Haßfurt

Mit Klemme, Skalpell und Nähzeug im OP

Im OP durften die Schülerinnen und Schüler – mit Maske, Haube und Kittel – selbst ausprobieren, wie eine Klemme oder ein Skalpell funktionieren.
Foto: Marco Heumann | Im OP durften die Schülerinnen und Schüler – mit Maske, Haube und Kittel – selbst ausprobieren, wie eine Klemme oder ein Skalpell funktionieren.

Erst Boys‘ Day, dann Schülertag – in den vergangenen Wochen schnupperten am Haus Haßfurt der Haßbergkliniken jede Menge Buben und Mädchen aller Schularten in den Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers. Praxisanleiterin Eva Hückmann war mit der Resonanz mehr als zufrieden und möchte beide Aktionen in jedem Fall im kommenden Jahr wiederholen. Das schreiben die Haßberg-Kliniken in einer Pressemitteilung.

„Die Schülerinnen und Schüler waren sehr interessiert, haben toll mitgemacht und gute Fragen gestellt“, sagt Eva Hückmann und zieht ein durch und durch positives Fazit der beiden Aktionstage, an denen Buben und Mädchen die Möglichkeit hatten, den Beruf des Kranken- und Gesundheitspflegers in all seinen Facetten kennenzulernen.

Schon den Boys‘ Day nutzten laut der Mitteilung mehr als zehn Jungen, um einen Blick hinter die Kulissen des Krankenhauses zu werfen. Unter anderem lernten sie bei einer Krankenhaus-Rallye die unterschiedlichen Abteilungen im Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken kennen.

34 Gäste beim Schülertag

Beim Schülertag waren es wenig später gar 34 Schülerinnen und Schüler aus den achten bis zehnten Klassen der Mittelschule, der Realschule und des Gymnasiums, die sich angemeldet hatten „und mit viel Freude dabei waren“, wie Eva Hückmann bemerkt. „Wir werden beide Aktionen in jedem Fall auch im kommenden Jahr wiederholen“, lässt sie keinerlei Zweifel an einer Neuauflage 2020.

„Ein echtes Highlight war natürlich der OP“, berichtet die Praxisanleiterin. Ausgerüstet mit OP-Kittel, Haube und Mundschutz konnten die Jugendlichen Klemmen, Skalpell oder Nähbesteck unter den wachen Augen von OP-Pfleger Michael Bauer einmal selbst ausprobieren. Hand anlegen durften die Jungen und Mädchen auch bei Ralf Hirschlach und Marcus Röder. Im wahrsten Sinne des Wortes. Die leitenden Anästhesiepfleger zeigten laut der Pressemitteilung, wie man im Falle eines Herz- oder Atemstillstands richtig animiert – zum Rhythmus des Bee-Gees-Songs „Staying alive“.

Die Wichtigkeit der richtigen Handdesinfektion führte Matthias Fürst, Hygienebeauftragter der Haßberg-Kliniken, vor. Besonders interessant für die Jugendlichen waren, wie die Haßberg-Kliniken in der Pressemitteilung schreiben, die Informationen sowie Erzählungen von Lehrerin Anne Mahler und fünf Auszubildenden der gemeinsamen Krankenpflegeschule von Leopoldina Krankenhaus Schweinfurt und Haßberg-Kliniken.

„Sie haben sehr anschaulich von dem berichtet, was einen in der Ausbildung erwartet“, erklärt Eva Hückmann. Die Praxisanleiterin hofft: „Vielleicht sind die Schnuppertage für den einen oder anderen ja der entscheidende Anstoß, sich für einen Beruf im Gesundheitsbereich zu entscheiden.“ (em)

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