten mit ihrem B-Schlauchanhänger recht flott die mehrere hundert Meter lange Löschwasserleitung über den Gartenweg und Heinzengasse – mit einer Schlauchbrücke zur Überquerung der Raiffeisenstraße – zum Einsatzort. Die anderen Riedbacher Wehren standen zur Brandbekämpfung bereit. Die Rettung der beiden vermissten Personen stand im Vordergrund der hierzu eingesetzten zwei Trupps mit vier Atemschutzträgern aus Hofheim, die zur Verstärkung aus Aidhausen zwei Kameraden bekamen. Im Gebäude war der Übungsrauch sehr dicht und daher extrem realistisch, berichteten die sichtlich erschöpften Atemschutzträger nach ihrem Übungseinsatz. Nicht einmal eine Armlänge voraus war etwas im künstlichen Nebel wahrzunehmen. Eine knappe halbe Stunde nach Alarmauslösung waren über die Hofheimer Drehleiter und eine angelegte Steckleiter die gesuchten Personen aus dem völlig verqualmten Gebäude gerettet.

Hier gab es besonderes Lob vom KBI für den Maschinisten der Drehleiter, der sein Rettungsgerät trotz der engen Zufahrt optimal beherrschte. Mit einem speziellen Belüftungsgerät wurde abschließend das Übungsgebäude bei geöffneten Fenstern vom Übungsqualm befreit.

Keine Beanstandungen

Sichtlich zufrieden grinste KBI Hegemann bei der Abschlussbesprechung, denn es gab keine Beanstandungen von seiner Seite aus. Alles klappte wie am Schnürchen. Neben Bürgermeister Fischer und Mechenrieds Kommandant Markus Ankenbauer lobte KBI Hegemann den Einsatz der 49 Feuerwehrkameraden, die trotz der sommerlichen Hitze an der Übung teilnahmen.

Von der Gemeinde gab es dann für alle Übungsteilnehmer neben der Bratwurst noch die obligatorische Gemee-Löschmaß, die wegen der tropischen Hitze vom Bürgermeister spontan verdoppelt wurde.

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Mehr Bilder unter www.bote–vom-hassgau.de

Der viele Qualm erschwerte die Suche nach Verletzten.
Foto: Ulrich Kind | Der viele Qualm erschwerte die Suche nach Verletzten.
Rettung durchs Fenster.
Foto: Ulrich Kind | Rettung durchs Fenster.
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