KITZINGEN/WÜRZBURG

Begleiter bis in den Tod

Die neuen Hospizhelferinnen nach dem Aussendungsgottesdienst: Luzia Fleckenstein, Elfi Göbel, Anni Müller, Marion Irmscher, Gabriele Kewersun, Hildegard Kneisel-Huber, Britta Konrad, Sonja Kunkel, Carola Öttinger, Anne Oude hengel, Tine Schrack-Teichmann, Cora Wuropulos. Den Vorbereitungskurs haben Martina Mirus, Christine Freitag und Monika Mahlmeister geleitet. Foto: Christina Gold/Malteser

Seit 1991 bilden die Malteser Menschen zu Hospizhelfern aus, die dann ehrenamtlich und kostenlos Schwerstkranke und Sterbende sowie Trauernde begleiten. In kleinen Gruppen beschäftigen sich die zukünftigen Hospizhelfer während 13 Abendveranstaltungen und vier Wochenend-Seminaren mit Themen rund um Sterben, Tod und Trauer.

Sterbephasen oder wertschätzende Gesprächsführung sind dabei genauso Thema wie Sterberituale in verschiedenen Religionen, wie es in einem Schreiben an die Presse heißt. Ein halbjähriges Praktikum schließt sich an, während dessen die Hospizhelfer eine erste Sterbebegleitung übernehmen und dabei selber sehr eng begleitet werden.

Diese Ausbildung haben zwölf Hospizhelferinnen aus Stadt und Landkreis Kitzingen und Würzburg beendet und wurden in einem Gottesdienst im Kloster Himmelspforten von den Maltesern ausgesendet. „Sie wurden nicht zu Profis ausgebildet“, betonte der Zelebrant Domvikar Burkard Rosenzweig. Niemand könne Profi in der Sterbebegleitung werden, denn jede Begleitung sei anders und neu. Vielmehr hätten sie in der langen Vorbereitung Handwerkszeug für eine wertschätzende und einfühlsame Begegnung mit Sterbenden und Trauernden bekommen.

Persönliche Beweggründe

In dem Gottesdienst trug jede der zwölf Hospizhelferinnen einzeln ihre Beweggründe für ihr Engagement vor, die oft von eigenen Erlebnissen geprägt sind. Als Zeichen der Verbundenheit mit der Maltesergemeinschaft übergab Malteser Diözesanoberin Martina Mirus jeder neuen Hospizhelferin das Maltesertuch und ein besonderes Kreuz aus Olivenholz.

Wer sich auch von diesem Dienst angesprochen fühlt, kann sich jetzt schon für den nächsten Kurs anmelden, der im September in Würzburg beginnt. Informationen gibt Malteser Hospizkoordinatorin Gabriele Knaup in Würzburg unter Tel. (09 31) 45 05 22 7 oder per E-Mail an gabriele.knaup@malteser.org oder im Internet unter www.malteser-hospizarbeit-unterfranken.de

Malteser Hospizarbeit

Seit 1991 haben die Malteser in der Diözese Würzburg über 700 Hospizhelfer ausgebildet. Derzeit engagieren sich über 350 Ehrenamtliche in mehr als 25 Gruppen unterfrankenweit aktiv unter ihrem Leitsatz „Zusammen leben bis zuletzt“.

Neben der intensiven Vorbereitung ist den Maltesern auch eine regelmäßige Supervision ihrer Helfer wichtig, die eine Sterbe- oder Trauerbegleitung machen. Aber auch Auszeiten nach besonders belastenden Begleitungen und regelmäßige Fortbildungen sind bei den Maltesern Standard.

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