Königsberg

Oratorienchor Würzburg singt Bachs „Hohe Messe in h-Moll“

Bachs „Hohe Messe in h-Moll“ gehört zu den bedeutendsten geistlichen Werken des Komponisten und der Literatur überhaupt. Sie ist erst kurz vor seinem Tod vollendet worden.

Als einzigem Vokalwerk liegt ihm das vollständige Ordinarium des lateinischen Messetextes zugrunde, dessen Autograph seit 2015 zum Unesco-Weltdokumentenerbe gehört und sich sowohl für die evangelische wie die katholische Liturgie eignet.

Die erstmals 1856 vollständig öffentlich aufgeführte Messe in h-Moll präsentiert der Oratorienchor Würzburg unter der Leitung von Matthias Göttemann zweimal: Am Samstag, 18. Februar, 19.30 Uhr, wird das gut zwei Stunden dauernde Werk in der Marienkirche Königsberg in Zusammenarbeit mit der Konzertreihe „KlangKontakte“ aufgeführt, und am Sonntag, 19. Februar, 17 Uhr, in der Sankt-Johannis Kirche in Würzburg. Der Chor wird begleitet vom Orchester Würzburg. Dazu treten Vokalsolisten auf, unter anderem Anna Haase aus München und Anna Nesyba aus Kassel.

Das musikalisch ergreifende und qualitativ anspruchsvolle Werk begleitete Bachs Schaffensperiode über einen langen Zeitraum, wobei trotzdem ein in sich geschlossenes Werk von großer Intensität entstanden ist. Bereits das Kyrie zieht den Zuhörer in seinen Bann und das „Qui tollis“ rührt jeden, der es singt wie hört, ans Herz. Nach einem wie im Nichts verschwindenden „et sepultus est“, den Schlusstakten des „Crucifixus“, erscheint die Wirkung des „Et resurrexit“ umso gewaltiger; das „Cum Sanctu Spiritu“ und „Pleni Sunt Coeli“ stellen sängerische Herausforderungen dar.

Doch auch den Instrumenten kommt nicht nur die Aufgabe der Begleitung, sondern einer eigenständigen symbolischen Gestaltung des Messetextes zu. Mit einem Begriff ist die Hohe Messe in h-Moll das geistliche Werk schlechthin und gehört zum Repertoire anspruchsvoller Chöre. Mit Abstand am häufigsten von allen Großwerken Bachs wird die Messe zur Aufführung gebracht. Die Chorpartien bestehen aus vier-, fünf und bis zu achtstimmigen Sätzen, wobei das bereits 1724 für den ersten Weihnachtstag komponierte Sanctus sicherlich einen klanglichen Höhepunkt des gesamten Werkes darstellt.

Karten für Königsberg kosten 24, 19 oder zehn Euro (ermäßigt für Schüler und Studenten 21, 16 oder sieben Euro). Vorverkaufsstellen sind: Schreibwaren Geiger, Königsberg; Musik Hofmann, Hofheim; AdTicket. Reservierungen sind unter Tel. (0 95 23) 69 57 möglich. Die Abendkasse öffnet 45 Minuten vor Konzertbeginn.

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