Nordheim

Bürgermeister blickt auf turbulentes Jahr zurück

Zum 1. Januar diesen Jahres hat die Gemeinde Nordheim die Trägerschaft für die Kindertagesstätte übernommen. Da der derzeitige Kindergarten mit 1500 Quadratmetern zu klein ist, steht der Neubau einer Kindertagesstätte auf der Agenda der Gemeinde mit ganz oben. Foto: Walter Braun

Auf ein turbulentes Jahr 2019 blickte der Nordheimer Bürgermeister Guido Braun in der Jahresabschlusssitzung des Gemeinderates zurück. Er erinnerte an über dreißig Arbeitsschwerpunkte, die die Gemeindeverantwortlichen in den letzten zwölf Monaten beschäftigten.

Besondere Erwähnung fand unter anderem die Übernahme der Nordheimer Kindertagesstätte zum 1. Januar 2019 durch die Kommune. Durch die Trägerschaft hat sich der Aufgabenbereich der Gemeinde erweitert. So hat man mit dem Neubau eines Kindergartens – die derzeitige Kindertagesstätte ist mit 1500 Quadratmetern zu klein – der vom Landratsamt Kitzingen und der Regierung von Unterfranken mit einer Fläche von 4000 Quadratmetern gefordert wird, gleich eine Riesenaufgabe zu bewältigen. Mittlerweile wurden die Planungsleistungen für das neue Kinderdomizil vergeben. Da die Umsetzung eines Neubaus natürlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, hat die Gemeinde, um den Anforderungen des Kindergartengesetzes gerecht zu werden, neben dem derzeitigen Kindergartengebäude mehrere Container aufgestellt, berichtete Braun.

Oft diskutiert wurde im Nordheimer Gemeinderat auch der so genannte "Aldi Kreisel" vor den Toren Volkachs. Die Gemeinde Nordheim forderte beim geplanten Kreisverkehr eine direkte Anbindung und ließ sich in dieser Angelegenheit auch anwaltlich vertreten. "Wir wollen nicht weiter klagen", sagte Bürgermeister Braun in der Sitzung und stellte fest: "Das ist eine Geschichte, die man nicht strapazieren sollte".

Für Diskussionsstoff sorgte unter anderem das umstrittene Baugebiet "Am Kreuzberg", wo Gegner der Baumaßnahme mit Transparenten auf sich aufmerksam machten. Wie Braun in der Sitzung mitteilte, sind inzwischen zwei weitere Grundstücksbesitzer, die sich gegen das Baugebiet aussprechen, hinzugekommen. Foto: Walter Braun

Interessengemeinschaft gebildet

Nicht verbessert haben sich die Pläne der Gemeinde Nordheim hinsichtlich der Umsetzung des neuen Baugebietes "Am Kreuzberg". Nicht alle Grundstücksbesitzer sind im besagten Areal Befürworter der Maßnahme (wir berichteten). Mittlerweile hat sich eine "Interessengemeinschaft gegen ein Baugebiet 'Am Kreuzberg'" gebildet und ihren Widerstand mit der Aufstellung von Transparenten an Weinbergsgrundstücken, die nicht zum Verkauf stehen, kundgetan. "Es sieht nicht gut aus", sagte Braun und teilte mit, dass zwei weitere Grundstücksbesitzer für den Verkauf für das neue Baugebiet ihre Absage erteilten. Im neuen Baugebiet geplant sind circa fünfzig Baugrundstücke mit einer Größe zwischen 500 bis 1000 Quadratmetern.

In seinem umfangreichen Rückblick erwähnte der Gemeindechef noch weitere wichtige Eckpfeiler der Gemeindearbeit. Zur Sprache kam unter anderem die Erstellung einer Studie für die geplante Weinbergsberegnung, die durchgeführte Seilprüfung und Elektrifizierung der Nordheimer Mainfähre, die erstellte Bedarfsplanung für den Kindergarten, die neu erstellte Friedhofssatzung oder etwa das geplante Zehnthof-Hotelprojekt neben der örtlichen Winzergenossenschaft. Erfreulich aus Gemeindesicht waren auch die vielen Bauanträge, für die 2019 grünes Licht erteilt wurde.

Weitere Punkte im Gemeinderat

• Bürgermeister Braun lobte die Geduld der Bewohner der Langgasse während der bisherigen Bauphase. Nach der Winterpause werden ab Mitte Februar die Arbeiten in diesem Straßenbereich wieder aufgenommen, informierte der Gemeindechef.

• Die Räte stimmten der Beschaffung von zwei Systemtrennern für das Trinkwasserversorgungsnetz in Nordheim zu und nahmen die Investitionskosten in Höhe von 1680 Euro zur Kenntnis.

• Bürgermeister Guido Braun bedankte sich bei den Räten sowie bei seinen Stellvertretern Waldemar Braun (Zweiter Bürgermeister) und Bernhard Fiehl (Dritter Bürgermeister) für die konstruktive Zusammenarbeit im Jahr 2019. Respekt zollte Waldemar Braun für die engagierte Arbeit des Gemeindechefs, der "keinen Gegenwind" aus dem Weg gegangen ist.

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