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Neue Art der Wärmeversorgung für Baugebiet in Obertheres

In der geplanten Erweiterung des Baugebietes 'Sauleite' in Obertheres könnte mit der Kaltwärmeversorgung eine innovatives Konzept Einzug halten.
In der geplanten Erweiterung des Baugebietes "Sauleite" in Obertheres könnte mit der Kaltwärmeversorgung eine innovatives Konzept Einzug halten. Foto: Christian Licha

Eine neue Art der Wärmeversorgung, die bei der Erweiterung des Baugebietes "Sauleite" in Obertheres Anwendung finden könnte, wurde jüngst dem Gemeinderat Theres vorgestellt. Alexander Wolf von der Überlandzentrale Mainfranken (ÜZ) in Lülsfeld stand hierbei dem Gremium zum Thema "Kaltwärmeversorgung" Rede und Antwort.

Die ÜZ erschließt zusammen mit den Kommunen Energie aus einer Wärmequelle mit einer Vorlauftemperatur im sogenannten Solekreislauf von wenigen Grad Celsius. Daher die Bezeichnung "Kaltwärmeversorgung". Mit einer Wärmepumpe werden diese geringen Wärmequelltemperaturen effektiv genutzt. Die Wärmeenergie wird dabei an die Flächenheizungen im Haus übertragen und das Warmwasser zudem hygiensch aufbereitet. Das Heizen und Kühlen von Wohngebäuden mit Geothermie ist ein besonders effizientes und umweltfreundliches Verfahren.

Die ÜZ bietet den Bauherren in Neubaugebieten ein Rundum-Sorglos-Paket. Erfolgreiche Beispiele für dieses Konzept finden sich unter anderem in Schwebheim und Gerolzhofen. Hierbei werden komplette Baugebiete mittels oberflächennaher Geothermie erschlossen, jeder einzelne Bauplatz für sich. "Auf diese Weise können wir die Wärmewende in unserer Gemeinde voranbringen und einen Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes leisten", ist sich Bürgermeister Matthias Schneider sicher.

Bohrrisiken sind in diesem Gebiet keine bekannt

Grundsätzlich ist die Versorgung der Sauleite mit der Kaltwärme-Versorgung möglich, so Alexander Wolf (ÜZ). Bohrrisiken sind in diesem Gebiet keine bekannt und es kann bis zu einer Tiefe von 60 Metern gebohrt werden. In drei Schritten könnte das Projekt umgesetzt werden.

Mit einer Probesonde wird als erstes ein Thermal-Response-Test zur exakten Bestimmung der Entzugsleitung gestellt. Danach folgt eine geothermische Simulation und die Kalkulation der Gesamterschließung. Sollte sich der Gemeinderat dann für das Projekt entscheiden, wickelt die ÜZ alles weitere ab. Nach der Einholung der notwendigen Genehmigungen wird bedarfsgerecht die Wärmequelle mit Doppel-U-Sonden erschlossen und eine Außenanbindung der Erdsonden sowie eine Innenanbindung der Wärmepumpenanlage erstellt.

Die ÜZ ist außerdem behilflich bei der Fördermittelberatung und der Antragstellung der BAFA-Innovationsförderung. Zusammen mit dem einzelnen Bauherrn sorgt die ÜZ schließlich für die Anbindung der Kaltwärmeversorgung im Haus.

Der Gemeinderat zeigte sich offen für diese neue Technik und wird das Thema weiterverfolgen.

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