Aidhausen

Kein Handyempfang: Wie Aidhausen seine Funklöcher stopfen will

Zu Beginn der Gemeinderatssitzung gab es eine Ehrung für langjährige Mitglieder des Gemeinderates. Bürgermeister Dieter Möhring überreichte die Urkunden von Innenminister Joachim Herrmann für 18 Jahre (drei Wahlperioden) Tätigkeit im Gemeinderat Aidhausen. Darunter waren auch neben Ruth Schwappach und Harald Schneider auch die im vergangenen Jahr ausgeschiedenen ehemaligen Gemeinderäte Claudia Röhner, Franz Bayer und Klaus Schirmer, der zur Urkundenübergabe verhindert war. Unser Bild zeigt (von links) Bürgermeister Dieter Möhring, Ruth Schwappach, Harald Schneider, Claudia Röhner und Franz Bayer. 
Foto: Ulrich Kind | Zu Beginn der Gemeinderatssitzung gab es eine Ehrung für langjährige Mitglieder des Gemeinderates. Bürgermeister Dieter Möhring überreichte die Urkunden von Innenminister Joachim Herrmann für 18 Jahre (drei ...

Auch in der Gemeinde Aidhausen ist der Handyempfang der Mobilfunkanbieter durch zahlreiche Funklöcher eher schlecht als recht. Bekanntlich lässt im Gemeindegebiet die Mobilfunkversorgung in den Ortsteilen Nassach und Happertshausen sehr zu wünschen übrig. Das soll sich ändern.

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates stand die Aufnahme in ein Förderprogramm zur optimalen Standortsuche zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung auf der Tagesordnung. Wie Bürgermeister Dieter Möhring informierte, habe die Gemeinde dann künftig die Gestaltungshoheit beim Bau von neuen Mobilfunkmasten.

Im Rahmen des Förderprogrammes wird die Suche nach den optimalsten Standorten für eine vernünftige Versorgungsabdeckung zu 100 Prozent vom Bund gefördert. Dazu müssten Experten auf die Suche nach Funklöchern gehen.

Funklöcher mit moderner Technik aufspüren

Roland Werb von der Firma Corewese informierte den Gemeinderat über die Vorgehensweise, sollte seine Firma den Auftrag zur Mobilfunkberatung bekommen. Dabei wird im Gemeindegebiet mit kalibrierten Funkmessgeräten nach den optimalen Standorten gesucht, um bestehende Funklöcher zu stopfen.

So sei es laut Werb mitunter von Vorteil, anstatt eines großen Mobilfunkmastes außerhalb des Ortskernes zwei oder drei kleinere Anlagen direkt im Versorgungsgebiet der Funkzelle zu platzieren. So sei die Strahlenbelastung der Handys von Endbenutzern am Kopf geringer, weil im Bereich der Funkzelle die Handys mit geringerer Sendeleistung die Verbindung mit dem Funkmast aufrecht erhalten können. Der Gemeinderat stimmte der Teilnahme am Förderprogramm zur optimalen Standortsuche einstimmig zu.

Der neue Sendemast ist aber noch abgeschaltet

Im vergangenen Jahr zog die Firma Deutschen Funkturm am nördlichen Ortsrand von Aidhausen einen 28 Meter hohen Mobilfunkmast hoch. Wie Dritte Bürgermeisterin Ruth Schwappach bemerkte, sei der bis heute noch nicht in Betrieb genommen worden,  obwohl er seit August 2020 fertig sei. Zur Inbetriebnahme konnte Bürgermeister Möhring auch keine Auskunft geben. Der Hintergrund: Im Rahmen des seinerzeitigen Bundesförderprogrammes zur Errichtung von 1000 Mobilfunkmasten nahm die Gemeinde Aidhausen teil und wurde in das Förderprogramm aufgenommen. Nach langer Planungszeit wurde der jetzige Standort in Aidhausen von der Telekom bevorzugt.

Im vergangenen Jahr wurde am nördlichen Ortsrand von Aidhausen ein 28 Meter hoher Mobilfunkmast durch die Firma Deutscher Funkturm GmbH errichtet. Er ist aber noch nicht in Betrieb.
Foto: Ulrich Kind | Im vergangenen Jahr wurde am nördlichen Ortsrand von Aidhausen ein 28 Meter hoher Mobilfunkmast durch die Firma Deutscher Funkturm GmbH errichtet. Er ist aber noch nicht in Betrieb.

Weil sich eine Rechtsunsicherheit abzeichnet, wurde vom Gemeinderat dem Antrag auf Vorbescheid zum Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Kellerwohnung sowie eines Nebengebäudes mit Geräteraum und Garage und eines Gästehauses im Bereich der Gemarkung Friesenhausen einstimmig nicht zugestimmt.

Pager für die Feuerwehren 

Die Freiwillige Feuerwehren im Gemeindegebiet werden künftig mit modernen digitalen Funkmeldeempfängern für die stille Alarmierung ausgestattet. Mit den Kommandanten und der Feuerwehrdienstaufsicht wurde der Bedarf von 38 BOS-TETRA-Pagern festgelegt. Neben den Atemschutzträgern erhalten auch die Kommandanten und Stellvertreter aller fünf Gemeindewehren  die Endgeräte für die digitale Alarmierung.

Wie Bürgermeister Möhring aus dem nichtöffentlichen Teil der Februar-Sitzung informierte, wurden die Gewerke zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses  in Aidhausen vergeben. Für die Rohbauarbeiten erhielt die Baufirma Thomas Rückert (Humprechtshausen) den Zuschlag, für die Zimmereiarbeiten Holzbau Klöffel (Kleinsteinach) und die Dachdecker- und Spenglereiarbeiten die Firma Handschuh (Schweinfurt). Für die Anschaffung eines Kommunalschleppers bekam die Firma Nicklas Landtechnik (Hofheim) den Zuschlag.

Zu Beginn der Gemeinderatssitzung gab es eine kurze Ehrung für langjährige Mitglieder des Gemeinderates. Bürgermeister Dieter Möhring überreichte die Urkunden von Innenminister Joachim Herrmann für 18 Jahre (drei Wahlperioden) Tätigkeit im Gemeinderat Aidhausen. Darunter waren auch neben Ruth Schwappach und Harald Schneider auch die im vergangenen Jahr ausgeschiedenen Gemeinderäte Claudia Röhner, Franz Bayer und Klaus Schirmer der zur Urkundenübergabe verhindert war. Möhring bedauerte das wegen der damals beginnenden Corona-Pandemie vor einem Jahr eine würdigere feierliche Verabschiedung in geselliger Runde nicht mehr möglich war. Er hoffe aber, dass das irgendwann möglich werde und kündigte an, das nachzuholen. 

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