Ermershausen

Protestmarsch: Sie zweifeln, ob die Trasse überhaupt nötig ist

Kampf gegen neue Hochspannungsleitungen in der Region: Rund 100 Teilnehmer nahmen am Sonntag am Protestmarsch von Ermershausen bis Pfaffendorf teil.
Foto: Christian Licha | Kampf gegen neue Hochspannungsleitungen in der Region: Rund 100 Teilnehmer nahmen am Sonntag am Protestmarsch von Ermershausen bis Pfaffendorf teil.

Mit einem Protestmarsch von Ermershausen nach Pfaffendorf haben am Sonntag die Gegner der geplanten Stromtrasse P44 durch das Hofheimer Land auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht. Am Startpunkt Ermershausen sammelten sich knapp 100 Bürgerinnen und Bürger, um sich für den Erhalt der Lebensqualität einzusetzen.

Am der ersten Zwischenstation in Höhe des neuen Gewerbegebietes in Maroldsweisach zeigte Bürgermeister Wolfram Thein auf, welche Ausmaße ein Strommast hat. Luftballons kennzeichneten die Höhe von 80 Metern, die die Strommasten erreichen würden. Gleichzeitig war eine Strecke von 100 Metern mit Absperrband abgesteckt, was die Breite deutlich machte, die für einen Trassenbau erforderlich ist. „Wir stellen in Frage, ob die Trasse und auch Alternativtrassen überhaupt notwendig ist“, so Thein, der sich eine Überprüfung des Sachverhaltes wünscht.

 

Die 380-KV-Leitung der Stromtrasse P44 soll das thüringische Schalkau mit Grafenrheinfeld verbinden. Der genaue Verlauf steht noch nicht fest, aber aus Sicht der Planer böte sich im Landkreis Haßberge eine Strecke durch das Hofheimer Land entlang der B 303 an.

Landtagsabgeordneter marschiert mit

Mit Trillerpfeifen und Transparenten ging der Protestzug weiter über Voccawind und Todtenweisach zum Endpunkt nach Pfaffendorf. Die vom Arbeitskreis „Wir für uns“ in der Hofheimer Gemeindeallianz organisierte Veranstaltung wurde bereits vor drei Jahren vom Maroldsweisacher Gemeinderat Helmut Berwind ins Gespräch gebracht. Neben Bürgermeistern und Gemeinderäten aus der Region marschierten an diesem Sonntag auch der Landtagsabgeordnete Steffen Vogel (CSU), sein Parteifreund und Haßberge-Landrat Wilhelm Schneider und dessen Coburger Amtskollege Michael Busch (SPD) mit, um dem Protest eine gewichtigere Stimme zu verleihen. Auch der Nachbarlandkreis ist betroffen von den Planungen, was eine Abordnung besorgter Bürger deutlich machte.

Energieminister Altmaier will kommen

Wie Landrat Schneider mitteilte, hat sich Peter Altmaier in seiner Eigenschaft als Bundesminister für Wirtschaft und Energie bereit erklärt, das Hofheimer Land zu besuchen, um sich vor Ort ein Bild von der Trassenführung zu machen. Ein Termin sei aber momentan noch nicht vereinbart, so Schneider.

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