Rügheim

Mit dem „Sanctus“ als Höhepunkt

Mit Dirigent Matthias Göttemann und dem Oratorienchor Würzburg und dem Orchester Würzburg wird Bachs Hohe Messe in h-Moll am Samstagabend in der Marienkirche zu einem Klanggenuss werden.
Foto: Snater | Mit Dirigent Matthias Göttemann und dem Oratorienchor Würzburg und dem Orchester Würzburg wird Bachs Hohe Messe in h-Moll am Samstagabend in der Marienkirche zu einem Klanggenuss werden.

Den Auftakt der „Klang-Kontakte“ in Königsberger Kirchen 2017 bildet am Samstag, 18. Februar, um 19.30 Uhr in der Marienkirche eine Aufführung von Johann Sebastian Bachs „Hohe Messe in h-Moll“.

Sie gehört zu den bedeutendsten geistlichen Werken des Komponisten und der Literatur überhaupt. Und sie ist erst kurz vor seinem Tod vollendet worden. Als einzigem Vokalwerk liegt ihr das vollständige Ordinarium des lateinischen Messetextes zugrunde, dessen Autograf seit 2015 zum Unesco-Weltdokumentenerbe gehört und sich sowohl für die evangelische wie die katholische Liturgie eignet. Die erstmals 1856 vollständig öffentlich aufgeführte Messe in h-Moll präsentiert der Oratorienchor Würzburg unter der Leitung von Matthias Göttemann. Der Chor wird begleitet vom Orchester Würzburg. Dazu treten hervorragende Vokalsolisten auf, unter anderem Anna Haase aus München und Anna Nesyba aus Kassel. Das musikalisch ergreifende und qualitativ anspruchsvolle Werk begleitete Bachs Schaffensperiode über einen langen Zeitraum, wobei trotzdem ein in sich geschlossenes Werk von großer Intensität entstanden ist. Es fordert die Sänger wie Instrumentalisten heraus. Mit einem Begriff ist die Hohe Messe in h-Moll das geistliche Werk schlechthin und gehört zum Repertoire anspruchsvoller Chöre.

Mit Abstand am häufigsten von allen Großwerken Bachs wird die Messe zur Aufführung gebracht. Die Chorpartien bestehen aus vier, fünf und bis zu achtstimmigen Sätzen, wobei das bereits 1724, für den ersten Weihnachtstag komponierte „Sanctus“ sicherlich einen klanglichen Höhepunkt des gesamten Werkes darstellt.

Am Samstag, 18. Februar, um 19.30 Uhr wird das gut zwei Stunden dauernde Werk in der Marienkirche Königsberg aufgeführt, und am Sonntag, 19. Februar, um 17 Uhr in der Sankt-Johannis-Kirche in Würzburg.

Karten für Königsberg gibt es zu 24, 19 und zehn Euro (ermäßigt für Schüler und Studenten: 21, 16 und sieben Euro) im Vorverkauf bei Schreibwaren Geiger (Königsberg), Musik Hofmann (Hofheim) und www.AdTicket.de Reservierungen über Tel. (0 95 23) 69 57. Abendkasse: 45 Minuten vor Beginn.

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