KITZINGEN

Angelehnt an die alten Meister

Feine Kunst: Klaus Christof und Michael Maschka stoßen auf eine gelungene Vernissage in der Kitzinger Rathaushalle an.
Feine Kunst: Klaus Christof und Michael Maschka stoßen auf eine gelungene Vernissage in der Kitzinger Rathaushalle an. Foto: Robert Haass

„Michael Maschka ist ein Meister seines Faches.“ Großes Lob, das Klaus Christof da bei der Eröffnung der diesjährigen Sommerausstellung des Kulturvereins PAM am Freitagabend in der Kitzinger Rathaushalle über den Nördlinger Maler Michael Maschka, dessen Bilder in der Ausstellung zu sehen sind, ausschüttet. Schon ein erster flüchtiger Blick auf die Malerei zeigt: Christof übertreibt hier keinesfalls.

Michael Maschka ist kein Unbekannter in Kitzingen. Schon bei der legendären PAM Ausstellung Blickwinkel 2007, in der über 30 Künstler aus Deutschland einen Blick auf die Stadt Kitzingen warfen, war Maschka dabei, mit dem, so Christof, außergewöhnlichen Gemälde „Narrenbild“, das für den Kulturverein schließlich der Auslöser war, Maschka wieder in die Große Kreisstadt, diesmal aber mit einer eigenen Ausstellung, zu laden.

Nymphen, Bacchantinnen, Grazien sind auf den fein ausgearbeiteten allesamt realistischen Werken zu finden. Feine Malerei, ausgearbeitet bis ins kleinste Detail, angelehnt an die alten Meister. Schon alleine diese Malkunst lohnt einen Besuch der Ausstellung. Aber Maschka geht als phantastischer Realist natürlich weiter, bedient den vordergründigen Brückenschlag zu den bekannten Bildwerken dieser alten Meister nicht, auch wenn er gekonnt mit der überlieferten mythologischen Symbolik spielt. „Maschka ist ein Meister der konstruierten Kombination aus Erwartung und Überraschung, aus Bekanntgeglaubtem und Unvermutetem“ so Christof. Dabei setzt der Maler voraus, dass die Symbolik auch beim Betrachter präsent und abrufbar ist - was im 21. Jahrhundert durchaus in Frage zu stellen ist.

Einer begleitenden Deutung und Erklärung dieser Bilderwelt verweigert sich Maschka zwar konsequent, Christof verweist aber auf den Ausstellungskatalog, der neben einem repräsentativen Querschnitt der Arbeiten Maschkas auch einen tieferen Einblick in die Thematik von Ästhetik, Erkenntnis von Wirklichkeit und die Bedeutung der phantastischen Kunst bietet.

Wem das allerdings zu viel ist, der kann in der Ausstellung dem Wunsch Maschkas nachkommen und die Bilder einfach für sich wirken lassen - was angesichts der Qualität der Arbeiten auch schon ein Vergnügen ist.

Die Bilder von Michael Maschka sind in der Rathaushalle Kitzingen noch bis zum 1. September täglich von 10 bis 18 Uhr zu sehen.

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