MARKTBREIT

Artbreit: Kunstgenuss pur

Kunst, Musik und herrliches Wetter: riesiger Besucherandrang herrschte am Sonntag bei Artbreit. Foto: Waltraud Ludwig

„Es war wunderbar. In der Stadt war eine tolle Stimmung. Die Leute hatten Spaß und haben die Kunstwerke genossen.“ Claus Peter Berneth, Vorsitzender der Altstadtfreunde im Marktbreiter Heimatverein, ist vollauf zufrieden. Auch in diesem Jahr lockte das Kunstfest Artbreit Tausende von Besuchern nach Marktbreit. Bei strahlend schönem Frühlingswetter flanierten die Gäste durch die Altstadt, die sich am Wochenende wieder in eine große Kunstgalerie verwandelt hatte.

Nicht nur im Landkreis ist das besondere Kunstfest weithin bekannt. Das Publikum kommt inzwischen aus ganz Deutschland. „Während Artbreit sind alle Hotelbetten in und um Marktbreit belegt“, sagt Claus Peter Berneth. Dass das Städtchen am Main alle zwei Jahre zum Mekka für Kunstliebhaber wird, hat sich herumgesprochen. Da spielte es auch keine Rolle, dass am vergangenen Wochenende noch einige andere Großveranstaltungen im Landkreis stattfanden. „Wer zu Artbreit kommen will, der kommt auch“, erklärt Berneth – und so waren die Marktbreiter Straßen und Gassen auch heuer wieder voller Besucher.

Fotoserie

artbreit

zur Fotoansicht
„Die Besucher spüren, mit wieviel Herzblut es von uns allen gemacht wird.“
Martin Müller, Artbreit-Planungsteam

Mehr als 50 renommierte bildende Künstler aus ganz Deutschland und Italien zeigten in diesem Jahr ihre Werke. Nicht nur beim Publikum, sondern auch bei den Kunstschaffenden genießt die Veranstaltung einen hervorragenden Ruf. „Im Bereich Bildhauerei waren einige Kunstwerke meiner Kollegen sensationell“, meinte beispielsweise die Schweinfurter Bildhauerin und Malerin Dorothea Emma Göbel, die im Lagerhaus großformatige Gemälde und Skulpturen zum Thema „Stier“ präsentierte. Mit seinem schönen historischen Stadtbild sei Marktbreit genau der richtige Ort für das Kunstfest: „Das passt einfach toll hierher“, findet die Künstlerin.

Auf insgesamt sieben Bühnen sorgten verschiedene Musikgruppen für Stimmung. Das bunte Musikprogramm reichte von Klassik über Jazz und Rock bis hin zu jiddischer Klezmer-Musik. Unter anderem trat „Shagalag“, die erste Band von Donny Vox, auf. Auch aus dem Ausland waren Musiker angereist, wie etwa das „Ambassade Streichquartett“, ein Ensemble der Wiener Symphoniker.

Darüber hinaus hatten die Besucher Gelegenheit, ihre eigenen künstlerischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen: In einer kreativen „Besucherwerkstatt“ der Höchberger Leopold-Sonnemann-Realschule konnten sie unter anderem kleine Kunstwerke aus Gläsern und Rebstöcken kreieren und diese mit nehmen. Und schließlich war auch die Marktbreiter Gastronomie beteiligt, bot an den Bühnenstandorten kulinarische Köstlichkeiten.

Nicht nur Claus Peter Berneth bekam am Wochenende viele positive Stimmen zu hören. Auch die Mitarbeiter am Info-Stand erhielten so manches Lob.

Ein Gast fand das Konzept so toll, dass er sogar spontan 100 Euro spendete und das Organisationsteam aufforderte: „Macht weiter so!“ Martin Müller freut sich darüber genauso wie die anderen ehrenamtlichen Mitarbeiter, die mehr als ein Jahr lang das große Event geplant und vorbereitet haben. „Das ist ein Zeichen, dass das Konzept ankommt. Die Besucher spüren, mit wie viel Herzblut es von uns allen gemacht wird“, sagt der Apotheker, der ehrenamtlich im Artbreit-Planungsteam mitarbeitet. „Wenn es auf diese Weise honoriert wird, ist das einfach toll und es gibt uns die Bestätigung, so weiter zu machen.“

Fasziniert betrachtet dieser Besucher die „schöne Frau“. Foto: Waltraud Ludwig
Heiße Rhythmen mit der Gruppe „Orange Fizz“ am Hafen. Foto: Waltraud Ludwig

Schlagworte

  • Marktbreit
  • Waltraud Ludwig
  • Heimatvereine
  • Wiener Symphoniker
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!