Untermerzbach

Ziel: Nochmal 1000 Bäume im Kreis Haßberge pflanzen

Engagierte Schüler der Grundschule Untermerzbach pflanzten am Ortsrand eine Baumreihe von Klimabäumen im Herbst 2020.
Foto: Guntram Ulsamer /LRA Haßberge | Engagierte Schüler der Grundschule Untermerzbach pflanzten am Ortsrand eine Baumreihe von Klimabäumen im Herbst 2020.

Die Gemeinden im Landkreis Haßberge sind aufgerufen, sich an der zweiten Runde des „1000-Bäume-Projektes“ zu beteiligen. Die ersten 1000 Sträucher und Bäume wurden im vergangenen Jahr mit Unterstützung der örtlichen Gemeinden und vielen Schülern und Jugendlichen gepflanzt.

„Das Projekt geht in die zweite Runde. Ziel ist es in diesem Jahr nochmals 1000 Bäume und Sträucher in den Kommunen des Landkreises zu pflanzen“, so Kreisfachberater Guntram Ulsamer in einer Pressemitteilung aus dem Landratsamt. „Die Pflanzaktionen im vergangenen Jahr haben mich stark beeindruckt. Die Mitarbeiter der kommunalen Bauhöfe hatten die Flächen vorbereitet und unterstützten mit Werkzeug und Know-how die Aktionen. Die Schüler und Jugendlichen pflanzten mit großem Engagement die zahlreichen Gehölze, selbst bei widrigsten Wetterbedingungen, im Spätherbst und Winter.“

Relativ milde Winter, kurze Frühjahre und heiße Sommer prägen derzeit unseren Jahres-zeitenverlauf. Hierzu kommen extreme Hitzeperioden mit intensiver Sonneneinstrahlung und nur geringer Niederschlagsmengen. „Menschen würden Sonnenbrand bekommen und verdursten, nicht anders geht es Bäumen und Gehölzen in kleinen Baumscheiben an Straßen", so Kreisfachberater Johannes Bayer vom Landratsamt.

Extreme Wetterverhältnisse

Die Pflanzen unserer Breiten leiden generell, da sie auf diese extremen Wetterverhältnisse nicht eingestellt sind. Vor allem die Bäume, die auf regelmäßige Niederschläge angewiesen sind und große Wurzelsysteme ausbilden. Betroffen sind vorrangig Flachwurzler wie Birke und Fichte, die sich nicht mehr aus den Grundwasserregionen bedienen können. Sinkt der Grundwasserstand weiter, trifft es auch robustere Baumarten mit weitverzweigten Wurzelsystemen wie Buche und Linde.

Kindergartenkinder des Kindergarten St. Josef in Kirchaich nahmen begeistert an der Pflanzaktion teil.
Foto: Julian Bayer/Kindergarten St. Josef Kirchaich | Kindergartenkinder des Kindergarten St. Josef in Kirchaich nahmen begeistert an der Pflanzaktion teil.

Eine Strategie ist notwendig, um trockenheitsempfindliche Baumarten bei Verlust durch sogenannte „Klimabäume“ zu ersetzen oder bei Neupflanzungen gleich robuste Gehölze zu verwenden. Sie stammen größtenteils aus dem Mittelmeerraum sowie Nordamerika und sind auf Hitze und Trockenperioden eingestellt. Oft besitzen sie spezielle Mechanismen, um Sonnenlicht zu reflektieren oder Wasser zu speichern.

Sensibilisierung der Bürger

Mit dem Pflanzprojekt als Teil des Leader-Projektes „Aktiv im Umwelt und Klimaschutz“ versucht der Landkreis Haßberge seine Bürger und vor allem Kinder- und Jugendliche für die klimatischen Veränderungen zu sensibilisieren und Strategien zu entwickeln, diesen Veränderungen aktiv zu begegnen. So sollen Baumarten wie Esskastanie, Maulbeere oder Feldahorn gepflanzt werden, die mit Wildrosen, Schlehe oder Weißdorn erglänzt werden.

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