Stadtschwarzach

Bilanz: Schwere Verkehrsunfälle mit Toten

Stadtschwarzachs Kommandant Christoph Dülch (links) und Vorsitzender Florian Hein (rechts) zeichneten (von links) Hans Dresch (50 Jahre), Walter Kieser (60 Jahre) und Clemens Köberlein (50 Jahre) für langjährige Treue aus. Foto: Peter Pfannes

Die schweren Verkehrsunfälle auf der Autobahn A3 sind für die Hilfskräfte eine große psychische und physische Belastung. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Stützpunkt-Feuerwehr Stadtschwarzach mussten im vergangenen Jahr mehrfach zu tödlichen Ereignissen auf die nahe Autobahn ausrücken. In der Hauptversammlung der Wehr am Dreikönigstag dankte Kreisbrandrat Roland Eckert den Floriansjüngern für ihr selbstloses Engagement. "Eine Super-Truppe, auf die man sich zu hundert Prozent verlassen kann", so Eckert.

Die Anzahl der tödlich verletzten Personen sei 2018 höher gewesen als je zuvor, erklärte der Feuerwehrchef vom Landratsamt. "Die schweren Lkw-Unfälle waren für die Einsatzkräfte an der Belastungsgrenze", ging der Kreisbrandrat auf die seelischen Erschwernisse für seine Kameraden ein. "Es war das Jahr der Lkw-Unfälle und katastrophalen Rettungsgassen", resümierte Kommandant Christoph Dülch. Vor allem das uneinsichtige Verhalten mancher Verkehrsteilnehmer im Stau habe den Einsatzfahrzeugen zunehmend massive Probleme bereitet, die Einsatzstellen auf der A3 zu erreichen.

Insgesamt 50 Mal musste die Wehr in den zurückliegenden zwölf Monaten ausrücken. Der Rückblick des Kommandanten umfasste außerdem 18 Übungen und drei Schulungen. Die Leistungsprüfung wurde gemeinsam mit den anderen Ortsteilwehren durchgeführt. In der Grundschule und im Kindergarten waren Kameraden zur Brandschutzerziehung zu Besuch. Insgesamt leisteten die Feuerwehrleute 933 ehrenamtliche Einsatzstunden zur Nächstenhilfe. Den Personalstand der aktiven Wehr bezifferte Dülch mit 53 Kameraden.

Der Feuerwehrverein hat viele treue Mitglieder in seinen Reihen. Vorsitzender Florian Hein zeichnete langjährige Wegbegleiter mit Urkunden aus: Walter Kieser (60 Jahre), Hans Dresch und Clemens Köberlein (beide 50 Jahre) und Franziska Blass (zehn Jahre). Der Verein hat aktuell 35 passive Mitglieder in seinen Reihen, darunter zwei Ehrenmitglieder. Unter den acht Jugendlichen sind zwei Mädchen.

Hein ging auf die geselligen Unternehmungen 2018 mit Maibaumaktion, Sommerfest und Vereinsausflug nach Speyer ein. Investiert wurde in den Umbau der Werkstatt im Feuerwehrhaus, in Handschuhe und Feldbetten für die Jugendfeuerwehr, in Softshelljacken und Poloshirts. Bürgermeister Volker Schmitt dankte den Einsatzkräften im Namen der Bevölkerung für ihren selbstlosen Einsatz. "Auf euch kann man sich voll verlassen", teilte er die Meinung des KBR.

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