Riedbach

Riedbach kommt dank Rücklagen ohne neue Darlehen aus

In der Augustsitzung des Riedbacher Gemeinderates am Donnerstag im Pfarrsaal des G3-Bürgerhauses in Mechenried wurde der Haushaltsplan für 2020 einstimmig verabschiedet. Er hat ein Volumen von knapp 6,17 Millionen Euro.

Der gegenüber dem Vorjahr (4,76 Millionen Euro) deutlich höhere Haushaltansatz spiegelt die Investitionen für die angeschobenen Großprojekte wieder, den im Bau befindlichen Radweg von Kleinsteinach nach Mechenried (800 000 Euro) und die bis zum Herbst geplante grundlegende Erneuerung der Ortsverbindungsstraße von der Peterlesmühle nach Kleinmünster (250 000 Euro).

Richtig viel Geld nimmt die Gemeinde in die Hand zur Erneuerung oder Sanierung der seit langer Zeit maroden Brücken über den Riedbach in den Ortseilen Kleinsteinach (356 000 Euro) und Mechenried (122 000 Euro) sowie für die Bachfurt als Brückenersatz in Humprechtshausen (118 000 Euro). Des weiteren sind für die Planung zur Fortentwicklung der städtebaulichen Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen für die Kirchengaden in Mechenried und die Umfeldgestaltung "Am Bach" in Kleinmünster jeweils 25 000 Euro eingeplant.

Der seit Jahren anstehende Kauf von Feuerwehrautos reißt, dank Rückstellungen in den vergangenen Haushaltsjahren, kein Loch in den Gemeindesäckel. Geplant ist ein Löschfahrzeug für Mechenried für 27 300 Euro und eines für Kleinsteinach (90 000 Euro), letzteres mit neuer Tragkraftspritze für 15 000 Euro.

In einer nichtöffentlichen Klausursitzung des Gemeinderates Ende Juli wurden die Eckpunkte des Haushaltsplanes 2020 vorberaten. Stefan Hellfeier von der Kämmerei hat das Zahlenwerk für die Verabschiedung ausgearbeitet. Der Verwaltungshaushalt für 2020 umfasst 3,36 Millionen Euro (Vorjahr: 3,15 Millionen Euro), der Vermögenshaushalt wird mit 2,81 Millionen Euro  (Vorjahr: 1,61 Millionen Euro) angegeben. Zu Beginn des Jahres lag die Verschuldung der Gemeinde bei 135 000 Euro. Das sind pro Kopf 78 Euro.

Wie Hellfeier feststellte, werden im Jahr 2020 aus dem Verwaltungshaushalt 163 070 Euro (Vorjahr: 129 400 Euro) erwirtschaftet und dem Vermögenshaushalt zugeführt. Es ist deshalb wie im Vorjahr keine Darlehensaufnahme notwendig.

Einkommensteuer ist wichtigste Einnahme

Die wichtigsten Einnahmen im Verwaltungshaushalt sind die um knapp 40 000 Euro gestiegenen Schlüsselzuweisungen in Höhe von 801 448 Euro (Vorjahr: 763 196 Euro) sowie der fast gleich gebliebene Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer mit 955 000 Euro (Vorjahr: 954 745  Euro). Aus der Grundsteuer A sind 24 000 Euro eingeplant, aus Grundsteuer B 65 800 Euro.

Trotz der vielen laufenden Projekte sei die Entwicklung erfreulich, so die einhellige Meinung der Ratsmitglieder, auch wenn in nächster Zukunft mit zurückgehenden staatlichen Fördermittel und Steuereinnahmen gerechnet wird.

Um 80 000 Euro auf 360 000 Euro (Vorjahr: 280 000 Euro) erhöht haben sich die Zuweisungen des Freistaates zur Betriebskostenförderung für die Kindertagesstätte Kleinsteinach und die Kindergärten in Mechenried und Humprechtshausen. In diesem Betrag ist auch die Förderung des Elternbeitrages für Kita-Kinder in auswärtigen Einrichtungen enthalten.

Unverändert im Ansatz sind die Einnahmen durch Kanalgebühren in Höhe von 200 000 Euro und Wassergebühren mit 169 000 Euro sowie die Einnahmen der Gewerbesteuer mit 95 000 Euro, so Stefan Hellfeier.

Wie im Vorjahr wird der Ertrag beim Holzverkauf, je nach Marktlage durch das anhaltende Überangebot von Käferholz, auf rund 95 000 Euro geschätzt. Die Pachteinnahmen aus landwirtschaftlichen Anbauflächen, der Jagdpacht sowie Grundstücken (darunter drei Windkraftstandorte) in den Ortsteilen werden mit 70 000 Euro beziffert.

Kreisumlage ist größter Posten bei den Ausgaben

Die wichtigsten Ausgaben des Verwaltungshaushaltes sind die um 8000 Euro angestiegene Kreisumlage in Höhe von 699 881 Euro (Vorjahr: 691 453 Euro). Keine Veränderung wird erwartet bei der Umlage für die Verwaltungsgemeinschaft Hofheim in Höhe von 250 000 Euro. Die Umlage an den Schulverband Hofheim bleibt auch stabil bei 135 000 Euro. Rund 620 000 Euro werden für den Betrieb der Kindertagesstätten angegeben.

Die Kosten der gemeindlichen Abwasserbeseitigung werden mit 175 355 Euro veranschlagt. Trotz des Klimawandels wird ein Rückgang der Kosten bei der Bewirtschaftung der Gemeindewälder um rund 50 000 Euro auf 101 000 Euro erwartet. Nach Abzug der Einnahmen bleibt unterm Strich ein Minus von rund 6000 Euro.

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