Haßfurt

JuLis Haßberge wollen Landwirtschaft durch Bürokratieabbau stärken

Der Kreisvorsitzende der Junge Liberalen Haßberge, Michael Keupp.
Foto: Keupp | Der Kreisvorsitzende der Junge Liberalen Haßberge, Michael Keupp.

Die Jungen Liberalen Haßberge fordern die Entlastung von kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betrieben durch Bürokratieabbau. Beim Online-Bezirkskongress der JuLis Unterfranken wurde der Sechs-Punkte Plan der JuLis Haßberge einstimmig beschlossen. „Die Landwirtschaft ist ein überregulierter Wirtschaftszweig. Besonders die kleinen Landwirte werden durch ständig ändernde Regularien und der dazugehörigen Zettelwirtschaft zu stark belastet. Im Bürgerdialog wurde klar, dass langfristige Planungssicherheit und simplere Verwaltungsabläufe für Landwirte unabdingbar sind“, so der Kreisvorsitzende Michael Keupp aus Dampfach in einer Pressemitteilung.

Der Antrag der Jungen Liberalen Haßberge sieht eine Aufwertung des integrierten Bayerischen Landwirtschaftlichen Information-System (iBALIS) zur Datenzentrale vor. Um zu vermeiden, dass die selben Daten und Erhebungen von verschieden Institutionen mehrfach abgefragt werden, sollen diese einmalig erhoben werden. Per verschlüsselter Kommunikation sollen entsprechende Daten automatisch an weitere Landesanstalten übermittelt werden.

Die zentrale Datenspeicherung soll auch die Ausweitung zu einem vollwertigen Antragsportal ermöglichen, indem Daten für Anträge anderer Behörden bereitgestellt werden. Bereits abgefragte Daten sollen auch für eine Vorausfüllung bei umfangreichen Anträgen genutzt werden, heißt es in der Pressemitteilung von Michael Keupp, Kreisvorsitzender der JuLis Hassberge.

Für landwirtschaftliche Betriebe unter 75 Hektar und weniger als fünf Mitarbeitern sollen zusätzliche Erleichterungen umgesetzt werden. „Ihnen wird das Leben unnötig schwer gemacht, obwohl die regionale Landwirtschaft für die Vielfalt unserer heimischen Flora und Fauna essenziell ist. Auch aus ökologischer Sicht gilt, lokale Landwirtschaft statt Monokulturen“, begründete der Kreisvorsitzende die Fokussierung auf kleine Betriebe.

Für kleine Betriebe sollen die Erhebungsintervalle der Bodenproben angepasst werden. Die entsprechenden Flächen werden abwechselnd gemessen, sodass nie alle Flächen eines Landwirts im selben Jahr beprobt werden, jedoch spätestens alle drei Jahre.

Gerade kleinere Betriebe werden von älteren Generationen geführt, daher soll auch weiter die analoge Einreichung ermöglicht werden. Die Daten sollen händisch von Sachbearbeitern in das Online-System eingepflegt werden, um zukünftige Anträge schon voraus zufüllen. Der weitere digitale Umstieg soll laut der Pressemitteilung durch kostenfreie Fachberater und Schulungen der Landwirtschaftsämter vorangetrieben werden.

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