LANDKREIS KITZINGEN

Auf der Suche nach den neuen Kulturstationen

Preisträger: Celine Kruska, Marco Di Giacomo und Yvonne Pröbstle von der Kulturagentur „Kulturgold“ aus Stuttgart gewannen den ersten Preis beim Konzeptwettbewerb „Kitzinger Land kreativ“ des Landkreises Kitzingen. Den Preis überreichte Landrätin Tamara Bischof. Der zweite Preis ging an Jochen Ramming, Dagmar Stonus und Eike Lossin vom Büro Frankenkonzept in Würzburg. Platz drei belegte Birgit Friedel (von links) aus Feucht bei Nürnberg.
Preisträger: Celine Kruska, Marco Di Giacomo und Yvonne Pröbstle von der Kulturagentur „Kulturgold“ aus Stuttgart gewannen den ersten Preis beim Konzeptwettbewerb „Kitzinger Land kreativ“ des Landkreises Kitzingen. Den Preis überreichte Landrätin Tamara Bischof. Der zweite Preis ging an Jochen Ramming, Dagmar Stonus und Eike Lossin vom Büro Frankenkonzept in Würzburg. Platz drei belegte Birgit Friedel (von links) aus Feucht bei Nürnberg. Foto: RALF WEISKOPF

Das Ziel ist klar: ein Anschlussprojekt für die früheren Kulturstationen zu entwickeln. Der Weg dorthin: ein Kreativwettbewerb, um Ideen zu sammeln. „Kreativität ist gefragt, Mut zu neuen Ideen und keine Angst vor dem Querdenken“. So lautete die Vorgabe in der Ausschreibung des Wettbewerbes des Landkreises Kitzingen.

Rückblick: Die Kulturstationen waren jahrelang das kulturelle Aushängeschild des Landkreises. Die Veranstaltung fand nach unschönen Querelen, ausgelöst durch Kritik des Kitzinger Künstlers Klaus Christoph an der Veranstalterin Brigitte Meister-Götz, ein abruptes Ende.

Jetzt wurde das Ergebnis des Wettbewerbs, zu dem 21 Vorschläge eingereicht worden waren, im Foyer des Landratsamtes vorgestellt.

Lockende Kunst

Unter den Bewerbern waren Einzelpersonen, Bürger, Künstler und Kulturbüros, berichtete Landrätin Tamara Bischof, die die Preise an die Gewinner übergab.

Eine Zielvorgabe an die Teilnehmer lautete: „Die entstehende Veranstaltung sollte für Touristen aus nah und fern ebenso interessant sein, wie für die Bevölkerung und Kunst und Kulturinteressenten anlocken.“

Eine neunköpfige Jury und die Kreisheimatpfleger hatten in den vergangenen Wochen und Monaten die Qual der Wahl. Am Ende hatten Celine Kruska, Marco Di Giacomo und Yvonne Pröbstle von der Kulturagentur „Kulturgold“ aus Stuttgart den mit 4500 Euro dotierten ersten Preis in der Tasche.

Über den mit 1500 Euro dotierten zweiten Preis freuten sich Jochen Ramming, Dagmar Stonus und Eike Lossin vom Büro Frankenkonzept in Würzburg. Den mit 500 Euro dotierten Platz drei belegte Birgit Friedel aus Feucht bei Nürnberg.

„Von edler Art – Kitzinger Kulturzeichen“ so der Titel des Siegerkonzeptes des jungen Stuttgarter Teams. Sie hatten sich für den Wettbewerb mit der Region systematisch und ausführlich beschäftigt, sagte stellvertretender Landrat Paul Streng bei der Vorstellung der Konzepte.

Die Idee dahinter, in einem fünfjährigen Zyklus sollen zunächst überregionale Künstler eingeladen werden, die Region zu entdecken und an besonderen Orten besondere kulturelle Zeichen hinterlassen. In den Folgejahren sollen dann Themenjahre stattfinden und regionale Aspekte, wie Wasserzeichen, Gartenzeichen, oder Weinzeichen auf künstlerische Art in Szene setzen.

Der letzte Zyklus sollte sich dann mit der Frage „Was ist das Kitzinger Land“ künstlerisch auseinandersetzen. Hier sollen dann besonders die Blickwinkel der Landkreisbürger Eingang finden.

Die Würzburger Gruppe hatte ihr Konzept unter das Motto „Kitzinger Kultur Salon“ gestellt. Die Idee dahinter: Finden, was zwischen den inzwischen bekannten Leuchtturmprojekten zu finden ist. Die Projektanten wollen Kunst und Kultur an bisher unbekannte Orte bringen und so die Besucher dazu bringen, ausgetreten Pfade zu verlassen, um das Kitzinger Land neu zu entdecken.

Lichtinstallationen

Einen ganz anderen Ansatz stellte Friedel vor. Ihr Motto lautete „Licht ins Dunkel“. Dazu gehört, markante historische Gebäude und besondere Orte durch speziell dafür entworfene Lichtinstallationen ins Licht zu setzen und durch musikalische Darbietungen, Tanzvorführungen oder Lesungen zu umrahmen.

Ob eines der Siegerprojekte, oder einer der anderen eingereichten Vorschläge am Ende zum Zuge kommt, wird der Kulturausschuss des Landkreises noch vor der Sommerpause entscheiden, erklärte die Landrätin.

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