LANDKREIS KITZINGEN

Blauzungenkrankheit: Sperrgebiet auch in Teilen des Landkreises

Rhönschafe in Zeiten der Blauzungen-Krankheit
Hochrhön (nö) Die Blauzungenkrankheit im Landkreis Schmalkalden-Meiningen ist nun auch amtlich bestätigt. Wie berichtet, wurde um die betroffenen Tierbestände zum Schutz gegen die Blauzungenkrankheit eine 20-km-Restriktionszone mit besonderen Schutzmaßnahmen eingerichtet. Diese umfasst die gesamten Landkreise Bad Kissingen und Haßberge, Teile von Schmalkalden-Meiningen sowie angrenzende Gemeinden in den Nachbarlandkreisen. Das Landratsamt Rhön-Grabfeld hat über eine Allgemeinverfügung eine entsprechende Restriktionszone in den Gemeinden Bad Neustadt, Bastheim, Bischofsheim, Burglauer, Fladungen, Großbardorf, Großeibstadt, Heustreu, Hohenroth, Hollstadt, Mellrichstadt, Niederlauer, Oberelsbach, Oberstreu, Ostheim, Rödelmaier, Saal, Salz, Sandberg, Schönau, Strahlungen, Sulzdorf a. d. Lederhecke, Unsleben, Willmars, Wollbach und Wülfershausen eingerichtet. In dieser Sperrzone stehen alle Wiederkäuer wie Rinder, Schafe, Ziegen, Damwild und Kameliden unter amtlicher Beobachtung. Im Fall des Auftretens klinischer Symptome der Blauzungenkrankheit oder bei Verenden empfänglicher Tiere mit verdächtigen Krankheitssymptomen der Blauzungenkrankheit ist das Veterinäramt des Landratsamtes Rhön-Grabfeld unverzüglich zu informieren. Zum Schutz der Übertragung der Blauzungenkrankheit sollen innerhalb der 20-km-Zone alle empfänglichen Tiere, deren Ställe oder sonstige Standorte mit einem zugelassenen Insektizid gegen Gnitzen (Weidestechfliege), als potenzielle Überträger, in regelmäßigen Abständen gemäß den Herstellerangaben behandelt werden. Auskünfte erteilt das Landratsamt Rhön-Grabfeld – Veterinäramt – unter TEL (0 97 71) 9 46 25. Foto: FOTO B. Hippeli
(wo) Nachdem im Landkreis Schweinfurt ein Blauzungenfall (BT) aufgetreten ist, strahlt das 20-Kilometer-Sperrgebiet auch in den Landkreis Kitzingen hinein. Betroffen sind die Orte Volkach, Sommerach, Nordheim, Wiesentheid, Prichsenstadt, Schwarzach und Dettelbach.

In diesen Gemeinden müssen die Tierhalter alle Schafe, Ziegen und Rinder mit mückenabweisenden Mitteln – so genannten Repellentien – behandeln, schreibt das Veterinäramt. Die vom Tierarzt oder aus der Apotheke zu beziehenden Mittel schützen die für das BT-Virus empfänglichen Tiere für etwa vier Wochen vor den Angriffen der potenziellen Überträger der BT. Danach muss die Behandlung wiederholt werden. Gerade in den nächsten Wochen sei mit einer erhöhten Aktivität der Überträger (Gnitzen) zu rechnen, da diese Mücken das Blut von Rindern, Schafen und Ziegen zur Vermehrung benötigten.

Um einem Weiterverbreiten dieser Tierkrankheit entgegenzuwirken, dürfen Wiederkäuer – außer zur Schlachtung – nur mit Genehmigung des Veterinäramtes aus dem Sperrgebiet gebracht werden. Das Veterinäramt Kitzingen informiert die betroffenen Tierhalter hierzu unter der Rufnummer TEL (0 93 21) 9 28 12 03.

Für den Menschen stellt die Blauzungenkrankheit keine Gefahr dar. Sie betrifft lediglich Wiederkäuer wie Rinder, Schafe und Ziegen, aber auch Wildwiederkäuer (Rehe, Rotwild und Damwild). Infizierte Tiere bekommen hohes Fieber, Entzündungen der Schleimhäute des Kopfes und der Euter, oft einhergehend mit Blaufärbung der Schleimhäute, heißt es in dem Pressetext weiter. Die Milchleistung sinkt rapide ab. Besonders in Schafherden kann es zu vermehrten Todesfällen kommen. Todesfälle wurden inzwischen aber auch bei Rindern festgestellt.

Seit Januar sind bisher 7600 Fälle in Deutschland aufgetreten, 5000 davon alleine in den vergangenen drei Wochen. Ausbreitungstendenzen werden nach Süd- und Nordosten beobachtet.

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