Sand am Main

Wie die Sander Kirchweih in diesem Jahr aussehen könnte

Gibt es im September einen Vergnügungspark bei der Sander Kirchweih? Wenn ja, dann wird er sicherlich coronabedingt anders aussehen als auf diesem Foto aus dem vergangenen Jahr.
Gibt es im September einen Vergnügungspark bei der Sander Kirchweih? Wenn ja, dann wird er sicherlich coronabedingt anders aussehen als auf diesem Foto aus dem vergangenen Jahr. Foto: Christian Licha

Wie wird die Sander Kirchweih dieses Jahr aussehen? Das Schaustellerunternehmen Übel & Sachs wäre bereit, auch heuer einen Festplatz zu beschicken, wenn auch coronabedingt in einem kleineren Ausmaß. Dies berichtete Bürgermeister Bernhard Ruß am Donnerstag in der Gemeinderatssitzung.

Wie bereits in den Medien berichtet wurde, haben vier bayerische Schausteller und Eventunternehmen, darunter auch Übel & Sachs, zusammen einen Eilantrag an den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof gestellt, mit dem Ziel, das von der Staatsregierung verfügte Verbot von Veranstaltungen, wie zum Beispiel auch Kirchweihen, zu kippen. Im Ergebnis bestätigte das Gericht die Zweifel der Antragsteller hinsichtlich der Erforderlichkeit des repressiven Verbots.

Gleichzeitig wagten es die Richter aber nicht, das Verbot gänzlich aufzuheben. Nach Auffassung des Gerichts bestünde nämlich die Möglichkeit, dass die örtlichen Genehmigungsbehörden durch verfassungskonforme Auslegung Volksfeste und Kirchweihen wieder zulassen. Nach Aussage von Ruß sei das zum Beispiel im Landkreis Bamberg der Fall, in dem kleinere Kirchweihen eine Genehmigung erhalten. Wie vom Landratsamt zu erfahren war, werde dieses voraussichtlich Anfang August eine Regelung für den Landkreis Haßberge veröffentlichen, so Ruß.

Kirchplatz ist nicht als Veranstaltungsort geeignet

Ursprünglich hatte das Schaustellerunternehmen Übel & Sachs der Gemeinde den Vorschlag unterbreitet, an einem zentralen Platz in der Ortsmitte, zum Beispiel am Kirchplatz, Kinderkarussell, Bungee-Trampolin, Süßwarenverkauf und Spielgeschäft mit einem entsprechenden Hygienekonzept aufzustellen. Diesem Ansinnen musste die Gemeinde eine Absage erteilen, da der Kirchplatz nicht als Veranstaltungsort geeignet sei. Vielmehr könnte man Ruß zufolge vorstellen, auf dem bisherigen Festplatz die Kirchweih abzuhalten. Dies erfordere aber eine Umzäunung des gesamten Geländes, genauso wie Kontrolle und Erfassung der Besuche, Maskenpflicht in den Geschäften und einige andere Maßnahmen.

Die Wassergebühren werden erstmals wieder seit acht Jahren steigen. Der Gemeinderat sah keine andere Möglichkeit, als die hohen Kosten, die jährlich ein Defizit bei der Wasserversorgung entstehen lassen, an die Bürger weiterzugeben. Diese begründen sich in erster Linie auf Wasserverluste im Wassernetz, die bei rund 25 Prozent liegen. Trotz verschiedener Bemühungen, Suchaktion einer Fremdfirma und Anschaffung von sogenannten Datenloggern, sind die Wasserverluste immer noch zu hoch. Es konnten aber bereits mehrere Rohrbrüche lokalisiert und auch behoben werden. Die  Mitarbeiter des Bauhofs sind weiter bemüht, die Bruchstellen zu finden.

Verbrauchspreis wird ab 1. Oktober erhöht

Die Defizite betrugen 2018 circa 25 000 Euro, im Jahr 2019 ergab sich eine weitere Steigerung um 43 000 Euro, auf insgesamt 68 000 Euro. Die Gründe hierfür liegen hauptsächlich in dem höheren Wasserbezug vom Wasserzweckverband – bedingt durch die Wasserverluste – und die Kosten für Personal und Material für die Behebung der lokalisierten Rohrbrüche. In den Jahren zuvor (2013 bis 2017) hatten sich bisher immer Gebührenüberschüsse ergeben.

Zur Zeit beträgt der Wasserpreis 1,15 Euro/Kubikmeter bei einer monatlichen Grundgebühr von 3,50 Euro. Nach einiger Diskussion einigten sich die Gemeinderäte darauf, die Grundgebühr beizubehalten und alleine den Verbrauchspreis ab 1. Oktober auf 1,76 Euro/Kubikmeter zu erhöhen. Damit liegt die Gemeinde Sand immer noch unter den Wasserpreisen der meisten angrenzenden Gemeinden.

Die neue Geschäftsordnung für die Wahlperiode 2020 bis 2026 wurde vom Gemeinderat beschlossen. Erwähnenswert ist dabei die Änderung, dass ein beschließender Bauausschuss eingeführt werden soll, um die Tagesordungspunkte der Gemeinderatssitzungen zu entlasten. Der Bauausschuss wird aus fünf Gemeinderäten und dem Vorsitzenden bestehen.

Wie soll der Verkehr zukünftig überwacht werden?

Die Lebensregion plus bekommt einen Ausschuss, damit die gewählten Mandatsträger mit Ideen und Vorschlägen zur Fortentwicklung der Lebensregion beitragen können. Der Ausschuss soll vorberatend tätig sein. Als Vertreter der Gemeinde Sand wurden bestimmt: Marc Werner (FSB), Gernhard Zösch (CSU) und Paul Hümmer (SPD).

Zwei Anträgen der Freien Sander Bürger (FSB) stimmte der Gemeinderat zu. Zum einen soll überprüft werden, in welcher Form die Verkehrsüberwachung zukünftig fortgeführt werden soll. In den vergangenen Jahren sei ein Defizit von über 7000 Euro aufgelaufen, erklärte Fraktionsvorsitzender Jörg Kümmel, der aber auch gleichzeitig hervorhob, die Verkehrsüberwachung nicht komplett abschaffen zu wollen. In einem weiteren Antrag stellen die FSB fest, dass in den vergangenen Jahren mit den Einnahmen der Vermietung des Kunstrasenplatzes nicht einmal der Unterhalt und der Verwaltungskostenanteil gedeckt sei. Aus diesem Grund soll die aktuelle Auslastung gesichtet und daraus ein Konzept zur Vermarktung der freien Nutzungsstunden erstellt werden.

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