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Leserforum: Vergebene Chance auf ein einmaliges Projekt in Breitbrunn

Zu unserem Bericht "Gemeinderat Breitbrunn stoppt 'Erlebniswelt Fränkischer Sandstein'" erreichte diese Redaktion folgender Leserbrief.

Mit großem Bedauern erfuhr ich aus den Presseveröffentlichungen, dass das Projekt "Erlebniswelt Fränkischer Sandstein" aus finanziellen Gründen nicht mehr verwirklicht werden soll. Seit über 20 Jahren befasse ich mich mit heimatgeschichtlichen Forschungen in unserer Region, speziell über die Zeiler Steinhauer und ihre Berufskollegen aus umliegenden Orten. Deshalb war es für mich logisch, dem Förderverein beizutreten, bei den Vorbereitungen zu diesem Projekt mitzuarbeiten und das durch meine Forschungen erworbene historische Wissen einzubringen.

Von 2013 bis 2018 nahm ich an den Sitzungen teil und es waren immer auch beratende einheimische Teilnehmer dabei, die mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut waren. Im April 2014 nahm ich an einer Steinbruchwanderung teil, bei der sich am Ende die rund 70 Teilnehmer bei einer Steinhauerbrotzeit erholen konnten.

Ein erster Höhepunkt war für mich das Steinbruchfest 2015 in Breitbrunn, wo ich als Mitglied der Zeiler Steinhauer-Gruppe bei der Ausgestaltung im Steinbruch  mitwirken konnte. Auch das zweite Steinbruchfest im Jahr 2016 war äußerst interessant, wo besonders der Einsatz von modernen Maschinen beim Steinabbau durch die Firma Natursteinwerk Graser demonstriert wurde. Bei beiden Veranstaltungen war ein zahlreiches und  interessiertes Publikum von nah und fern anwesend.

Durch den Elan und großen Einsatz der damaligen Bürgermeisterin Gertrud Bühl konnte man darauf hoffen, dass in Breitbrunn nach dem Kreuzweg der Bildhauerin Steff Bauer wieder ein außergewöhnliches Projekt entstehen könnte. Liest man jetzt in den Presseberichten über die entscheidende Gemeinderatssitzung, dass die Breitbrunner Bevölkerung kein Interesse an dieser Sache habe und weiter, dass eine Kostenexplosion für den Anteil der Gemeinde von 100 000  auf unglaubliche 400 000 Euro entstehen soll, dann wird wohl das Ende bevorstehen.

Schade um die investierte Zeit für die planerischen Vorarbeiten und die vergebene Chance auf dieses einmalige Projekt.

Heinrich Weisel
97475 Zeil

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