REGION WÜRZBURG

Aufbrezeln und am Glas festhalten

Wie verhält sich eigentlich eine Weinprinzessin richtig? Das wollten 37 junge Frauen aus ganz Weinfranken wissen. Sie nahmen an einem zweitägigen Workshop teil, in dem sie zu Repräsentantinnen des Frankenweins ausgebildet wurden.
Benimmkurs für Weinprinzessinnen (von links): Das Auftreten übten in Sommerach Laura Vicedom (Nordheim), Ute Kellermann (Tauberzell), Anne Gärtner (Weimersheim) und Jessica Lamertz (Ipsheim). Foto: Yvonne Müller

In der Infovinothek Sommerach (Lkr. Kitzingen) erfuhren die amtierenden und zukünftigen Weinprinzessinnen alles Wissenswerte rund um den Wein und um richtiges Auftreten.

Im Seminar „Mode, Mut und Farbe“, erklärte die Stil- und Imageberaterin Annette Sax den 37 jungen Damen, wie sie sich als Weinprinzessinnen kleiden sollten. „Euer Auftreten und Eure Ausstrahlung entscheiden über Sympathie und Erfolg“, sagt Annette Sax. Doch egal, ob bei der Eröffnung des Weinfestes oder des Weinwanderweges, auf der Grünen Woche oder beim Neujahrsempfang: „Wichtig ist, dass man Euch immer als Weinprinzessin erkennt“, erklärt Sax den Damen.

Beim Neujahrsempfang zum Beispiel, sei es durchaus erwünscht, dass sich die Weinprinzessinnen richtig aufbrezeln. Hier, so Sax, könnt ihr ruhig ein bisschen mehr auftragen als sonst. „Ihr dürft euch alle zeigen, ihr müsst euch nicht verstecken – das hat keine von euch nötig“, sagt die Stilexpertin.

Was geht und was eher nicht

Für Selina Laskowitz, die am 19. April in Volkach zur Weinprinzessin gekrönt wird, war der Vortrag von Annette Sax hilfreich: „Jetzt weiß ich, was geht und was man lieber vermeiden sollte“, sagt Laskowitz. So ist der zukünftigen Volkacher Weinprinzessin nun klar, dass man bei einem festlichen Anlass lieber auf Jeans verzichtet. „Ich weiß jetzt, wann ich eine Hose mit Blazer anziehe und wann ein Dirndl oder ein schönes Kleid.“

Die 19-Jährige hat als kleines Kind die Weinprinzessinnen bewundert und wollte später unbedingt selbst eine werden. „Für mich geht mit der Krönung am 19. April ein Kleinmädchentraum in Erfüllung“, gibt sie zu.

Das Seminar besuchte sie freiwillig. Auch, um sich über Wein zu unterhalten kann. „Als Weinprinzessin muss ich mich auf diesem Gebiet einfach auskennen.“

Auf einen Teil des Seminars hat sich Selina Laskowitz besonders gefreut. Am zweiten Workshoptag bekamen die jungen Damen Besuch von der ehemaligen Deutschen Weinkönig aus Sommerach, Nicole Then-Plannasch.

In ihrem Rhetorik-Seminar gab sie den Frauen Tipps zum richtigen Reden und Verhalten mit auf den Weg. „Als Weinprinzessin hat man viel mit Medien zu tun. Da ist richtiges Verhalten gefragt“, erklärte sie den Teilnehmerinnen. „Haltet Euch an Eurem Weinglas fest, rät sie, denn so baumeln die Hände nicht sinnlos an Euch herunter.“ Sollte man einmal kein Glas haben, sei es am besten, die Hände möglichst in der Körpermitte zu positionieren. Überkreuzte Beine oder nach vorne hängende Schultern gehen gar nicht.

Für Selina Laskowitz war der Vortrag aufschlussreich. In einem kleinen Rollenspiel übernahm sie den Part des Journalisten. „Ich habe die Fragen gestellt und Nicole hat mir gezeigt, was ich an meiner Haltung ändern könnte“, so Laskowitz. Sie fühlt sich jetzt jedenfalls besser gerüstet für ihren Job als Weinprinzessin.

Auch die amtierenden Weinprinzessinnen Anna Wohlfahrt aus Retzbach (Lkr. Main-Spessart) und Katharina Scheufens aus Wiesenbronn (Lkr. Kitzingen) waren froh, bei den Seminartagen dabei zu sein. „Ich wollte von Nicoles Seminar vor allem erfahren, wie ich mich besser ausdrücken kann. Das fällt mir manchmal noch ein bisschen schwer“, sagt Anna Wohlfahrt. Und Katharina fügt hinzu: „Das Rhetorik-Seminar war gut, weil wir Tipps aus allererster Hand bekommen haben.“

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