Trossenfurt mit Hummelmarter

Welche Kraftquellen ihre Wurzeln in der Bibel haben

Pastoralreferentin Andrea Friedrich (rechts) referierte im Bürgertreff „Sternstübla“ in Trossenfurt zum Thema „Kraftquellen aus der Bibel“. Anita Amend dankte ihr herzlich und wies auf das neue BhB-Programm hin, das am 30. September beginnt.
Foto: Sabine Weinbeer | Pastoralreferentin Andrea Friedrich (rechts) referierte im Bürgertreff „Sternstübla“ in Trossenfurt zum Thema „Kraftquellen aus der Bibel“.

Viele Menschen sagen, dass sie aus ihrem Glauben Kraft schöpfen. Welche Kraftquellen zeigt die Bibel eigentlich auf? Dieser Frage ging Pastoralreferentin Andrea Friedrich bei einem Vortrag im Bürgertreff „Sternstübla“ nach. Andrea Friedrich wirkt in den Pfarreien Dankenfeld-Kirchaich und Priesendorf und nahm die Einladung gerne an.

Sie ging auf verschiedene Geschichten der Bibel ein, wo Menschen Kraft tankten oder Zuflucht suchten, und machte den Anfang mit Elia, der in die Wüste floh, weil er mit dem Königspaar aneinander geraten war. Sie folgten dem Baal-Kult, während er den Jahwe-Glauben verbreiten wollte. In der menschenleeren Wüste war ihm seine ganze Identität genommen, denn was ist ein Prophet ohne Menschen, mit denen er reden kann. Elia wünschte sich den Tod, doch dann kam ein Engel und forderte ihn auf, zu essen, „denn Dein Weg ist noch weit“. Am Berg Horeb hatte Elia dann seine Gotteserfahrung.

Durststrecke ist Herausforderung

Diese Geschichte zeige auf, dass eine Durststrecke auch zur Kraftquelle werden kann. Brot und Wasser bezeichnete Andrea Friedrich als Symbol dafür, dass es „manchmal die einfachen Dinge sind, die Kraft geben“. Das gelte auch für das Handeln. „Manchmal sind es die kleinen Gesten, die besondere Wirkung haben“. Die Wüste vermittle Stille und Schweigen, die es vielleicht auch ermöglichte, die Stimme Gottes zu hören. Und der schickt Elia dann Elisha als Beistand. „Das Team als Kraftquelle“, so die Analyse der Referentin.

Viel Symbolik zeigte sie auch in der berühmten Szene „Jesus am Jakobsbrunnen“ aus dem Johannes-Evangelium auf. Die Tatsache, dass die Frau zu einer ganz ungewohnten Zeit am Brunnen ist, zeige auf, dass sie offenbar gesellschaftlich eher ausgeschlossen war. Dass nun Jesus mit ihr sprach, sie sogar brauchte, weil er selbst kein Schöpfgefäß hatte, um Wasser aus dem Brunnen zu holen, das bedeute für sie Wertschätzung, das Gefühl, gebraucht zu werden. Dabei sei die Balance wichtig, so Andrea Friedrich. Der Mensch dürfe sich nicht ausnutzen lassen, sich aber auch nicht überflüssig fühlen.

Das Wasser schöpfen zeige auch: „Wenn ich Kraft weitergebe, muss ich auch schauen, wo bekomme ich sie her. Es ist nicht egoistisch, auch die eigenen Kraftquellen im Gleichgewicht zu halten“, betonte sie.

Anita Amend bedankte sich für den eindrucksvollen Vortrag vor sehr interessiertem Publikum. Gleichzeitig wies sie auf das neue Herbst-Winterprogramm von „Bürger helfen Bürgern“ hin, das am Montag, 30. September, beginnt. Um 19 Uhr referiert Petra Bräunig dann über Homöopathische Hilfe bei Schulproblemen, Konzentrationsstörungen, Prüfungs- und Schulangst.

Am 11. Oktober gestaltet dann die Trachtenkapelle Trossenfurt-Tretzendorf einen Heimatabend im „Sternstübla“, das am 15. November beim Filmabend zum Kino wird und am 29. November findet der „Adventszauber“ statt. Die Busfahrt nach Bamberg ist für den 9. Dezember geplant.

Der Flyer mit dem neuen Programm wird mit den nächsten Gemeindenachrichten verteilt. (swe)

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