Westheim

Siegprämien, Wanderpokale und Trostkuchen beim Kickerturnier

Die Sieger beim Kickerturnier der Gemeinde Knetzgau mit Koordinator Thomas Zettelmeier (hinten rechts).
Foto: Enola Arndt | Die Sieger beim Kickerturnier der Gemeinde Knetzgau mit Koordinator Thomas Zettelmeier (hinten rechts).

Tischfußball ist in Westheim beliebt bei Klein und Groß. Das zeigte sich am Sonntagnachmittag beim Kickerturnier für Hobbyspieler und Anfänger im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, wo ausgelassene Stimmung herrschte. Die Gemeinde Knetzgau veranstaltete das Turnier, bei dem in den Kategorien „Einzel Jugendliche“, „Einzel Erwachsene“ und im Doppel gespielt wurde. Nach dem Motto „Dabei sein ist alles“ konnte jeder mitmachen. Für den Sieg gab es neben einem Wanderpokal in jeder Kategorie auch Geldpreise für die drei Bestplatzierten.

„Tor“ schreit Emil und reißt die Arme begeistert nach oben. Der Sechsjährige aus Knetzgau war einer von 40 Teilnehmern. Im Doppelspiel mit Unterstützung von Papa Jürgen versuchte der Kickerfan, den Ball durch geschicktes Bewegen der kleinen Fußballfiguren ins gegnerische Tor zu jagen. Das Christkind hatte Emil zu Weihnachten einen Kicker geschenkt. Seitdem hat er zuhause fleißig trainiert. Dennoch verlor das Duo sein Spiel – auch wenn es ganz knapp war. „Aber es hat Spaß gemacht“, bestätigten Vater und Sohn. Für die Ausgeschiedenen gab es eine „Trostrunde“ und einen „Trostkuchen“. Für diesen und für andere Leckereien sorgten die Jugendlichen aus Westheim und Oberschwappach. Die Titel holten sich derweil andere: Tim Fell siegte bei der Jugend, Bernd Müller triumphierte bei den Erwachsenen und zusammen mit Egon Müller im Doppel.

Arbeit mit der Jugend

Verantwortlich für das Turnier war Thomas Zettelmeier. Seit September 2012 ist er in der Gemeinde Knetzgau angestellt für die Bereiche Jugend, Familien und Senioren. Ein Arbeitsschwerpunkt ist die Koordination des Bürgerdienstes „Bündnis für Familien und Senioren“. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Ferienbetreuung und in der Jugendarbeit. „Jugendarbeit ist ein schweres Pflaster“, sagt der ausgebildete Erzieher. „Ich möchte, dass sich die Jugendlichen für die Gemeinschaft im Gemeindeleben einbringen, nicht nur konsumieren, sondern agieren.“ In der Arbeit mit dem Bündnis und der Jugendarbeit sieht Zettelmeier deshalb Synergieeffekte: „Die Jugendlichen lernen, sich ehrenamtlich einzubringen.“ Deshalb planten die Jugendlichen das Kickerturnier selbst. Zettelmeier sieht in seiner Arbeit mit Jugendlichen, dass es immer schwieriger wird, junge Leute zu begeistern. Durch eine Vielzahl an Angeboten – sei es im Elternhaus, in Vereinen oder sonstigen Institutionen – sind die Jugendlichen laut Zettelmeier überversorgt.

Das Konzept für die Jugendarbeit liegt für Zettelmeier in der Begleitung in den Jugendräumen, wie dies im Gemeindeteil Oberschwappach im Jugendtreff „Kühlhaus“ geschieht. „Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, sich selbstständig zu treffen“, sagt der Erzieher.

Skater- und Bikerparks

Die Räumlichkeiten werden von der Gemeinde zur Verfügung gestellt, die Jugendlichen müssen sich aber an klare Regeln der Hausordnung halten. „Jugendarbeit ist nicht einfach“, sagt Zettelmeier, für den es gilt, immer wieder Highlights zu bieten, um die Jugendlichen „hinter dem Ofen vor zu locken“.

„Jugendliche mit 14 anzusprechen ist viel zu spät“, weiß Zettelmeier. Ab zehn Jahren führt er die Kinder deshalb durch die Arbeit in der Ferienbetreuung heran, lädt sie ein, sich einmal im Quartal zu treffen. So versucht der Erzieher, die Jugendarbeit in der Gemeinde Knetzgau am Laufen zu halten. In der Stammgemeinde Knetzgau läuft Jugendarbeit über die Kirche. Hier will er sich nicht als Konkurrenz sehen. Hinsichtlich eines geplanten Skater- und Biker-Parks in der Stammgemeinde wird Zettelmeier in Knetzgau dennoch Aktionen planen. Die Jugendarbeit fuße zwar auf Freiwilligkeit. Das Engagement müsse aus Sicht des Erziehers da sein, denn damit steht und fällt für ihn die Jugendarbeit.

Ein Lichtblick in der Jugendarbeit war deshalb das Kickerturnier. Die Jugendlichen erstellten am Anfang einen Spielplan und teilten ein, nach welchem Modus gespielt wird. Für eine Wiederholung des Turniers setzt sich Zettelmeier ein. Sein Ziel ist es, das Turnier in allen Gemeindeteilen durchzuführen. Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus dankte sowohl den Jugendlichen als auch Thomas Zettelmeier für sein Engagement.

„Tor” freut sich Emil, auch wenn es für ihn als Preis nur für einen „Trostkuchen” reichte.
Foto: Reuther | „Tor” freut sich Emil, auch wenn es für ihn als Preis nur für einen „Trostkuchen” reichte.
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