BUCHBRUNN

Abschied von Alt-Bürgermeister Hans Friederich

Abschied vom Alt-Bürgermeister: Auf dem Dorffriedhof in Buchbrunn nahm eine kaum überschaubare Trauergemeinde Abschied von Hans Friederich. Foto: Gerhard Bauer

Eine schier unüberschaubare Trauergemeinde begleitete am Samstag den in der Vorwoche im Alter von 65 Jahren verstorbenen Alt-Bürgermeister Hans Friederich auf seinem letzten Weg auf dem Dorffriedhof in Buchbrunn.

Angehörige, Berufskollegen, amtierende und ehemalige Bürgermeister aus dem gesamten Landkreis, Freunde und Wegbegleiter standen in stiller Trauer auf dem Friedhof. Begleitet von Pfarrerin Doris Bromberger fuhren vier uniformierte Feuerwehrleute den blumengeschmückten Sarg zur letzten Ruhestätte nahe der Kanzel.

In seiner Trauerrede erinnerte Bürgermeister Hermann Queck an Friederichs letzte Sitzung als Bürgermeister und seinen stillen Abschied. Er habe im Dorf viele Beispiele seiner Tätigkeit hinterlassen: den Umbau des Rathauses, die Umgestaltung des Dorfplatzes am Brunnen, den Anbau der Schule.

Friederich habe oft mit viel Widerstand zu kämpfen gehabt, dabei sei ihm der Dorfladen bis zuletzt besonders am Herzen gelegen. Mit Beharrlichkeit habe er nicht nur geackert, sondern auch gesät.

Für seinen Einsatz habe ihn die Gemeinde mit der Bürgermedaille in Silber geehrt und zum Altbürgermeister ernannt. Regierungspräsident Paul Beinhofer hat ihn für seine Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Bronze ausgezeichnet.

Selbst als ausgeschiedener Kollege sei Friederich nicht nur im Kreis der VG-Bürgermeister wegen seiner Persönlichkeit, seiner Erfahrung und seines Wissens geschätzt gewesen.

Jagdgenossen, Feuerwehr, Posaunenchor und Gesangverein verlören zudem einen Bürger, der jederzeit für seinen Ort da war. Für Landrätin Tamara Bischof wurde ihr einstiger Mitarbeiter viel zu früh aus dem Leben abberufen. Seit er seine Ausbildung zum Verwaltungsfachwirt im Landratsamt 1968 begann, sei er zum Urgestein des Landratsamtes geworden bis er nach 45 Berufsjahren in den Ruhestand ging. 15 Jahre lang war er Naturschutzwächter. Seine besonnene, immer freundliche Art werde allen in Erinnerung bleiben.

Dem Männergesangverein Eintracht 1962 gehörte Hans Friederich mehr als 40 Jahre an und ist mit der goldenen Ehrennadel geehrtworden. Zeitweilig übernahm er den stellvertretenden Vorsitz und stiftete die Westen für Auftritte. Vorsitzender Bernhard Schmied merkte namens der örtlichen Vereine an, er habe Hans Friederich als friedfertigen und ausgeglichenen Menschen kennengelernt. In der Pfarrkirche St. Maria-Magdalena kam die Trauergemeinde zum Trauergottesdienst zusammen.

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