Haßfurt

Von der Kreisliga in die Euro League

Der 1. Motorbootclub Obertheres erhielt heuer die „Blaue Flagge“ als sichtbares Symbol für den umweltbewussten Umgang mit Landschaft und Natur bereits zum 20. Mal in Folge. Unser Bild zeigt (von links) Platzwart Ludwig Witt, Schatzmeister Jürgen Feiner, 2. Vorsitzenden Berthold Ott, Hafenmeister Michael Appel, 2. Hafenmeister Erich Kleedörfer, Jugendwart Andreas Rumpel, Heinrich Schoppmann (Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Schweinfurt), Vorsitzenden Bernd Schaufuß, Robert Lorenz von der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung, Bürgermeister Matthias Schneider, Dietmar Reeh (Deutscher Seglerverband) und Klaus Michael Weber (Bayerischer Motoryachtverband).
Foto: Ulrike Langer | Der 1. Motorbootclub Obertheres erhielt heuer die „Blaue Flagge“ als sichtbares Symbol für den umweltbewussten Umgang mit Landschaft und Natur bereits zum 20. Mal in Folge.

1987, also vor genau 30 Jahren, wurde erstmals die Blaue Flagge als weltweit erstes gemeinsames Umweltsymbol an vorbildliche Sportboothäfen und Badestellen verliehen. Bei der Feier zur Verleihung der 31. Blauen Flagge 2017 für Bayern wurde unter anderem der 1. Motorbootclub Obertheres (MBCO) zum 20. Mal in Folge mit der Blauen Flagge ausgezeichnet.

Bei der Veranstaltung auf dem Vereinsgelände am Main in Obertheres erhielten außerdem der Yachtclub Forchheim 1969, der Yachtclub Miltenberg, der Erlenbacher-Wassersportclub, der Motor- und Segelbootclub Coburg, der Yacht Club Bad Wiessee sowie der Ebensfelder See, der Ostsee in Bad Staffelstein und der Rudufersee in Michelau i. Ofr. die begehrte Auszeichnung. Wobei sich Dr. Anne Schmitt, Geschäftsführerin des „Flussparadies Franken“, besonders stolz darauf zeigte, dass die drei bayerischen Badestellen die einzigen sind, die heuer in Deutschland die Blaue Flagge erhalten haben.

Der Vorsitzende des MBCO, Bernd Schaufuß, freute sich sehr, dass sein Verein die Kriterien wieder erfüllt hatte und die Blaue Flagge 2017 hissen konnte. „Als unser Vorsitzender Heinz Fick vor 20 Jahren mitteilte, dass wir das Umweltsymbol anstreben, haben wir ihn teils ein wenig belächelt. Dass es uns trotzdem gelungen ist, das Ziel 20 Jahre lang zu erreichen, macht uns sehr stolz“, sagte er. „Wir haben sozusagen in der Kreisliga begonnen und nähern uns langsam der Euro League.“

Die Blaue Flagge wird in Deutschland seit 1987 alljährlich neu von der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung (DGU) verliehen und so berichtete deren Vertreter Robert Lorenz, dass heuer 101 Sportboothäfen und 41 Badestellen an Küsten und Binnengewässern das Umweltsymbol erhalten haben. Weltweit wiederum wehen heuer 4367 Blaue Flaggen in 50 Ländern.

Der Thereser Bürgermeister Matthias Schneider dankte allen, die sich für die Einhaltung der Umweltstandards der Blauen Flagge eingesetzt hatten: „Die Blaue Flagge ist eine herausragende Auszeichnung und ein Aushängeschild für die Vereine und Kommunen“, betonte er.

Heinrich Schoppmann, Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Schweinfurt, erläuterte zunächst Veränderungen in seiner Behörde – in absehbarer Zeit steht die Fusion der Ämter in Schweinfurt und Aschaffenburg zum Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Main an.

Um den Main als „schönes Revier“ für alle, auch für den Umwelt- und Wassertourismus, zu erhalten, investiere das Amt in Schweinfurt jährlich rund 20 Millionen Euro, unter anderem in die Sanierung der Schleusen. Geplant sei auch eine ökologische Durchgängigkeit durch den Bau von Umgehungsgerinnen für die Fische an den Staustufen. Dem MBCO gratulierte er besonders zu seinem vorbildlichen Verhalten, das ihm immer wieder von seinen Mitarbeitern bestätigt werde.

„31 Jahre Blaue Flagge sind gelebter, aktiver Umweltschutz“, erklärte Dietmar Reeh, Vizepräsident des Deutschen Seglerverbandes (DSV) mit dem Geschäftsbereich Umwelt und Recht. Die einzuhaltenden Kriterien seien vielfältig, systematisch geordnet und objektiv bewertbar. Der DSV unterstütze die Kampagne seit 1987 und werde dies auch weiterhin tun. Im Fokus stehe auch das Miteinander aller, die den Main nutzten, von den Seglern über die Motorbootsportler bis hin zu den Kanuten, Ruderern und Wanderer.

Auch Klaus Michael Weber, Präsident des Bayerischen Motoryachtverbands, schloss sich den Glückwünschen an. Die Mitglieder des Verbandes hätten in Bayern im Ehrenamt 60 Vereinshäfen geschaffen und der Verband unterstütze die Bestrebungen, die Blaue Flagge zu erhalten. Es gebe zwar immer noch unsachgemäße Argumente gegen den Wassersport, doch trage der Verband zur Objektivierung der Diskussion bei.

Nach der Feier erhielten die ausgezeichneten Clubs und Gemeinden die Blaue Flagge 2017, der 1. MBCO hisste das Wahrzeichen an seinem Fahnenmast.

Beim 1. Motorbootclub Obertheres fand heuer die Verleihung der Blauen Flagge für ganz Bayern statt. Unser Bild zeigt (von links) den Vorsitzenden des Yachtclubs Forchheim, Wilhelm Theiler, Jörg Hofmockel vom Motor- und Segelbootclub Coburg, Heinrich Schoppmann (Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Schweinfurt), den Vorsitzenden des 1. Motorbootclubs Obertheres, Bernd Schaufuß, Robert Lorenz von der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung, den Bürgermeister der Gemeinde Theres, Matthias Schneider, und den Bürgermeister der Gemeinde Michelau i. Ofr., Helmut Fischer.
Foto: Ulrike Langer | Beim 1. Motorbootclub Obertheres fand heuer die Verleihung der Blauen Flagge für ganz Bayern statt. Unser Bild zeigt (von links) den Vorsitzenden des Yachtclubs Forchheim, Wilhelm Theiler, Jörg Hofmockel vom Motor- ...
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