Haßfurt

„Sei gut, Mensch!": Caritas-Frühjahrssammlung beginnt am 9. März

Die katholische Wohlfahrtsorganisation Caritas will Bürger dazu ermutigen, sich als 'Gutmenschen' zu engagieren. 
Foto: Frank Rumpenhorst/dpa | Die katholische Wohlfahrtsorganisation Caritas will Bürger dazu ermutigen, sich als "Gutmenschen" zu engagieren. 

„Sei gut, Mensch!“ So lautet das Motto der Caritas für das Jahr 2020. Menschen, die sich uneigennützig für andere in den Dienst stellen, werden seit Jahren auch in Deutschland verunglimpft, beschimpft, bedroht, schreibt der Kreis-Caritasverband in einer Pressemitteilung.

Tätige Nächstenliebe aus christlicher Grundüberzeugung werde diffamiert, bestenfalls als naiv-dümmliches Verhaltensmuster von Menschen mit Helfersyndrom. Das Wort "Gutmensch" sei leider ein Schimpfwort geworden.

Deshalb will das diesjährige Jahresmotto der Caritas „Sei gut, Mensch!“ den aktuell negativ aufgeladenen Begriff "Gutmensch" wieder in positives Licht rücken, heißt es in dem Schreiben: "Gutmenschen sind ihre Mitmenschen nicht gleichgültig. Sie zeichnen sich durch ihre zugewandte Haltung aus. Menschen, die mit offenen Augen, Herz und Hand unterwegs sind, bei Bedarf kurz innehalten und spontan anpacken."

Ob Vorstände und Elternbeiräte in Kindertagesstätten, Ehrenamtliche in Seniorenheimen oder Asylhelfer – um  nur einige zu nennen: Sie alle leben die Grundwerte der Caritas und sorgen damit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Landkreis.

Gutmenschen brauchen Ermutigung

"Die Bereitschaft, Gutes zu tun, braucht Ermutigung und verdient Anerkennung! Jede gute Tat hilft, jeder Euro hilft! Damit wir weiterhin unsere Hilfsangebote aufrechterhalten können, benötigen wir Ihre Unterstützung: Deshalb finden Haussammlungen und Kollekten statt", heißt es in der Pressemitteilung.

Bei der Caritas-Frühjahrssammlung vom 9. bis 15. März bittet die Caritas um Spenden für Menschen, die in der nächsten Umgebung unsere Hilfe brauchen. Mit dem Geld werden zum Beispiel Beratungsdienste mitfinanziert, bei denen Ratsuchenden geholfen wird, die aus unterschiedlichen Gründen dringend Unterstützung brauchen. Ursachen können neben körperlichen oder seelischen Erkrankungen auch Arbeits- oder Wohnungslosigkeit, Überschuldung, Sucht, Trennung sein – alles Situationen und Lebenslagen, in die man nicht kommen möchte, die aber manchmal einfach passieren.

Spende bleibt in der Region

Die Spende bei der Caritassammlung bleibt in der Region. 30 Prozent des Geldes verwendet die Pfarrei, in der gesammelt wird, für caritative Aufgaben direkt vor Ort, um individuell zu helfen, wo die Not am größten ist. Die gleiche Summe erhält der Diözesan-Caritasverband und 40 Prozent bekommt der Caritasverband Haßberge. Hier fließt der Sammlungserlös Diensten und Einrichtungen zu, die keine ausreichende Finanzierung durch andere Mittel haben, deshalb muss die Caritas für die wichtige Beratungsarbeit Eigenmittel einsetzen.

So kommen über die Beratungsstellen die Spenden direkt und unbürokratisch Menschen zugute, die manchmal vor Sorgen und Nöten nicht mehr ein noch aus wissen. Von diesen Sammlungsgeldern profitieren Bürger aus dem gesamten Landkreis, denn die kostenlosen Beratungsdienste, die es für die unterschiedlichsten sozialen Notlagen gibt, können von jedem Hilfebedürftigen in Anspruch genommen werden – unabhängig von Alter, Konfession, Weltanschauung oder sozialer Stellung.

Arbeitsplätze und Praktika

„Um all die wichtigen Hilfsangebote erhalten oder, wo nötig, ausbauen zu können, ist die Caritas auch auf Spenden aus den jährlichen Sammlungen angewiesen“, macht die Geschäftsführerin Anke Schäflein deutlich. Mit der Sicherstellung der dringend benötigten sozialen Dienste im Landkreis sowie dem Netz der Altenhilfe bietet die Caritas auch Arbeitsplätze für rund 320 hauptberuflich Beschäftigte sowie qualifizierte Ausbildungsplätze/Praktika in den unterschiedlichsten Berufen an.

Nicht eingerechnet sind die Mitarbeiter der 39 Caritas-Kindertagesstätten im Landkreis sowie die vielen freiwillig Tätigen, unter anderem in 43 Caritasvereinen, in Asyl- und sonstigen Helferkreisen oder als Caritas-Sammlerinnen und -Sammler.

Auch per Überweisung möglich

Johannes Simon, der Vorsitzende des Caritasverbands für den Landkreis Haßberge, betont: „Besonders im Namen der Hilfesuchenden, die in den verschiedenen Einrichtungen die notwendige Unterstützung erhalten, bedanke ich mich im Voraus herzlich bei allen Spendern sowie den ehrenamtlichen Helfern.“ In Pfarrgemeinden, in denen nicht mehr genügend Sammler zur Verfügung stehen, wird mit Spendenbriefen auf die Sammlung aufmerksam gemacht und per Überweisungsträger um einen Obolus für die soziale Arbeit gebeten. Die Caritas bittet, diese Spendenmöglichkeit zu nutzen, wenn kein Sammler mehr kommt. 

Auskünfte und Informationen werden unter Tel.: (09521) 691-0 erteilt. Unter www.caritas-hassberge.de („Ich brauche Hilfe“) kann man sich über alle Hilfsmöglichkeiten im Landkreis Haßberge informieren oder auch nachlesen, in welcher Form man sich selbst engagieren kann („Ich will helfen“).

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