Kitzingen

Bilanz nach einem Jahr Solidarische Landwirtschaft Kitzingen

Vorsitzender Erich Gahr (von links), Kassier Thomas Rödl und stellvertretender Vorsitzender Georg Theisen stehen an der Spitze der SoLaWi Kitzingen. Foto: Antje Roscoe

"Das lässt sich doch sehen", findet Vorsitzender Erich Gahr angesichts derzeit 59 Mitgliedern und 40 Ernteteilen. Seit gut einem Jahr gibt es die Solidarische Landwirtschaft Kitzingen e.V., ein Verein, der die Landwirtschaft gegen wöchentliche Gemüseanteile direkt anteilig finanziert, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.

Bei Solidarischer Landwirtschaft werden die Lebensmittel nicht mehr über den Markt vertrieben, sondern fließen in einen eigenen, durchschaubaren Wirtschaftskreislauf, der von den Verbrauchern mit organisiert und finanziert wird, so die Mitteilung.

Rund die Hälfte der Mitglieder interessierte sich für die erste Bilanz. Mit einem geringen Plus geht der Verein ins neue Jahr. Für Kassier Thomas Rödl und stellvertretenden Vorsitzenden Georg Theisen ist das nicht ganz befriedigend, da nicht viel für Rückstellungen bleibt. Ziel des Vereins sei es eigentlich nicht, bei Erich Gahr einzukaufen, sondern selbst zu produzieren, einen Gärtner entsprechend zu entlohnen und im besten Falle auch den Betrieb zu übernehmen, so Theisen.

SoLaWi soll Bio-Gärtnerei sichern

Um dies zu ermöglichen, wird nun in die Neukalkulation der wöchentlichen Ernteteile für 2020 eine höhere Entlohnung der Gärtnerarbeit mit eingerechnet. Der Preis eines Ernteteils steigt damit geringfügig. Gründungsidee für die Kitzinger SoLaWi war laut der Mitteilung die unsichere Nachfolge für die Bio-Gärtnerei von Erich Gahr, deren Bestand mit der SoLaWi perspektivisch gesichert werden soll.

Perspektivisch heißt deshalb weiter "netzwerken", vor allem in Kitzingen, Heidingsfeld und Randersacker, wo es bereits Auslieferungsdepots für die Ernteteile gibt. Weitere sollen in Marktbreit, Iphofen, Volkach und Wiesentheid folgen. Die freiwilligen Mitmachtage auf dem Acker und in der Gärtnerei sollen künftig regelmäßig alle zwei Wochen stattfinden. Ein Nachhaltigkeitsfrühstück (Klimafrühstück) und weitere Veranstaltungen sind geplant.

Beschlossen wurde außerdem die Gründung eines Solidariätsfonds, um Projekte unterstützen zu können, die den Vereinszielen entsprechen.  

Kontakt und weitere Info unter www.solawi-kitzingen.de

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Kitzingen
  • Gärtnereien
  • Landwirtschaft
  • Mitglieder
  • Unternehmen
  • Vorsitzende von Organisationen und Einrichtungen
  • Äcker
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!