Knetzgau

Knetzgau führt Gebühren für die Mittagsbetreuung ein

Der Gemeinderat Knetzgau tagte am Montag unter strengen Corona-Auflagen. Ein negativer Schnelltest war Voraussetzung für die Teilnahme.
Foto: Martin Schweiger | Der Gemeinderat Knetzgau tagte am Montag unter strengen Corona-Auflagen. Ein negativer Schnelltest war Voraussetzung für die Teilnahme.

Als letzte Gemeinde im Landkreis Haßberge erhebt nun auch die Gemeinde Knetzgau Gebühren für die Mittagsbetreuung ihrer Schüler in der Dreiberg-Schule. Mit einer Gegenstimme beschloss der Gemeinderat am Montag deren Einführung.

Seit Beginn des Schuljahres 2020/2021 gibt es mangels Bedarfs keine offene Ganztagsbetreuung in der Mittelschule mehr. In der Mittagsbetreuung bis 14.15 Uhr gibt es drei Gruppen mit insgesamt von 39 Kindern. 26 Kinder besuchen die verlängerte Mittagsbetreuung bis 16 Uhr. Aus der gebundenen Ganztagsschule besuchen im Schnitt fünf Kinder die Mittagsbetreuung auch an Freitagen.

Die Gemeinde hat bisher die Kosten in Höhe von 150 000 bis 180 000 Euro für die Betreuung aus Haushaltsmitteln finanziert. Die staatlichen Zuweisungen reichen bei weitem nicht zur Kostendeckung. Knetzgau war bislang die einzige Kommune im Landkreis, die für die Nutzung der Mittagsbetreuung noch keine Gebühren von den Eltern erhob.

Kosten für die Gemeinde sollen vermindert werden

Die nun eingeführten Sätze sollen das Defizit um 30 000 bis 45 000 Euro vermindern. Die kurze Mittagsbetreuung bis 14.15 Uhr (buchbar auch für nur einen Tag) kostet künftig zwischen 30 und 50 Euro pro Monat, je nach Anzahl der gebuchten Tage. Der erste Tag kostet 30 Euro monatlich, der zweite 35 Euro, bis zum monatlichen Maximalbetrag von 50 Euro, wenn die Betreuung für die komplette Woche gebucht wird. Die verlängerte Mittagsbetreuung bis 16 Uhr (buchbar ab zwei Tagen) kostet zwischen 65 und 80 Euro pro Monat. Für den Besuch der gebundenen Ganztagsbetreuung an Freitagen zahlen Eltern monatlich zwischen 25 und 50 Euro pro gebuchtem Tag.

Die Abstimmung war im Gremium nicht unumstritten. Ein Gemeinderat bemängelte, dass die Gemeinde immer mehr Gebühren auf die Bürger abwälzt und Familien die höchsten Kosten tragen müssten. Bürgermeister Stefan Paulus konterte, dass für die Gebühren auch eine Leistung geboten werde. Sozial schwachen Familien würden darüber hinaus die Gebühr erstattet.

Zehn Jahre finanzierte die Allgemeinheit das Angebot

Zehn Jahre lang seien keine Gebühren für die Mittagsbetreuung erhoben worden. Die Allgemeinheit habe sie in dieser Zeit tragen müssen, so Paulus. Die Höhe der Gebühren bewege sich im Vergleich zu anderen Schulen im unteren Bereich und sei nicht unsozial, sagte der Rathauschef und fügte hinzu, dass es sich dabei auch um eine Wertschätzung für die Eltern handle, die die Betreuung übernehmen.

Einstimmig stimmte das Gremium dann für eine Neufassung der Entwässerungssatzung. Darin enthalten sind klar definierte Grenzwerte, um gegebenenfalls Starkverschmutzerzuschläge für einzelne Einleiter festsetzen zu können, die besonders belastete Abwässer in das öffentliche Kanalnetz einleiten.

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Haßberge und erhalten Sie zweimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Themen & Autoren
Knetzgau
Martin Schweiger
Bürger
Bürgermeister und Oberbürgermeister
Die Allgemeinheit
Eltern
Ganztagsschulen
Kinder und Jugendliche
Kostendeckung
Schülerinnen und Schüler
Stadträte und Gemeinderäte
Stefan Paulus
Öffentlichkeit
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!