Kirchlauter

Oskar-Kandler-Zentrum erneut im Fokus

Baumfällarbeiten wurden in den vergangenen Monaten an der Kreisstraße HAS 20 im Ebelsbachtal vorgenommen, danach wurden Leitplanken auch erneuert. Auf der gegenüber gelegenen Straßenseite sieht man schon die Krötenzäune, denn die Krötenwanderung begann in diesem Jahr wegen des milden Winters früher.
Foto: Günther Geiling | Baumfällarbeiten wurden in den vergangenen Monaten an der Kreisstraße HAS 20 im Ebelsbachtal vorgenommen, danach wurden Leitplanken auch erneuert.

Die Sanierung des Oskar-Kandler-Zentrums in Kirchlauter war wieder Thema im Gemeinderat Kirchlauter, denn noch immer wird über alternative Planungen diskutiert. Von Seiten der Vereinsgemeinschaft Kirchlauter wurde nun noch einmal eine beidseitige Dacherhöhung angeregt, um die Höhe zwischen Bühnenoberkante und Deckenunterkante zu vergrößern. Dem stimmte der Gemeinderat zu.

Beim Oskar-Kandler-Zentrum  handelte es sich ursprünglich um eine Kleinfabrik aus den 1960er Jahren. Nach Schließung des Betriebes wurde das Gebäude später von der Gemeinde übernommen und mehrmals umgebaut, damit es für die ortsansässigen Vereine für Veranstaltungen genutzt werden konnte. Im nordwestlichen Teil ist die Feuerwehr untergebracht, die ihre Räumlichkeiten in den letzten beiden Jahren modernisiert hat. Auf der anderen Giebelseite ist das Bürgermeister-Zimmer mit Sitzungssaal integriert.

Seit längerer Zeit ging es nun um den Sanierungsbedarf, denn keinesfalls entspricht das Zentrum mehr den Anforderungen an moderne Einrichtungen für eine Dorfgemeinschaft. Die Herstellung der Barrierefreiheit, die Neugestaltung des Eingangsbereiches, aber auch die Modernisierung des Veranstaltungsraumes zählen deswegen zu den besonderen Maßnahmen. Dabei soll der Veranstaltungssaal mit Bühne eine Dacherhöhung erfahren, die bisher nur einseitig angedacht war.

Alternative Planung

Seitens der Vereinsgemeinschaft wurde nun eine beidseitige Dacherhöhung angeregt, um die Höhe im Bühnenbereich zu vergrößern. Das Architekturbüro Schlicht und Lamprecht erarbeitete deswegen eine alternative Planung „beidseitige Dacherhöhung“ mit einer neuen Kostenberechnung. Demnach errechnen sich nun Gesamtkosten von 1 722 040 Euro gegenüber der einseitigen Dacherhöhung mit Kosten von 1 667 850 Euro. Der Gemeinderat stimmte dieser Änderung zu.

Auch die Erhöhung des jährlich gezahlten Betrages an die Pfarrbücherei Kirchlauter war ein Diskussionspunkt. Hier hatte der Gemeinderat schon im Jahre 1988 beschlossen, der Pfarrbücherei Kirchlauter einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 300 DM (153,39 Euro) zu gewähren. Wie Bürgermeister Karl-Heinz Kandler mitteilte, seien nun die Verantwortlichen der Bücherei auf ihn zugekommen mit dem Wunsch, den Betrag auf 500 Euro zu erhöhen. Mit den 153 Euro konnte man nämlich jeweils nur circa zehn Bücher kaufen. Der Gemeinderat verschloss sich diesem Anliegen nicht, bat jedoch den Kauf von Büchern bis zu dieser Höhe mit Rechnungen zu belegen.

60 Jahre Haßbergkapelle

Die Haßbergkapelle Kirchlauter kann in diesem Jahr auf ihr 60-jähriges Bestehen zurückblicken und will dieses mit einem Musikfest vom 4. bis zum 6. Juni gebührend feiern. Das Jubiläum nehme man zum Anlass, eine neue Uniform zu beschaffen, denn die alte Tracht stamme aus dem Jahre 1985. In einem Antrag teilte nun die Haßbergkapelle mit, dass dabei alle aktiven Musiker mit neuen Westen und Jacken ausgestattet werden sollen, um sich dann wieder in einem würdigen Erscheinungsbild präsentieren zu können.

Im Antrag heißt es: „Bei Kosten von circa 300 Euro je Musiker belaufen sich die Anschaffungskosten auf circa 7 500 Euro, die unsere Vereinskasse stark belasten. Deshalb stellen wir einen Antrag auf Bezuschussung. Es wäre schön, wenn sich die Gemeinde Kirchlauter an den Kosten beteiligt und damit die Haßbergkapelle unterstützt, die Traditionen und das Brauchtum mit ihrer Musik, auch über die Grenzen der Gemeinde hinaus, pflegt.“ Der Gemeinderat genehmigte einen Zuschuss von 3000 Euro.

In Zusammenarbeit mit der Straßenmeisterei des Landkreises Haßberge wurden im Dezember entlang des Ebelsbaches (Gewässer 3. Ordnung , Eigentümer: die Gemeinde Kirchlauter) an der Kreisstraße 20 zwischen der Schönbachsmühle und der Klaubmühle dringliche Baumfällarbeiten durchgeführt. Wie der Bürgermeister ausführte, mussten für die Fällarbeiten die vorhandenen Leitplanken entlang der Kreisstraße durch Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofes abgebaut und durch eine Fachfirma wieder neu montiert und teilweise ausgewechselt werden. Der Gesamtbetrag belief sich auf 4413 Euro, den die Gemeinde übernahm.

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