GEISELWIND

Auf einer Safari durchs Traumland

Traumsafari: 2500 Besuchern kamen zu dem Ereignis in Geiselwind und feierten bis tief in die Nacht. Foto: Lukas Will

Schon von weitem ist der Bass zu hören, Kunstnebel steigt auf und bunte Lichtkegel schweifen in den Himmel. Das Traumsafari-Festival neben dem Rasthof Geiselwind war am Samstag für 2500 Besucher ein Ort zum Tanzen und Feiern. DJs aus der Region, ganz Deutschland und dem Ausland sorgten für basslastige House-Musik unter freiem Himmel.

Der 25-jährige Michael Töpfer aus Kitzingen hatte seine Karte im Vorverkauf für etwa 15 Euro besorgt, sein Freund Kilian Löbert aus Würzburg kam am Samstagmittag spontan mit. „Es ist super hier, wir bleiben auf jeden Fall bis zum Ende“, meinen die beiden, die von oben bis unten mit bunter Farbe angemalt wurden. Bis dahin wird es noch eine Weile dauern, es steht die Sonne am Himmel, die ihre Strahlen durch den aufgewirbelten Staub wirft.

„Tolle Atmosphäre und sehr entspannte Leute.“
Kilian Löbert, Festival-Besucher aus Würzburg

„Um 24 Uhr müssen wir in die Eventhalle Strohofer umziehen, dort geht es dann mindestens bis 6 Uhr weiter“, erzählt Pressesprecher Florian Friedel. Zusammen mit neun Freunden hat er das Festival vor etwa zwei Jahren aus dem Boden gestampft.

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Traumsafari-Festival

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Auf dem „Sonne, Mond und Sterne“, einem der großen deutschen Elektro-Festivals, kam damals die Idee auf, eine Veranstaltung in der Heimat aufzuziehen. „Zuerst eine Schnapsidee, aber dann haben wir uns noch mal getroffen und zu planen angefangen“, sagt Friedel.

Viele Besucher haben von dem Festival über Facebook oder Mundpropaganda erfahren. So auch Michael Töpfer und Kilian Löbert. Deren Freund Timo W. war vor einem Jahr schon einmal auf der Geiselwinder Veranstaltung. „Das war letztes Mal so gut, da mussten diesmal alle mit“, so der Würzburger. Diesmal gefalle es ihm sogar noch besser, da mehr Leute da seien.

Voriges Jahr, bei der ersten Ausgabe der Traumsafari, waren es mit etwa 1000 Besuchern deutlich weniger. „Wir wollen organisch wachsen“, so der Marketing-Verantwortliche Friedel. Das bedeutet, dass jedes Jahr die Besucherzahl nach oben geschraubt werden soll – aber nicht zu rasant. „Das Festival soll seinen Charakter nicht verlieren, die Organisation soll so locker wie möglich und so professionell wie nötig sein“, erläutert Friedel.

Mühe gebe man sich auch bei der Dekoration: Ein fast lebensgroßer Luftballon-Elefant thront über der Hauptbühne, Palmwedel an den Boxen und der afrikanische Spruch „Hakuna Matata“ (alles in bester Ordnung) ist das offizielle Motto. „Das Gesamtkonzept muss stimmen, mit der Musik im Vordergrund.“ Außerdem wolle man ein Publikum, das Spaß am Tanzen hat und vor den DJ-Pulten gute Stimmung macht.

Diese Ziele gingen am Samstag auf, wie der 21-jährige Kilian Löbert bestätigt: „Tolle Atmosphäre und sehr entspannte Leute hier. Wenn mal einer hinfällt, wird ihm sofort wieder aufgeholfen.“ Mittlerweile ist es Nacht geworden und die Top Acts, Robin Schulz und Nick Curly, haben ihre Auftritte bereits hinter sich. Dennoch wird die tanzende Menschenmenge nicht weniger, fröhliche Gesichter sind im zum Bass zuckenden Blitzlicht erkennbar und noch ist kein Ende in Sicht.

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