Eltmann

SPD will im Landtag um das Schaeffler-Werk Eltmann kämpfen

Der Konzern will Werke schließen und Arbeitsplätze abbauen oder verlagern. Mit einem Dringlichkeitsantrag fordern die Sozialdemokraten, dass die Politik sich einmischt.
Mit Demonstrationen wie dieser am 18. Februar und anderen Aktionen kämpfen Mitarbeiter und Unterstützer gegen die Schließung des Schäffler-Werks in Eltmann. Die SPD will das Thema nun in den Landtag bringen.
Foto: René Ruprecht | Mit Demonstrationen wie dieser am 18. Februar und anderen Aktionen kämpfen Mitarbeiter und Unterstützer gegen die Schließung des Schäffler-Werks in Eltmann. Die SPD will das Thema nun in den Landtag bringen.

Am Mittwoch hat die SPD den Erhalt des Schaeffler-Standorts Eltmann (Lkr. Haßberge) mit einem Dringlichkeitsantrag in den Bayerischen Landtag eingebracht. Das teilte der mainfränkische Landtagsabgeordnete Volkmar Halbleib mit. Dem Werk mit 450 Mitarbeitern droht die Schließung und die Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Schweinfurt - ein Teil des Plans, mit dem der Automobilzulieferer deutschlandweit rund 4400 Arbeitsplätze abbauen will.

Es geht nicht nur um den Standort Eltmann

"Vor dem Hintergrund der jüngsten Werkschließungspläne von Schaeffler am Standort Eltmann fordern wir weitere Anstrengungen der Staatsregierung, mit dem Ziel des Standorterhalts", wird Halbleib in der Pressemitteilung aus seinem Büro zitiert. Es gehe darum, gemeinsam mit Konzernleitung und Betriebsrat "tragfähige Lösungen für die Beschäftigten" zu finden. Mit Blick auf den Standort Eltmann fordert Volkmar Halbleib Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und die Staatsregierung auf, Gespräche zwischen der Konzernleitung und dem Betriebsrat zu moderieren und dabei "uneingeschränkt und konsequent auf den Erhalt des Standortes Eltmann zu drängen".

Doch der SPD geht es nicht nur um den Standort Eltmann. "Die Staatsregierung muss den Strukturwandel in der Automobil- und Zulieferindustrie sozial verträglich gestalten", so Halbleib. "Wir müssen Förder- und Unterstützungsprogramme des Freistaats an konkrete Bedingungen knüpfen und somit endlich eine industriepolitische Zielrichtung vorgeben." Der SPD-Politiker bekräftigt, seiner Ansicht nach müsse eine Bedingung für die staatliche Unterstützung von Unternehmen sein, dass sich die Konzerne dazu verpflichten, Arbeitsplätze und Standorte oder Weiterqualifizierungsangebote für die Beschäftigten zu erhalten.

Unterstützung auch aus anderen Parteien

Die Entwicklung in Eltmann zeige, "dass sich die bayerische Wirtschafts- und Förderpolitik konsequenter am Ziel des Arbeitsplatz- und Standorterhalts ausrichten muss. Nur so können wir Produktionsverlagerungen ins Ausland verhindern".

Auch Politiker anderer Parteien sprechen sich für den Erhalt des Werks in Eltmann aus. Als in der vergangenen Woche rund 200 Menschen gegen die Werkschließung demonstrierten, beteiligten sich unter anderem Staatsministerin Dorothee Bär, MdL Steffen Vogel (beide CSU) sowie diverse Kommunalpolitiker von CSU, SPD und den Grünen.

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