Kitzingen

Bischof und Weinkönigin im Predigt-Dialog

Weinkönigin Carolin Meyer im Predigt-Dialog mit Bischof Franz Jung im Jubiläumsgottesdienst "360 Jahre Silvaner in Franken".
Weinkönigin Carolin Meyer im Predigt-Dialog mit Bischof Franz Jung im Jubiläumsgottesdienst "360 Jahre Silvaner in Franken". Foto: pow/Markus Hauck

Bischof Franz Jung feierte am Sonntag mit Vertretern des fränkischen Weinbauverbands einen Gottesdienst im Würzburger Kiliansdom. Er erinnerte an das Jubiläum "360 Jahren Silvaner in Franken". Die Predigt hielt er in Form eines Dialogs mit der fränkischen Weinkönigin Carolin Meyer aus Castell, heißt es in einer Pressemitteilung des Ordinariats Würzburg. 

Meyer erinnerte daran, dass Abt Degen von Ebrach mit der ersten Pflanzung in Obereisenheim an der Mainschleife vor 360 Jahren den Silvaner in Franken verbreitete. Bischof Jung hob hervor, dass das Spannungsgefüge von „Gebet und Arbeit, von Ehrfurcht vor Gottes guter Schöpfung und dem Wirken des Menschen“ von Anfang an den Weinbau geprägt habe. „Gott ist es, der wachsen lässt. Wir sind Gottes Mitarbeiter“, betonte der Bischof. 

„Auch ich bin überzeugt, dass die letzte Motivation für den Winzer darin besteht, dass er seine Arbeit gerne tut, dass er seine Weinstöcke und den süßen Saft der Trauben, der einmal vergoren zu goldenem Wein wird, schätzen und lieben gelernt hat, weil er in ihnen letztlich die Spur und das Wirken seines göttlichen Schöpfers erkennt“, sagte Meyer. Schon seit mehr als 2000 Jahren wüssten die im Weinbau aktiven Menschen, wie wichtig nachhaltiger Anbau sei, erläutere die Weinkönigin.  „Dazu kommen im Weinbau Biodiversität und echte Naturverbundenheit, die mehr sind als eine landwirtschaftliche Technik zur Gewinnmaximierung.“ Moderner Weinbau bemühe sich deswegen unter anderem um eine Begrünung zwischen den Zeilen der Rebstöcke, die Wasser speichert und Lebensraum für Bienen schafft.

Bei den Fürbitten brachten fränkische Weinprinzessinnen Elemente des Weinbaus wie frische Reben, einen Bocksbeutel, eine Winzerschere, Symbole der Bodenarten Muschelkalk, Buntsandstein und Keuper sowie ein Standkreuz zum Altar. Dabei wurde unter anderem um Gottes besonderen Beistand gebetet für alle, die im Weinbau aktiv sind, und um das Gedeihen der Pflanzen und Früchte. Zum Abschluss des Gottesdiensts erteilte Bischof Jung den Wettersegen.

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