Haßfurt

Mehrere Baustellen am Schulzentrum in Haßfurt

Architekt Peter Gieseggi (Mitte) zeigt hier einen ersten Planentwurf für den Anbau der Grundschule; links Landrat Wilhelm Schneider und rechts Geschäftsführer Horst Hofmann.
Architekt Peter Gieseggi (Mitte) zeigt hier einen ersten Planentwurf für den Anbau der Grundschule; links Landrat Wilhelm Schneider und rechts Geschäftsführer Horst Hofmann. Foto: Günther Geiling

Obwohl der IV. Bauabschnitt an der Ziellinie steht, kehrt am Schulzentrum in Haßfurt keine Ruhe ein. Einmal hat man noch die Sanierung oder den Neubau der Sporthalle im Auge, zum anderen gibt es dringende Wünsche aus dem Bereich der Mittel- und Grundschule.  Die Gebäude beider Schulen nahm deswegen die Verbandsversammlung des Schulzentrums Haßfurt in Augenschein, um sich von der Notwendigkeit der Maßnahmen zu überzeugen.

Architekt Peter Giessegi stellte in der Grundschule die Erweiterung mit Anbau vor und zeigte auf, wo die beiden Klassenzimmer mit zwei Gruppenräumen und circa 200 Quadratmeter gebaut werden sollen. „Wir sind noch in der Vorplanung, könnten aber loslegen, um dann richtig durchzustarten. Mit der Stadt und dem Zweckverband haben wir die Hoffnung, dass Rauchzeichen aus Würzburg kommen, um für das Raumprogramm grünes Licht zu erhalten“, meinte der Planer. Auf jeden Fall stehe man in den Startlöchern.

Photovoltaik ist vorgesehen

Aus dem Gremium kamen energetische Fragen, und Peter Giessegi ließ keinen Zweifel daran, dass man wärmegedämmt bauen werde, auch mit Dreifach-Verglasung bei den Fenstern. Damit wolle man die Gefahr der Überhitzung vermeiden. Man sehe auch Photovoltaik vor, und die Heizung erfolge vorwiegend über Pellets.

Rektorin Gisela Schott wies darauf hin, dass man eigentlich schon im neuen Schuljahr weitere Räume benötige. Dafür den Handarbeits- oder Musikraum aufzulösen, mache wenig Sinn, weil man dann keine Gruppenräume mehr habe. Man harre jetzt einmal der Dinge, die da kommen. „Umso wichtiger ist es deshalb, mit dem Anbau zu beginnen, weil wir auch nicht auf die Mittelschule ausweichen können.“

Barrierefreier Eingang 

In der „Albrecht-Dürer-Mittelschule“ besah man sich den Eingangsbereich, der mit Windfang barrierefrei werden soll. Als zweite Baustelle gelte das ehemalige Hausmeisterwohnhaus, in das unter anderem zwei Gruppenräume integriert werden. Die „Baustelle Süden“ nannte Rektor Matthias Weinberger die nicht gedämmten Brüstungen und den Schutz vor der Sonne. „Von früh bis abends haben wir hier eine starke Sonneneinstrahlung, die 2018/19 und auch heute sehr stark ist, so dass wir über die 26 Grad kommen. Solche Raumluftzustände sind für einen normalen Unterricht nicht zuträglich.“ Dies sei auch nicht nur an einzelnen Tagen, sondern eigentlich von Mitte Mai bis Juli der Fall.

Wie Architekt Giessegi ausführte, wolle man aus diesem Grund eine freie Nachtkühlung einstellen, um andere Temperaturen in die Räume zu bekommen. Dies sei natürlich eine passive Maßnahme, und man wolle auf großangelegte Systeme verzichten.

Als „vierte Baustelle“ wurde die Wlan-Ausstattung genannt, die nun komplett flächendeckend möglich sein soll und auch schon vergeben ist. Diese Arbeiten sollen jetzt in den Ferien ausgeführt werden.

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