EICHELSDORF

Lassos, Cowboys und zwei Indianer

Auftritt beim Countryfest: Johnny Scott mit Tochter Christin-Shelley sind Apache-Indianer.Foto: Martin Schweiger
| Auftritt beim Countryfest: Johnny Scott mit Tochter Christin-Shelley sind Apache-Indianer.Foto: Martin Schweiger

Wieder einmal fing der Wilde Westen gleich hinter Hofheim an. Zum 22. Countryfest fanden viele Teilzeit-Cowboys, Line-Dancer, Sparerib- und Tequila-Liebhaber wieder den Weg in das kleine Dorf am Fuß der Haßberg-Rockies.

Gar nicht western-like war am Freitag jedoch das Wetter. Dunkle Wolken brauten sich zusammen und entluden ihre nasse Fracht gegen 9 Uhr abends über der Veranstaltung, sodass viele Festbesucher früh den Heimweg antraten. Die Veranstalter rund um Organisationschef Siegfried Schneider verstreuten Hackschnitzel auf dem Festgelände, um das Schuhwerk der Feierlaunigen vor Matsch und Nässe zu bewahren.

Umso besser war das Wetter dann am Samstag, als die Sonne viele Freunde der Country- und Folk-Musik anlockte. Sie erlebten den nach 16 Jahren zweiten Auftritt zweier Indianer. Johnny Scott und seine Tochter Christin-Shelley Scott führten auf der Bühne traditionelle Indianertänze, „traditional dance“, „spiritual dance“ und „jingle dance“, auf.

Johnny Scott stammt aus dem US-Bundesstaat New-Mexico, wo er einem Apachen-Stamm angehörte. Er arbeitet als Zivilist bei der US-Armee in Garmisch-Partenkirchen.

Auf dem Countryfest stand unweit der Bühne übrigens auch das neu eingerichtete „Apachen-Pub“ und lud auch Nicht-Indianer auf einen Drink ein. Wie in den vergangenen Jahren unterhielten die „Four Roses“ die Besucher mit Country-Titeln. Unterstützung erhielten sie in diesem Jahr von der „Loose Moose Band“ sowie den „Dixie Wheels“. Auch die jüngeren Besucher hatten Spaß beim Reiten, Kutschenfahren, Schminken oder Toben auf der Hüpfburg.

Zufrieden zeigt sich auch Organisationschef Siegfried Schneider. Bis auf ein paar Spare-Ribs sei alles weg, meint er. So viele Gäste wie im vergangenen Jahr seien heuer nicht gekommen. Grund war der Regen am Freitag. Auch die Temperaturen am Samstagabend seien kühl gewesen, was den Line-Dance-Gruppen, die unter anderem aus Mailes, Ebern und Oberhaid angereist waren, nichts ausmachte. Sie tanzten sich warm.

Dass Country-Freunde friedfertige Menschen sind, erwies sich auch in diesem Jahr wieder. Es gab keine Schlägereien oder Ausschreitungen. Der Sicherheitsdienst schob eine ruhige Kugel.

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