Sand am Main

Sand: Die Jubilarin ist ein Familienmensch durch und durch

Anneliese Böhm aus Sand feierte ihren 95. Geburtstag. Dazu gratulierten Stellvertretender Landrat Oskar Ebert, Bürgermeister Bernhard Ruß und Kirchenpflegerin Edeltraud Schnapp.
Foto: Christian Licha | Anneliese Böhm aus Sand feierte ihren 95. Geburtstag. Dazu gratulierten Stellvertretender Landrat Oskar Ebert, Bürgermeister Bernhard Ruß und Kirchenpflegerin Edeltraud Schnapp.

Als zweitälteste Einwohnerin Sands feierte am zweiten Weihnachtsfeiertag Anneliese Böhm, geborene Hanselmann, ihren 95. Geburtstag.

Bei ihrer Feier am Freitag erzählte die lebensfrohe Seniorin über ihr Leben. Geboren wurde Anneliese Böhm 1924 in Haßfurt, zusammen mit ihrem Zwillingsbruder, der jedoch schon im Alter von 19 Jahren im Krieg fiel. Ihre beiden Schwestern wurden weit über 90 Jahre alt. Mit einem Elektrogeschäft in der Haßfurter Brückenstraße verdienten die Eltern des Geburtstagskindes ihren Lebensunterhalt.

Anneliese Böhm ging nach der Volksschule auf die Handelsschule in Bamberg und arbeitete dann bei der Sparkasse Haßfurt als Kontoristin. Der Zufall wollte es so, dass sie an der Knetzgauer Kirchweih ihren zukünftigen Mann Robert Böhm kennenlernte, der aus Sand stammte. Bereits ein knappes Jahr später läuteten für das Paar die Hochzeitsglocken in der Sander Pfarrkirche.

Viele Jahre betrieb das Ehepaar ein Baugeschäft und wünschten sich einen Stammhalter, der später einmal den Betrieb übernehmen würde. Die Natur wollte es aber so, dass Anneliese Böhm stattdessen vier Mädchen zur Welt brachte. Bei der Geburt des dritten Kindes ermunterte die Hebamme das Paar: „Mädchen können auch Zementsäcke tragen“.

Als in Sand 1974 das erste große Edeka-Lebensmittelgeschäft seine Pforten öffnete, fing die Jubilarin an, dort an der Kasse zu arbeiten. Bis zu ihrem Ruhestand war Anneliese Böhm die gute Seele des Geschäftes, das damals die Familie Gottschalk und später die Familie Meyer betrieb.

Anneliese Böhm war und ist ein Familienmensch durch und durch. Legendär waren die Kindergeburtstage, die sie immer für ihren Nachwuchs ausrichtete. Davon schwärmen die Töchter und damaligen Geburtstagsgäste heute noch. In den 1960-er Jahren, als solche Feiern noch nicht so weit verbreitet waren, wurde mit zahlreichen Spielen für gute Laune gesorgt und selbst gemachter Pudding fand reißenden Absatz.

Eine gute Köchin war Anneliese Böhm schon immer. Sehr gerne hat sie Wildgerichte zubereitet, denn ihr Mann war Jäger. Oft begleitete sie ihn zur Jagd. Anneliese Böhm erzählt: „Ich habe das Gewehr gehalten und meinem Mann gesagt, wo er hinschießen soll“.

Heute freut sich die rüstige Rentnerin, die noch ihren eigenen Haushalt führt, wenn die sieben Enkel und 13 Urenkel zu Besuch kommen. Besonders angetan ist die tierliebe Frau von „Little Joe“, dem Yorkshire-Terrier ihrer Enkelin Sabine. Viele Streicheleinheiten sind dann dem Vierbeiner sicher.

Bürgermeister Bernhard Ruß, Stellvertretender Landrat Oskar Ebert und Kirchenpflegerin Edeltraud Schnapp überbrachten persönlich ihre Glückwünsche zum Jubeltag und wünschten Anneliese Böhm vor allen Dingen weiterhin viel Gesundheit. (cl)

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