Haßfurt

Millionen für die Schulen

Für rund 25 Millionen Euro wird die Heinrich-Thein-Berufsschule in Haßfurt saniert.
Foto: Christian Licha | Für rund 25 Millionen Euro wird die Heinrich-Thein-Berufsschule in Haßfurt saniert.

„Wir stehen hinter unseren Schulen“, bekannte Landrat Wilhelm Schneider bei einem Pressegespräch am Donnerstag. Insgesamt investiert der Landkreis in den nächsten Jahren rund 75 Millionen Euro in die Schulstandorte Haßfurt und Ebern.

In vier Bauabschnitten wird die Generalsanierung der Heinrich-Thein-Berufsschule in Haßfurt erfolgen. Als Erstes wird der Umbau der Trafostation, die Erneuerung der Heizzentrale sowie der Ver- und Entsorgungsanlagen im großen Hauptgebäude vorgenommen. Der zweite Bauabschnitt betrifft die Bereiche ehemaliger Pausenverkauf, Hauswirtschaft und Aula. Schließlich werden noch das Hauptgebäude und danach die Werkstätten saniert.

Auf Grund der nochmaligen Abstimmung des Raumbedarfs und der Höhe der Förderquote konnte die Regierung keinen vorzeitigen Maßnahmebeginn genehmigen. Stattdessen erhielt der Landkreis drei Unbedenklichkeitsbescheinigungen für den Bauabschnitt 1 und die Demontagearbeiten für den Bauabschnitt 2. Dies ermöglichte, die Generalsanierung entsprechend dem Bauzeitenplan im Mai 2018 zu beginnen und die Maßnahmen zeitgerecht durchzuführen, ohne die Förderung zu gefährden.

Nachverhandlungen mit der Regierung führten zu einem komplett neuen Raumprogramm, indem 5384 Quadratmeter als förderfähig anerkannt werden. Dies hat zur Folge, dass die Regierung bei einer Gesamtsumme von rund 25 Millionen Euro nun 21 440 000 Euro als förderfähige Kosten berücksichtigt.

Eigenanteil von 8,5 Millionen

Mit einem Fördersatz von 77 Prozent, der dem Bewilligungsschreiben der Regierung zu Grunde liegt, verbleibt dem Landkreis ein Eigenanteil von knapp 8,5 Millionen Euro. Zwischenzeitlich liegt auch die schulaufsichtliche Genehmigung in Bezug auf die Umsetzung des Raumprogramms vor, so dass seitens der Regierung in Kürze der vorzeitige Maßnahmebeginn erteilt werden kann. Die Gesamtfertigstellung ist bis zum Jahr 2024 vorgesehen.

Der Zweckverband Schulzentrum, dem neben dem Landkreis auch die Stadt Haßfurt angehört, erweitert und saniert bereits seit 2010 das Hauptgebäude am Tricastiner Platz. Eigentlich sollte die Sanierung des letzten westlichen Gebäudeabschnitts, das die Räumlichkeiten für die Realschule beherbergt, zum Schuljahreswechsel 2017/2018 abgeschlossen sein. Bei Abbrucharbeiten an diesem Gebäudeteil traten jedoch unerwartete statische Probleme auf. Diese Situation machte es unmöglich, die ursprüngliche Vorgehensweise zur Wiederherstellung des statischen Gefüges und damit des Gebäudes umzusetzen. Im März 2017 erfolgte ein Baustopp, da die jetzige Situation von Grund auf neu bewertet musste.

„Sicherheit geht vor“

„Sicherheit geht immer vor“, erklärte der Landrat, auch wenn die Bauunterbrechung von rund 17 Monaten lange war. Ein Leipziger Institut untersuchte die Belastbarkeit. Dabei ging es insbesondere um die Qualität und Zusammensetzung der Betonteile. Die Erkenntnisse wurden dann durch den Tragwerksplaner in ein Konzept zur Ertüchtigung der statisch relevanten Bauteile umgesetzt. Nach weiteren Gesprächen mit allen Beteiligten konnte die Rohbaufirma Ende August mit ihren Arbeiten beginnen.

Auf Grund der Bauverzögerung wurde der Bauzeitenplan neu erstellt. Der Fertigstellungstermin für den vierten Bauabschnitt ist nun für das Frühjahr 2020 vorgesehen. Die geänderte statische Situation bedingt eine andere Version der Ertüchtigung der statisch relevanten Bauteile, die höhere Kosten mit sich bringt. Diese Kosten betragen circa 950 000 Euro. Dazu kommt, dass die Baufirmen, die seit 2016 unter Vertrag stehen, auf Grund der momentanen Marktsituation ihre Einheitspreise nicht halten können. Dies führt unter Berücksichtigung der gestiegenen Lohn- und Materialkosten ebenfalls zu einer Kostensteigerung, die bei rund 500 000 Euro liegen dürfte. Die Gesamthöhe der Kostenentwicklung sei noch nicht zu beurteilen.

Punktlandung in Ebern

Als „Punktlandung“ bezeichnete Schneider die Flächenplanung beim Neubau des Friedrich-Rückert-Gymnasiums in Ebern. Bis auf ein paar Quadratmeter werde voraussichtlich alles anerkannt. Bis zu einem endgültigen Bescheid der Regierung, der voraussichtlich in drei Wochen vorliegt, geht der Kreis davon aus, dass der erweiterte Raumbedarf von 5339 Quadratmeter als förderfähig anerkannt wird. Bei geschätzten Baukosten von rund 29 Millionen Euro, werden die förderfähigen Kosten wohl knapp 23 Millionen Euro betragen. Geht man von einem Fördersatz wie bei der Heinrich-Thein-Berufsschule aus (77 Prozent), würde das für den Landkreis einen Eigenanteil von gut 10,3 Millionen Euro betragen. Die Bauzeit soll vom Frühjahr 2019 bis 2024 dauern.

Gesamtansicht des neuen Eberner Gymnasiums.
Foto: Baur Consult | Gesamtansicht des neuen Eberner Gymnasiums.
Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Haßberge und erhalten Sie zweimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Themen & Autoren
Haßfurt
Christian Licha
Einheitspreise
Generalsanierungen
Maschinen- und Geräteteile
Regierungen und Regierungseinrichtungen
Schutz
Wilhelm
Wilhelm Schneider
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!