Hofheim

Stadtrat Hofheim: Parkplätze sorgten für Diskussionsstoff

Die Neugestaltung der Grüne-Markt-Straße in Hofheim sorgte im Stadtrat für Diskussionen. Das Bild zeigt die Straße im Juni 2019 während der Italienischen Nacht.
Foto: Martin Schweiger | Die Neugestaltung der Grüne-Markt-Straße in Hofheim sorgte im Stadtrat für Diskussionen. Das Bild zeigt die Straße im Juni 2019 während der Italienischen Nacht.

Lebhaft diskutiert wurde am Donnerstag bei der ersten Stadtratssitzung im Schüttbau in Rügheim die Neugestaltung der Grüne-Markt-Straße in Hofheim. Die Straße wird künftig zur Einbahnstraße mit Fahrtrichtung nach unten. Neben drei Bäumen soll auch ein Wasserspiel als offene Rinne im oberen Teil der Straße auf dem Gehweg entstehen. Die Zahl der Parkplätze soll sich von derzeit zwölf auf nur noch sechs Parkplätze reduzieren.

Dies erregte den Unmut einiger Stadträte. Alexander Bergmann regte an, statt des Wasserspiels lieber zwei Parkplätze mehr einzuplanen. Ulrich Goschenhofer sprach sich für ein Wasserspiel aus, um die Stadt für Familien mit Kindern attraktiv zu gestalten. Bürgermeister Wolfgang Borst sagte, es sei eventuell möglich, sowohl zwei zusätzliche Parkplätze als auch das Wasserspiel einzuplanen. Dies müsse man bei der Detailplanung vor Ort noch diskutieren.

Die Kostenberechnung des Architekturbüros für die Straßenbauarbeiten beträgt brutto 579 000 Euro einschließlich der Baunebenkosten. Der staatliche Zuschuss beträgt zwischen 60 und 80 Prozent. Baubeginn ist voraussichtlich im April, Fertigstellung im September dieses Jahres.

Auch der geplante Radweg von Reckertshausen nach Friesenhausen entlang der Staatsstraße war im Gremium umstritten. Denn es gibt bereits einen Radweg zwischen den beiden Orten, der allerdings auf landwirtschaftlichen Wegen verläuft und nicht durchgehend befestigt ist. Alexander Häpp schlug vor, lieber den bestehenden Radweg auszubauen und zu asphaltieren, anstatt Ackerland und Steuergelder für einen Neubau zu verschwenden. Borst erwiderte, dass nur Radwege entlang von Straßen bezuschusst würden. Einen Ausbau des bestehenden Radweges müsste die Stadt daher alleine finanzieren. Die Kosten für den neuen Radweg werden auf brutto 495 000 Euro geschätzt. Bei einer maximalen Förderung von 85 Prozent würde der Stadt ein Eigenanteil von 74 250 Euro verbleiben. Borst sagte, er wolle den Streckenverlauf mit Alfons Schanz von der Tiefbaubehörde am Landratsamt besprechen und in der nächsten Sitzung darüber berichten.

85 Pager für die Feuerwehr

Einstimmig beschloss der Stadtrat die Anschaffung von 85 Tetra-Pagern (Piepser) für den Digitalfunk der Feuerwehr. Der geplante Eigenanteil der Stadt liegt zwischen 15 000 bis 17 000 Euro. Ebenso einstimmig beschloss das Gremium den Ausbau von Glasfaserkabeln in den Bereichen Hofheim, Lendershausen, Erlsdorf, Sulzbach und Rügheim auszuschreiben. Die geschätzten Gesamtkosten liegen bei 2 895 005 Euro. Der Eigenanteil der Stadt liegt bei 600 000 Euro.

Die Querungshilfe in der Ringstraße zum Friedhof wird ab zirka Mitte März gebaut. Die Bauarbeiten dauern rund sechs Wochen. In dieser Zeit ist die Ringstraße in diesem Bereich voll gesperrt. Die Umleitung erfolgt großräumig über Ostheim und die Industriestraße. In der Industriestraße und der Johannisstraße gilt in diesem Zeitraum ein Parkverbot.

Da weniger gedüngt wird seien die Nitratwerte im Trinkwasser so niedrig wie nie, sagte Borst. Der Wert liege bei 34 in allen Brunnen.

Eine Radarmessung im Stadtbereich ergab 22 Geschwindigkeitsüberschreitungen in der Rügheimer Straße in Hofheim, 15 in Eichelsdorf, sieben in Ostheim und je eine Überschreitung in der Eichelsdorfer Straße in Hofheim und Reckertshausen.

Eine Baumobstplantage soll neben der Kläranlage in Hofheim entstehen. Für die geplanten 55 Obstbäume gibt es bereits 47 Interessenten für eine Baumpatenschaft. Acht Bäume sind noch zu vergeben. Die Stadt legt die Plantage an. Baumpaten zahlen einmalig 62 Euro für eine Laufzeit von 15 Jahren.

Keine Geruchsbelästigung

Geruchsbelästigung durch Klärschlamm wird es in Hofheim nicht geben, versprach Borst. Es handele sich bei der Anlage um ein geschlossenes System mit Null Geruchsemissionen. Auch eine Verkehrsbelästigung durch Lkw, die Klärschlamm fahren, werde es nicht geben, da nur zwei Lkw alle zwei Tage Klärschlamm fahren würden.

In Goßmannsdorf und Reckertshausen werden Straßen umbenannt: Die Eichelsdorfer Straße in Goßmannsdorf heißt künftig Bettenburg Straße. In Reckertshausen heißt die Friedhofstraße künftig Alte Schulstraße. Die Stichstraße der Hauptstraße (Nummern 2, 4, 6, 8, 10) heißt künftig Obere Gasse.

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