DETTELBACH

Bildhauer sind am Ziel ihrer Arbeit

Das Ende des Symposiums: Die sechs Künstler, die am Bildhauersymposium auf der Mainlände in Dettelbach teilnahmen, haben die Ziellinie überschritten. Beim Abschlussfest am Samstagnachmittag nahmen rund 200 Gäste die Steinskulpturen unter die Lupe. Von dem Kunstwerk der einzigen deutschen Bildhauerin Monika Ritter (Foto) waren die Besucher ebenso begeistert wie von den anderen fünf Werken. FOTO Peter Pfannes

Als hätte Petrus den Kreis beim zweiten Internationalen Bildhauersymposium in Dettelbach symbolisch schließen wollen. Mit ein paar Regengüssen endete die Arbeit der sechs Bildhauer wie sie vor fünf Wochen begann.

Beim Abschlussfest am Samstag nahmen 200 Gäste die riesigen Steinskulpturen der Bildhauer aus sechs Ländern unter die Lupe und nutzten die Gelegenheit zum Gespräch. Wie eine große Familie saßen die Besucher mit den Bildhauern Monika Ritter (Deutschland), Masa Paunovic (Serbien), Nadja Iseli (Schweiz), Hagbart Sollos (Norwegen), David Svoboda (Tschechien) und Shinroku Shimokawa (Japan) zusammen. Die Gäste waren begeistert von der Arbeit der Künstler, die täglich mehr als acht Stunden ihre bis zu acht Tonnen schweren Muschelkalksteine mit Hammer, Meisel, Winkelschleifer und anderen Schleifutensilien bearbeiteten.

„Ich haben richtig Gänsehaut gekriegt.“
Roger Bischoff Organisator

Mit Tränen in den Augen hörte Roger Bischoff dem heiteren Liedvortrag der Mädchen und Buben aus der Klasse 4a zu. „Die Welt war zu Gast in Dettelbach“ sangen die Kinder und der Organisationschef des Symposiums gab zu: „Ich habe richtig Gänsehautgefühl gekriegt.“ Fünf Wochen lang war Bischoff Tag für Tag im Atelier unter freiem Himmel zugegen und versorgte die Künstler. Er war für sie und alle interessierten Besucher der Ansprechpartner. Fritz Herrmann vom Kulturhistorischen Kreis Dettelbach würdigte Bischoffs Einsatz: „Er hat die Initialzündung gegeben und großartige Künstler zu diesem gemeinsamen Projekt zusammengebracht.“ Der Leiter des Kreises, Eckhard Wienhold, dankte den Dettelbachern, welche die Bildhauer sehr gut aufgenommen hätten. Die Liste der Helfer sei eineinhalb DIN A4 Seiten lang, so Wienhold. Seinen Dank richtete er auch an das Bayerische Staatsministerium des Innern, welches das Symposium aus dem Kulturfonds finanziell unterstützte. „Dettelbach hat durch das Projekt immens gewonnen“, lautete das Fazit von Bürgermeisterin Christine Konrad. Den Bildhauern bescheinigte sie: „Sie sind ein Stück Dettelbach geworden.“ Mit einem Hoch auf die Schweizerin Nadja Iseli, die am Samstag ihren 60. Geburtstag feierte, endete der offizielle Teil des Abschlussfests.

Beim Rundgang über das Gelände stellten die Bildhauer und Franz Josef Maria Wittekind vom Kulturhistorischen Kreis die Steinskulpturen vor. Auf großes Interesse stießen auch die Kunstwerke der kleinen Dettelbacher Künstler, die bei den angebotenen Workshops Yton-Steine bearbeiteten und mit viel Spaß Fähnchen nähten. Beim Spaziergang auf der Mainlände wurde eines deutlich: Ein Hauch von „Panta Rhei“ (Alles fließt), dem Motto des Bildhauersymposiums, wird noch lange über dem Dettelbacher Mainufer schweben. (Fotos von den Künstlern und ihren Werken am Dienstag).

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