Kitzingen

Beim Kreisjugendring ging eine Ära zu Ende

Für seine langjährige Arbeit im Kreisjugendring wurde Klaus Rügamer (Mitte) von der scheidenden Vorsitzenden Alexandra Rügamer und dem neuen Vorsitzenden Sven Balke als "Partner der Jugend in Bayern – Förderer der Jugendarbeit" ausgezeichnet.
Für seine langjährige Arbeit im Kreisjugendring wurde Klaus Rügamer (Mitte) von der scheidenden Vorsitzenden Alexandra Rügamer und dem neuen Vorsitzenden Sven Balke als "Partner der Jugend in Bayern – Förderer der Jugendarbeit" ausgezeichnet. Foto: Robert Haaß

Wahlen und eine besondere Auszeichnung standen im Mittelpunkt der Vollversammlung des Kreisjugendrings (KjR) am Montagabend in Kitzingen. Sven Balke löste dabei Alexandra Rügamer an der Spitze der Interessenvertretung der Jugend ab. Klaus Rügamer erhielt für seine Verdienste die Auszeichnung "Partner der Jugend in Bayern - Förderer der Jugendarbeit", verliehen vom Bayerischen Jugendring.

"Eine Ära geht zu Ende, heute verabschieden wir Klaus Rügamer aus den Reihen des Kreisjugendrings", sagte der neue Vorsitzende Sven Balke gleich nach seiner Wahl. Runde 60 Jahre hat Rügamer in der Jugendarbeit zugebracht, Anfangs "auf dem Fußballplatz", doch schon bald in der Verbandsarbeit. Rügamer war in den 1980er Jahren stellvertretender Vorsitzender des Kreisjugendrings. 1987 wurde er von der Vollversammlung als Einzelpersönlichkeit in den Vorstand berufen und hatte den Posten über 30 Jahre lang inne.

Fast sein ganzes Leben lang immer ein offenes Ohr gehabt

"Insgesamt", so Balke zu Rügamer, "hast Du uns fast Dein ganzes Leben mit Rat und Tat zur Seite gestanden, immer ein offenes Ohr gehabt und einfach zu uns gehört". Mit großem Beifall verabschiedete die Versammlung Rügamer dann aus dem Amt, nachdem Balke versichert hatte, ihn weiter als Partner der Jugend einzuladen.

Es ist eine breite Palette von Angeboten, die der KjR den Kindern und Jugendlichen im Landkreis bietet, so war aus den Vorstandsberichten zu entnehmen. Neben Freizeiten, etwa ein Vater-Kind-Camp oder Action-Touren und Naturerlebnissen, ist es der Zeltplatz Hutzelmühle für Jugendgruppen aus dem Landkreis, Jugendbildungsverantaltungen oder auch Termine zum Jugendschutz, die vom KjR angeboten werden.

Spenden und Bußgelder als Einnahmequelle des KjR

Hauptgeldgeber des KjR ist dabei der Landkreis Kitzingen, der insgesamt fast 75 000 Euro im vergangenen Jahr an den Verband zahlte. Davon wurden alleine fast 46 000 Euro auf Antrag an Jugendgruppen und Jugendorganisationen ausgeschüttet. Neben Spenden sind vor allem Anweisungen von Bußgeldern durch das Amtsgericht Kitzingen eine große Einnahmequelle des KjR.

Neben der Unterstützung der Jugendarbeit der Vereine bietet der KjR auch in diesem Jahr wieder Freizeiten, Jugendbildung und Seminare an, ein Höhepunkt dabei dürfte die 5. Tour de Müll im Oktober sein, zu der wieder alle Kinder und Jugendliche im Landkreis aufgerufen sind.

Sie führen den Kreisjugendring in den kommenden zwei Jahren: Susanne Müller, Alexandra Rügamer, Evelyn Weigand, Sven Balke, Frank Stierhof, Sebastian Braun und Michael Kraft (von links).
Sie führen den Kreisjugendring in den kommenden zwei Jahren: Susanne Müller, Alexandra Rügamer, Evelyn Weigand, Sven Balke, Frank Stierhof, Sebastian Braun und Michael Kraft (von links). Foto: Robert Haaß

Bei den Wahlen wurde der bisherige stellvertretende Vorsitzende Sen Balke aus Wiesentheid zum neuen Vorsitzenden bestimmt. Sein Vertreter ist Frank Stierhof aus Dornheim. Die weiteren Vorstandsmitglieder sind Susanne Müller, Alexandra Rügamer, Evelyn Weigand, Sebastian Braun, Michael Kraft und Klaus Raab. Das siebente Mitglied wird in der nächsten Versammlung nachgewählt. Einzelpersönlichkeiten sind Gerlinde Martin, Ute Braun, Robert Finster und Stefan Wolbert, die Rechnung prüfen Anita Link und Thomas Schürer.

Im Anschluss stellte sich noch das jüngste Mitglied des KjR, die DITIB-Jugend vor, die Jugendorganisation der Kitzinger Moschee, die auf eine gute Zusammenarbeit mit den anderen Jugendverbänden, etwa im Bereich des Sports bei Fußballturnieren hofft. Einen Einblick in ihre Arbeit bot auch die Aktion "Denkorte gegen den Hass – zurück in die Dörfer", die vom Würzburger Denkort Aumühle ausgeht.

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