Kitzingen

Bayern stärkt Geburtshilfe in der Klinik Kitzinger Land

Über staatliche Förderung für die Geburtshilfe an der Klinik Kitzinger Land aus den Händen von Gesundheitsministerin Melanie Huml (2. v. r.) freuten sich die Verwaltungsräte Reinhold Kuhn, Tamara Bischof (Vorsitzende) und Gertrud Schwab (von links). Foto: Bayerischer Landtag

Der Freistaat Bayern unterstützt die Geburtshilfe in der Klinik Kitzinger Land mit rund 635 000 Euro. Dies teilen die Landtagsabgeordnete für den Stimmkreis Kitzingen, Barbara Becker (CSU), und das Landratsamt Kitzingen übereinstimmend mit. Die Übergabe des Förderbescheids erfolgte am Dienstag durch Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml, heißt es in den beiden Pressemitteilungen.  

Mit der Vorsitzenden des Verwaltungsrats des Kommunalunternehmens Klinik Kitzinger Land, Landrätin Tamara Bischof (Freie Wähler), kamen auch die Verwaltungsräte Getrud Schwab und Reinhold Kuhn (beide CSU) zur Übergabe des Förderbescheids nach Nürnberg.

Wie Becker weiter mitteilt, stammen die Fördergelder aus der zweiten Säule des Zukunftsprogramms Geburtshilfe des Freistaats Bayern. Mit diesem Strukturförderprogramm für Geburtshilfeabteilungen im ländlichen Raum werden Defizite der Geburtshilfestationen ausgeglichen. 

Förderung für Häuser mit wenigen Geburten

"Eine wunderbare Nachricht für alle werdenden Mütter und Eltern im Landkreis Kitzingen. Sie können auch künftig darauf vertrauen, dass es eine Geburtsstation in der Klinik Kitzinger Land geben wird", wird Becker zitiert, die Mitglied des Gesundheitsausschusses des Bayerischen Landtags ist.

Landrätin Tamara Bischof war es ein Anliegen, das kurzfristig aufgelegte Geburtshilfe-Förderprogramm des Freistaats Bayern schnell in Anspruch zu nehmen. Klinik und Verwaltung hatten dafür einiges an Hausaufgaben zu erledigen; die Kreisräte mussten früher aus der Sommerpause starten.

„Meine Verwaltung und ich haben uns gern ins Zeug gelegt, um unsere Klinik zu unterstützen", sagt Bischof. "Das klare Votum der Kreisräte für die Unterstützung hat auch gezeigt, wie breit unsere Klinik getragen wird, das freut mich sehr.“

Das Förderprogramm des Freistaats ist auf Krankenhäuser mit vergleichsweise geringen jährlichen Geburtenzahlen (300 bis 800) zugeschnitten, die aber mit einer Versorgung von mindestens 50 Prozent der Schwangeren in der jeweiligen Kommune Hauptversorger in der Region sind.

Grundlage des Förderprogramms ist, dass der Freistaat bis zu 85 Prozent der Verluste der Geburtshilfe-Abteilung übernimmt, allerdings muss der Landkreis die restlichen 15 Prozent stemmen. Für den Landkreis bedeutet das eine außerplanmäßige Ausgabe von rund 112 000 Euro.

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