GEISELWIND

30 Jahre Drei-Franken-Stein: Mehr Treffpunkt als Grenzstein

„Hier zeigen wir Franken Flagge“, sagte am Sonntag Georg Zipfel, Vorsitzender des Steigerwaldklub-Hauptvereins und Bürgermeister aus Schlüsselfeld am neuen Drei-Franken-Stein. Der war vor 30 Jahren im Dreieck der Dörfer Sixtenberg-Münchhof-Heuchelheim an der Stelle des neuen Berührungspunktes zwischen Unter-, Mittel- und Oberfranken gesetzt worden. In der Feier erinnerte Zipfel an die Geburtsstunde des neuen Drei-Franken-Steins.
Pfarrer Wolfgang Heckel aus Kirchrimbach (am Altar links) und Pfarrer Erhard Schupp (rechts) aus Schlüsselfeld zelebrierten einen ökumenischen Gottesdienst, der musikalisch vom Posaunenchor Oberrimbach umrahmt wurde.
Foto: FOTO Monika Cabolet | Pfarrer Wolfgang Heckel aus Kirchrimbach (am Altar links) und Pfarrer Erhard Schupp (rechts) aus Schlüsselfeld zelebrierten einen ökumenischen Gottesdienst, der musikalisch vom Posaunenchor Oberrimbach umrahmt wurde.

Nach der Gebietsreform in Bayern lag der Berührungspunkt der drei fränkischen Bezirke nicht mehr bei Ebersbrunn (wo der alte Stein noch steht), sondern auf dem Höhenrücken beim Geiselwinder Ortsteil Sixtenberg. Bald nach der Gebietsreform hatten sich führende Persönlichkeiten dafür eingesetzt, den neuen Mittelpunkt Frankens würdig zu gestalten, sagte Zipfel vor 300 Gästen, darunter Politiker aus den drei Bezirken. Federführend waren der Steigerwaldverein und die Initiatoren Edgar Sitzmann (späterer Bezirkstagspräsident Oberfranken), Hans Enger (stellvertretende Bürgermeister Schlüsselfeld), Pfarrer Konrad Seeberger aus Schlüsselfeld und mehrere Führungspersönlichkeiten des Steigerwaldklubs, wie der damalige Hauptvorsitzende Erich Weiniger, Victor Fieger, Hans Kronester und Hermann Büttner.

Nach rund einjähriger Vorbereitungszeit enthüllten am 1. Mai 1979 die Bezirkstagspräsidenten Anton Hergenröder (Oberfranken) und Georg Holzbauer (Mittelfranken) sowie die unterfränkische Bezirksrätin Ruth Bauer im Beisein des Staatssekretär Karl Hillermeier den neuen Stein.

Dass der Stein im Laufe der Zeit zu einer Art Kraftquell der Franken, einem Ort der Identifikation geworden sei, stellte Günter Denzler, Bamberger Landrat und oberfränkischer Bezirkstagspräsident fest. Denzler, der schon am Festakt vor 30 Jahren teilgenommen hatte, sagte noch: „Alles was Rang und Namen hat in Franken, war schon hier.“

Das zeichnet die Franken aus

Nach dem ökumenischen Festgottesdienst mit Pfarrer Wolfgang Heckel aus Kirchrimbach und Pfarrer Erhard Schupp aus Schlüsselfeld machte Staatssekretärin Melanie Huml aus Bamberg in ihrer Festrede fränkische Besonderheiten deutlich. Eine der fränkischen Besonderheiten sei es, sich zu gemeinsamen Gottesdiensten in den Fluren zu treffen. „Das zeichnet die Franken aus“, lobte Huml ihre Landsleute. Das Gefühl und die Verantwortung für die Heimat seien wichtig, aber wichtig sei auch, über Grenzen hinweg zu denken, erklärte sie den Festteilnehmern. Trotz aller Verschiedenheit sei in Franken das Gefühl der Zusammengehörigkeit ausgeprägt. Am Beispiel der kommunalen Zusammenarbeit in der Region Drei-Franken-Eck sei dies erkennbar.

„Der Drei-Franken-Stein ist ein Symbol dafür, dass Franken zusammengewachsen ist. Darauf darf man stolz sein“, sagte die Staatssekretärin. Sie lobte auch den Steigerwaldklub mit seinen Zweigvereinen und Korporativvereinen, weil er die Verantwortung für den Drei-Franken-Stein übernommen hat.

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