Kaltensondheim

Biebelried: Bedingungen für Solarpark und ein neues Baugebiet

Wie soll der Solarpark in der Alten Straße in Biebelried aussehen? Dazu hörte sich der Gemeinderat Stellungnahmen an und beschloss Änderungen im Flächennutzungsplan (Symbolbild). Foto: Johannes Kiefer

Der Gemeinderat Biebelried beschäftigte sich in seiner Sitzung im  Freuerwehrhaus Kaltensondheim durchweg mit Planungsangelegenheiten wie Änderungen an Flächennutzungs- und Bebauungsplänen.

Zunächst stellte Bürgermeister Roland Hoh die elfte Änderung des Flächennutzungsplanes und den Bebauungsplan Sondergebiet Solarpark im Bereich der Alten Straße in Biebelried vor. Die Autobahndirektion Nordbayern führte dazu aus, dass Bebauungspläne innerhalb einer 20-Meter-Zone zum Fahrbahnrand der Autobahn auf 20 Jahre zu befristen seien. Aus städtebaulicher Sicht empfahl das Landratsamt eine Normhöhe für die Module von 3,5 Metern und eine Grundfläche für das Betriebsgebäude von drei mal fünf Metern.

Die Untere Naturschutzbehörde verlangte drei Steinhaufen mit je drei Kubikmetern als Ausgleich und Ausgleichsflächen fünf Meter breit anzulegen. Vor Baubeginn müsse nach Feldhamsterbauten gesehen werden, gemäht werden dürfe nur ab Oktober. Unter den Modulen ist bis zum 15. Juni und nach dem 1. September zu mähen, wobei ein Drittel der Fläche stehen  bleiben müsse. Der Bund Naturschutz ergänzte, dass die Unterkante der Module 80 Zentimeter vom Boden entfernt sein müsse. Diesen und weiteren Stellungnahmen stimmte der Gemeinderat zu und beschloss eine erneute, auf 14 Tage befristete, Auslegung.

Große Nachfrage nach Bauland

Im weiteren ging es um die zwölfte Änderung des Flächennutzungsplanes Schelmsgraben in Biebelried. Die Gemeinde will wegen der ständigen Nachfrage nach Baugrund für Einfamilienhäuser am westlichen Ortseingang ein Baugebiet mit vier Hektar Fläche ausweisen. Matthias Manger kritisierte, dass zwei der angegebenen Flächen sich nicht in Gemeindehand befinden, sie werden aus der Planung herausgenommen. Auf Nachfrage von Andrea Czech entfällt der Erlass einer Veränderungssperre, da alle weiteren Grundstücke der Gemeinde gehören.

Im Ortsteil Westheim möchte die Gemeinde die nach dem Abbruch des Lagerhauses frei gewordenen Flächen als Bauland am Lindelbacher Tor im unbeplanten Innenbereich und ohne Bauleitverfahren nutzen. Dazu müsse die Gemeinde feststellen, dass sich eine vorgesehene Bebauung in das Umfeld einfügt und die Wohnbebauung die bestehende und geschützte landwirtschaftliche Nutzung nicht beeinträchtigt. Der Gemeinderat genehmigte ein Gutachten, um entsprechend urteilen und nach Vorliegen beim Landratsamt die Bebaubarkeit für eine Wohnbebauung prüfen lassen zu können.

Weitere Themen am Ratstisch waren:

  • Gegen die zweite Änderung des Flächennutzungsplanes und eines Bebauungsplanes "Solarpark am Laushügel" der Gemeinde Buchbrunn gab es keine Einwände.
  • Keine Einwände ergaben sich auch beim Vorhaben Bebauungsplan "Wilhelmsbühl" der Stadt Kitzingen.
  • Bei der achten Änderung des Flächennutzungsplanes und dem Vorhaben bezogenen Bebauungsplan der Stadt Dettelbach in der Gemarkung Effeldorf hält die Gemeinde jedoch wegen eigener Vorhaben die weitere Verfahrensbeteiligung für erforderlich.

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