Steinbach

Leserforum: Kritik und Unwissen statt Gemeinschaftsgefühl

Zum Bericht "ÖDP kritisiert Impfaktion" vom 6. Mai erreichte diese Redaktion folgender Leserbrief:

Mit ihrer Kritik an dem Modellprojekt, zeigt die ÖDP ihr Unwissen im Bereich der Impfungen im Landkreis und schürt nichts anderes als Impf-Neid. Statt sich zu freuen, dass fast 1500 Menschen aller Prioritätsgruppen geimpft werden,  wird auch noch ein „wirtschaftlicher Vorteil“ in den Raum gestellt und so getan, als seien sozial schwache Menschen im  Nachteil in Bezug auf die Impfungen. 

Hätte die ÖDP sich gut informieren, wäre sie sicher zu dem Schluss gekommen, dass ihre Kritik eine ungerechtfertigte Kritik an dieser Impfaktion ist. Die Kritiker der ÖDP hätten lesen können, dass im Landkreis versucht wurde im „Lichte“ der sehr hohen „Inzidenzzahlen“ ein Sonderkontingent an Impfdosen für den Landkreis zu erhalten, dieser Bitte wurde aber nicht entsprochen. Weder konnte unser Landrat noch der Abgeordnete Steffen Vogel die Bereitstellung dieses Kontingentes erreichen. Was aber dann erreicht wurde, war die Teilnahme an den bayernweit stattfindenden Modellversuchen zur Einbindung von Betriebsärzten. Dieser Modellversuch liefert Erkenntnisse wie man Betriebsärzte optimal einbindet. Weiterhin hat dieser Modellversuch zum Ziel die Impfgeschwindigkeit im Allgemeinen massiv zu steigern und zwar zukünftig.

Die ÖDP hätte vor ihrer Kritik auch wissen können, dass ein Verzicht auf diese Impfdosen und somit auf die Impfungen in den fränkischen Rohrwerken, nicht dazu geführt hätten, dass die Impfdosen für den Landkreis bereitgestellt worden wären. Diese Impfdosen wären dann einer anderen Firma in Bayern bereitgestellt worden, weil sie für diesen Modellversuch vorgesehen waren.  

Der Landkreis Hassberge muss sich auch nicht vorwerfen lassen mit ihrer Impfplanung sozial schwache Menschen zu benachteiligen. Wenn jemand angemeldet ist, kann man nicht erkennen, ob die Person sozial „schwach“ oder „stark“ ist.  Alle Menschen die angemeldet sind erhalten ein Impfangebot und meines Wissens verfahren die Hausärzte ebenfalls so. 

Ich hätte mir gewünscht, dass Politiker sich in der Zeit der „wirklichen Knappheit“ schützend vor ihren Landrat oder vor ihre Region gestellt hätten, um ein Gemeinschaftsgefühl zu forcieren. Stattdessen war das einzige was zu lesen war, Vorwürfe an den Landrat, an die Staatsregierung oder gleich an die Bundesregierung. 

Corona kann nur eingedämmt werden, wenn wir alle zusammen dafür sorgen, dass sich die Impfgeschwindigkeit erhöht und die Infektionszahlen niedrig bleiben. Das eine haben wir alle in der Hand und für die Geschwindigkeit bin ich als Bürger dieses Landkreises für alle Aktionen dankbar die irgendwie auf die Beine gestellt werden und dieser Region zu Gute kommen.

Die Aktion in den fränkischen Rohrwerken schützt über 1000 Menschen und deren Umfeld. Das freut mich auch, wenn ich nicht dort arbeite.

Klaus Roth, 97500 Steinbach

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