Lendershausen

Übungsszenario: Kettenreaktion nach Unfall

In Aktion bei der Übung in Lendershausen: Auch die hydraulische Rettungsschere mit Spreizer der Hofheimer Feuerwehr kam bei der Übung zum Einsatz.
Foto: Ulrich Kind | In Aktion bei der Übung in Lendershausen: Auch die hydraulische Rettungsschere mit Spreizer der Hofheimer Feuerwehr kam bei der Übung zum Einsatz.

Ein Verkehrsunfall in der Ortsdurchfahrt zwischen einem Tankwagen und Personenwagen am Freitagabend löste eine ungeahnte Kettenreaktion aus. Und dann brach auch noch in einer benachbarten Schreinerei ein Brand aus, bei dem fünf Personen in den Betriebsräumen vermisst wurden.

Mit diesem Übungsszenario, das Kommandant Karl-Heinz Vollert von der Freiwilligen Feuerwehr Hofheim zusammen mit Kreisbrandmeister Alfred Hauck und seinem Nachfolger Johannes Hauck zusammengestellt hatten, begann die Großübung der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Hofheim.

Muskelpraft im Einsatz

Zum Einsatz kamen neben Hofheim, die Wehren aus den Stadtteilen Reckertshausen, Rügheim und Lendershausen.

Das verunglückte Fahrzeug lag auf der Fahrerseite. Es wurde mit Hilfe von zwei Steckleitern und vorsichtig dosierter Muskelkraft von Hand sachte von den eingesetzten Rettungskräften wieder auf seine vier Räder gestellt. Für viele Zuschauer der Übung war dies eine völlig unbekannte Methode zur Rettung von Verletzten aus einem umgekippten Personenauto.

Als Unfallopfer diente bei der Übung eine rote lebensgroße Puppe. Diese musste nach dem Aufrichten des Autos aus dem Fahrzeug befreit und dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben werden. Danach kam die hydraulische Rettungsschere mit Spreizer der Hofheimer Kameraden zum Einsatz.

Übungsobjekt für Neulinge

Das Auto wurde anschließend zum Übungsobjekt für Neulinge der Wehr, die sich mit der Handhabung des hydraulischen Rettungsgeräts näher vertraut machten. Dabei wurden, wie im Ernstfall auch, die Türen und das Autodach entfernt.

Im weiteren Übungsverlauf sorgten die Lendershäuser Feuerwehrkameraden mit ihrem Tragkraftspritzenanhänger für die Wasserversorgung vom Löschweiher.

Dazu mussten ein rund 300 Meter lange Löschwasserleitung mit Schlauchbrücken quer durch den Ort verlegt werden.

Im angenommenen Brandobjekt, den Werkstatträumen der Schreinerei von Jürgen Lehnert, war die Aufgabe der vier eingesetzten Atemschutzträger der zwei eingesetzten Rettungsteams, fünf vermisste Personen aus dem total in Übungsrauch eingehüllten Gebäude zu retten.

Übungsbesprechung

In der abschließenden Übungsbesprechung gab es im Großen und Ganzen keine Kritikpunkte im Übungsablauf zu bemängeln, so die beiden Kreisbrandmeister.

Die Zusammenarbeit der Stadtteilwehren hat vorbildlich geklappt, lobte Hofheims Feuerwehrkommandant Karl-Heinz Vollert bei der Besprechung. Er dankte dem Schreiner Jürgen Lehnert für die Bereitstellung seiner Betriebsräume als Übungsobjekt.

Für Alfred Hauck war es die letzte Übung als Kreisbrandmeister in seinem Dienstbezirk, er geht am 1. Oktober in den Ruhestand.

In den Werkstatträumen der Schreinerei mussten die Atemschutzträger nach fünf vermisste Personen suchen.
Foto: Ulrich Kind | In den Werkstatträumen der Schreinerei mussten die Atemschutzträger nach fünf vermisste Personen suchen.
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