MAINSTOCKHEIM

440 Jahre Treue zur Feuerwehr

Kameradschaft zählt: Für ihre Treue zur Feuerwehr Mainstockheim wurden am Samstag eine Frau und elf Männer ausgezeichnet. Zusammengerechnet bringen sie es auf 440 Jahre Mitgliedschaft im Feuerwehrverein. Das Feuerwehrehrenzeichen des Freistaates Bayern in Gold, für 40 Jahre aktiven Dienst, erhielt Ernst Dorsch (Dritter von links). Foto: Ralf Weiskopf

Es war das Jahr 1953, als Willi Bär, Willi Burlein und Fritz Rauchbar als junge Männer beschlossen, der Feuerwehr in Mainstockheim beizutreten. Es war das Jahr, als Bundeskanzler Konrad Adenauer seine erste Reise in die USA antrat, die CDU zum zweiten Mal die Bundestagswahl gewann und das Technische Hilfswerk (THW) als Katastrophenschutzeinheit des Bundes gegründet wurde. 60 Jahre ist das her und die drei Männer halten der Wehr noch immer die Treue.

Am Samstag wurden sie von Peter Schmidt, dem Vorsitzenden des Feuerwehrvereins, dafür ausgezeichnet. Ebenfalls geehrt wurde Walter Strenzel, der der Wehr seit 50 Jahren die Treue hält. Für 40 Jahre Mitgliedschaft im Verein wurden Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs und Ernst Dorsch geehrt. Dorsch erhielt außerdem aus den Händen von Kreisbrandmeister Markus Ungerer das Ehrenzeichen des Freistaates Bayern in Gold für 40 Jahre aktiven Dienst. Für 30 Jahre geehrt wurden Kurt Nees und Jochen Remler, für 20 Jahre Kommandant Matthias Fuchs, Mathias Dorsch und Günter Meyer. Die Auszeichnung für zehn Jahre ging an Mirja Müller.

Ungerer sagte, als Dorsch der Wehr beitrat, sei er gerade eingeschult worden. Leider könne er zum Ehrenzeichen keine Urkunde überreichen. Der Grund, als die Ehrung beantragt worden war, war dafür das bayerische Innenministerium zuständig. Das wurde nach der Wahl im September in Staatsministerium für Inneres, Bau und Verkehr umbenannt. Weil es dafür noch kein offizielles Dienstsiegel gibt, gebe es auch keine Urkunde, informierte der Kreisbrandmeister. Eine Nachricht, die für gleichermaßen für Erheiterung und Kopfschütteln bei den Kameraden sorgte.

Lustige Truppe

Dorsch erinnerte an die Anfangszeit, als er mit Fuchs zur Wehr kam. „Es war eine schöne Zeit. Wir waren eine tolle und lustige Truppe, die aber, wenn es darauf ankam, anpacken konnte.“ Dorsch dankte allen für die vielen Jahre der guten Kameradschaft und bedauerte, dass drei Kameraden, die mit ihm damals der Wehr beitraten, inzwischen verstorben sind.

Bürgermeister Fuchs überreichte Dorsch den Zinnteller der Gemeinde und steuerte ebenfalls etwas aus seinen Erinnerungen bei. In erdbraunen „Kampfanzügen“ habe man damals in Reih und Glied noch vor dem Rathaus antreten müssen und der Kommandant hat das Spalier abgenommen. Fuchs dankte allen, die ausgezeichnet wurden und stellte zufrieden fest, dass die Mainstockheimer Feuerwehr noch nie so aktiv wie heute gewesen sei.

Zum Abschluss verlieh der Bürgermeister an Klaus Körner und Matthias Fuchs das „Einsatzabzeichen Fluthelfer 2013“ von der Staatsregierung und vom bayerischen Landtag. Dieses Abzeichen, so Fuchs süffisant, sei vermutlich mit der Postkutsche verschickt worden, denn die Urkunden tragen das Datum 13. Juli 2013.

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