Knetzgau

Neue Photovoltaik-Anlage in Knetzgau eröffnet

Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus (links) und Südwerk-Geschäftsführer Manuel Zeller Bosse packen die Energiewende vor Ort an. Eine Photovoltaikanlage wurde offiziell in der Gemarkung von Knetzgau eröffnet.
Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus (links) und Südwerk-Geschäftsführer Manuel Zeller Bosse packen die Energiewende vor Ort an. Eine Photovoltaikanlage wurde offiziell in der Gemarkung von Knetzgau eröffnet. Foto: Christiane Reuther

"Günstige Energien sind wichtig, deshalb nehmen wir die Energiewende vor Ort ernst", äußerte sich Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus bei der offiziellen Eröffnung der Photovoltaikanlage entlang der  Maintalautobahn A 70 im Gemeindebereich von Knetzgau.  Mit einem Kostenvolumen in Höhe von 500 000 Euro hat die Südwerk Projektgesellschaft Burgkundstadt im August 2019 die Anlage in Betrieb genommen. Anschlussnetzbetreiber ist seit Oktober 2019 die Unterfränkische Überlandzentrale. Auch wenn die Sonne beim Pressetermin am Donnerstagvormittag eine Pause einlegte, bemisst sich der jährliche Stromertrag auf 765 000 Kilowattstunden und versorgt 250 Haushalte.  Die Anlage hat eine Leistung von 750 Kilowatt-Peak (KWp).

In Wiese eingebettet

Fährt man von Knetzgau in Richtung Gemeindeteil Westheim, ist der Standort der Anlage von der Straße aus kaum einsehbar. Bei näherem Betrachten ist die einen Hektar umfassende Nutzungsfläche der Photovoltaikfreianlage eingebettet in eine bunt blühende Wiese. Passend zur Mission von Südwerk, "eine nachhaltige und naturnahe Energieversorgung sichern und gleichzeitig die heimische Umwelt schützen". So bemerkte es jedenfalls Südwerk-Geschäftsführer Manuel Zeller Bosse. Von Bodenversiegelung sei seiner Meinung nach keine Rede. Im Gegenteil: Die Freiland-Photovoltaikanlage sei aus seiner Sicht ein aktiver Beitrag zum Insektenschutz.

Seitens der Gemeinde Knetzgau musste für das Vorhaben der Bebauungsplan geändert werden, wie Bürgermeister Paulus an die Anfänge erinnerte. Vorausgegangen war die Vorstellung des Projektes in einer Bürgerversammlung im Oktober 2017, wo das Thema sachlich ausdiskutiert wurde. Knetzgau habe sich durch seine Infrastruktur, den vorhandenen Energienetzen und dem Anschluss an die Autobahn als idealer Standort für den Bau der Freianlage ausgezeichnet. Nach der Frage, ob weitere Photovoltaikanlagen im Gemeindebereich von Knetzgau geplant sind, sagte der Bürgermeister: "Ich kann das nicht alleine bestimmen, sondern es muss eine Entscheidung im Gemeinderat getroffen werden". Die Zustimmung für die neue Photovoltaikanlage fand im Gemeinderat eine knappe Mehrheit.

Wichtige Einnahmequelle

Bei der Planung in der Gemarkung von Knetzgau wurde auf das Landschaftsbild, Naturschutz und Interessen der Landwirte Rücksicht genommen. Die Pacht für den sauberen Sonnenstrom dient den Landwirten als wichtige Einnahmequelle, vor allem in Anbetracht dessen, dass extreme Dürresommer zunehmen, die oftmals bei den Landwirten dramatische finanzielle Einbrüche zur Folge haben.  

Die Photovoltaikanlage entlang der Maintalautobahn A70 in der Gemarkung von Knetzgau aus der Vogelperspektive.
Die Photovoltaikanlage entlang der Maintalautobahn A70 in der Gemarkung von Knetzgau aus der Vogelperspektive. Foto: Südwerk 

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