Volkach

Adventskalender (14): Hospizgruppe gibt Trost in schweren Stunden

Die Regionalgruppe Volkach/Gerolzhofen des Hospizvereins Würzburg macht einen Job, der für viele unverstellbar ist. Sie begleitet Menschen auf ihrem letzten Weg.

Martha Martin (69, Volkach), Ute Schmitt (82, Volkach) und Anita Reuther (71, Brünnau) engagieren sich seit über 20 Jahren in einem Ehrenamt, das für einige Menschen unvorstellbar erscheint. Die drei Frauen kümmern sich bei ihrer Arbeit in der Regionalgruppe Volkach/Gerolzhofen des Hospizvereins Würzburg um schwerstkranke und sterbende Menschen und begleiten sie und ihre Familien in dieser schweren Zeit.

 

Sobald sie telefonisch von Privatpersonen, aber auch von Krankenhäusern und Altenheimen, informiert und um Hilfe gebeten werden, suchen sie unter den 17 bereitstehenden Ehrenamtlerinnen eine passende Begleiterin aus. Diese bricht dann schnellstmöglich zu der zu betreuenden Person auf. Martin arbeitete vor ihrer Pensionierung als Krankenschwester und war daher oft mit Todesfällen konfrontiert. Daher merkte sie, dass man im Umgang mit den Sterbenden etwas ändern sollte und sie beschloss, den Hospizverein in Volkach zu gründen.

Obwohl die Begleitung der Patienten, die in ihrer Dauer zwischen einigen Stunden und mehreren Jahren variiert, manchmal belastend sein kann, finden die Drei viele Gründe, warum ihnen die Arbeit trotzdem Freude bereitet. So seien viele Menschen in solchen Situationen sehr offen. So könne man teils enge Bindungen zu den Besuchten aufbauen.

Martin, Schmitt und Reuther merken an, dass sich leider gerade in der Weihnachtszeit vermehrt Leute schämen würden, die Hilfe der Hospizgruppe in Anspruch zu nehmen. Allerdings hätten die Angehörigen während den Feiertagen oftmals mehr Zeit, was die Zusammenarbeit zwischen dem Hospizdienst und den Familien vereinfachen würde.

Die Frauen hoffen, dass man in Zukunft gerade junge Menschen für die ehrenamtliche Arbeit im Hospizdienst begeistern könne, da dieser sehr wichtig und erfüllend sei. "Man geht meistens als Beschenkte", fasst Reuther ihre Tätigkeit zusammen.

Türchen auf: In unserem Adventskalender stellen wir Menschen (und Tiere) vor, die an den Weihnachtstagen arbeiten oder Bereitschaftsdienst haben.

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