Dettelbach

Bürgerbus rollt seit fünf Jahren

Der Dettelbacher Bürgerbusbetrieb ruht auf ihren Schultern (von links): Bürgermeisterin Christine Konrad, Johann Düll, Manfred Berger, Rudolf Vay, Michael Hartmann, Heinz Sanwald, Wolfgang Hausladen, Berthold Niedermeyer, Wilhelm Pfister, Günter Hauke, Manfred Schackel, Matthias Weißmann und Ottmar Deppisch. Es fehlen Roger Bischoff, Gerhard Schneider, Stefan Müller und Leo Schmitt.
Der Dettelbacher Bürgerbusbetrieb ruht auf ihren Schultern (von links): Bürgermeisterin Christine Konrad, Johann Düll, Manfred Berger, Rudolf Vay, Michael Hartmann, Heinz Sanwald, Wolfgang Hausladen, Berthold Niedermeyer, Wilhelm Pfister, Günter Hauke, Manfred Schackel, Matthias Weißmann und Ottmar Deppisch. Es fehlen Roger Bischoff, Gerhard Schneider, Stefan Müller und Leo Schmitt. Foto: Katrin Heinrich

Am 4. April 2014 startete der Dettelbacher Bürgerbus zu seiner Jungfernfahrt. Zunächst sammelte er Bürger in der Paint und in der Altstadt ein (Route 1). Schon bald kam eine zweite Route dazu, womit auch die Bewohner Mainsondheims die Möglichkeit bekamen, auch ohne eigenes Auto nach Dettelbach zu gelangen. Immer dienstags und freitags kommen sie so kostenlos zur Bank, zum Arzt, zum Friedhof, zum Frisör oder zum Supermarkt.

Ab Januar 2015 wurden dann auch die übrigen Dettelbacher Ortsteile einbezogen. Zumindest fast. Jeweils am Donnerstag fährt der Bus Dettelbach-Bahnhof, Effeldorf, Bibergau, Euerfeld, Schernau, Brück und Neuses an. Da weder aus Schnepfenbach noch aus Neusetz Interesse an der Nutzung des Bürgerbusses vorliegt, sind diese Ortsteile nicht einbezogen. Dies lasse sich allerdings bei entsprechender Nachfrage leicht ändern, erklärt Organisator Ottmar Deppisch.

16 freiwillige Fahrer – mehr werden gern gesehen

Dass der Bus dreimal pro Woche auf Tour gehen kann, liegt an den vielen freiwilligen Fahrern. Derzeit teilen sich 16 Personen – allesamt männliche Rentner – den Fahrdienst. Sie kommen aus Dettelbach, Mainsondheim, Euerfeld und Bibergau. Deppisch bedauert, dass sich bislang weder Frauen noch Personen aus den anderen Ortsteilen für diese soziale Aufgabe gemeldet haben. Da jeder Fahrer im Schnitt einmal pro Monat für einen Vormittag eingeteilt ist, halte sich die Belastung in Grenzen. 

Im Schnitt ist der Bus, der acht Fahrgäste mitnehmen darf, auf jeder Fahrt mit fünf Personen besetzt. Das bedeutet, dass in den fünf Jahren seit dem Start knapp 4000 Menschen das Angebot genutzt haben. Freilich seien es meist dieselben Frauen – Männer fahren deutlich seltener mit dem Bürgerbus.

Kapazität nicht ausgereizt – Bus bleibt Zuschussgeschäft

Aber obwohl der Bus auf der Ortsteilroute zuweilen zweimal fahren müsse, sei die Kapazität nicht ausgereizt. Dabei sind die Fahrten kostenfrei. Eine Spende für den Stadtsäckel nehmen die Fahrer dennoch gerne entgegen. Mit diesen freiwilligen Beiträgen könnten zumindest die Treibstoffkosten gedeckt werden.

Für die Stadt bleibt der Bürgerbusbetrieb trotzdem ein Zuschussgeschäft. Sollte das Interesse der Bürger deutlich absinken, müsse der Weiterbetrieb in Frage gestellt werden, informiert Ottmar Deppisch. Dies hoffen aber weder die Stadt Dettelbach noch die aktuellen Fahrer.

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