Biebelried

CSU nominiert Manfred Kleinschrodt einstimmig als Kandidaten

Das Dutzend Mitglieder, das zur Nominierung des Biebelrieder CSU-Bürgermeisterkandidaten Manfred Kleinschrodt erschienen war, zeigte am Mittwochabend im Rathauskeller Geschlossenheit und sagte einstimmig Ja. Bedauert wurde der am Tag zuvor bekannt gewordene Austritt des amtierenden Bürgermeisters Roland Hoh aus der Partei.

Vor einigen Wochen hatte der Biebelrieder CSU-Ortsvorsitzende Manfred Kleinschrodt, der auch im Kreisvorstand der Partei sitzt, angekündigt, gegen seinen eigenen Mann parteiintern antreten zu wollen. Vor sechs Jahren sei für ihn die Zeit noch nicht günstig gewesen, jetzt sei dies anders, hatte Kleinschrodt verlauten lassen. Damals hatte man dann Roland Hoh gefunden, der sich gegen die amtierende Bürgermeisterin Renate Zirndt durchsetzen konnte. Jetzt nun traut es sich Manfred Kleinschrodt zu, der, wie er selbst sagt, nach ihn stark prägenden 18 Jahren Gemeinderatstätigkeit, davon sechs Jahre als Bürgermeister-Stellvertreter, ein "breites Wissen" besitze.

Der 49-Jährige, der seit 24 Jahren verheiratet ist und zwei erwachsene Kinder hat, arbeitet bei Autoteile Breunig, wo er seit 2009 Prokura habe. Durch ehrenamtliche Tätigkeiten sei er in der Gemeinde verwurzelt. Kleinschrodt nannte dabei die Wald- und Jagdgenossenschaft, seine Mitwirkung bei der Dorferneuerung und der Flurbereinigung.

Dauerthema Kanalsanierung

Aufgaben sieht er im Rückbau der Bundesstraße 8, der baldmöglichst zum Abschluss gebracht werden soll, in der Kanalsanierung, die ihn nun schon seit 18 Jahren begleite und wohl noch weiter begleiten wird, und in der Reduzierung der Wasserverluste. Zu seinen Zielen sagte er, dass ihm der Kontakt zu den Mitbürgern wichtig sei, er an weitere gemeinsame Veranstaltungen wie zum Beispiel das Christbaumaufstellen denke, er ein offenes Ohr für die Vereine haben und die Wünsche der Bürger in kommende Planungen mit einbinden möchte. Dazu will er noch in diesem Jahr als Bürgermeisterkandidat eine Bürgerbefragung starten.

Den Themen Gewerbegebiet, altersgerechtes und betreutes Wohnen werde er sich widmen, ebenso dem schnellen Internet. Auch beim öffentlichen Personennahverkehr müsse sich etwas tun, seiner Ansicht nach müsse eine regelmäßige Verbindung zwischen Würzburg und Kitzingen bestehen. Dies stehe im CSU-Kreisvorstand schon auf der Agenda. Kindergarten, Spielplatz, Jugendraum, Klimaschutz und die Präsenz in den Sozialen Medien, um die Jugend zu erreichen, nannte Kleinschrodt des Weiteren.

Nachrüstung schwierig

Unter Verschiedenes fragte Georg Leicht mit Blick auf den Rückbau der alten Bundesstraße nach, was mit einer Gasversorgung sei, wenn Öl nun verboten werde. Kleinschrodt betonte, dass das Neubaugebiet versorgt sei, es im Altort schwierig sei mit einer Nachrüstung. Aber man müsste darüber nachdenken.

Leichts weiteres Anliegen waren die großen Schotterflächen bei den Windrädern. Da die angesprochenen Windräder nicht auf Biebelrieder Gemarkung stünden und zudem in Privatbesitz seien, habe man hier keinerlei Möglichkeiten, erwiderte der Bürgermeisterkandidat. Deswegen seien auch keine Heckenpflanzungen dort möglich. Solche hätte auch gerne Dietmar Schlereth in der Flur, damit der Löss vor Windabtrag geschützt werde. Da die Flurbereinigung vorbei sei, sei auch dies nicht mehr zu verwirklichen, erklärte Kleinschrodt.

Nachfragen zu seiner Person gab es im Rathauskeller von den CSU-Mitgliedern nicht. Auch nicht von den acht sonstigen Zuhörern, darunter auch Vertreter der Freien Bürger, mit denen die CSU wieder eine gemeinsame Liste eingehen und einen gemeinsamen Kandidaten aufstellen will. Deshalb findet am Donnerstag, 7. November, eine gemeinsame Versammlung zur Nominierung des Kandidaten für die Bürgermeisterwahl und der Bewerberinnen und Bewerber für die Gemeinderatswahl statt. Beginn ist um 19 Uhr im Rathaus Biebelried.

Am Schluss der von CSU-Kreisgeschäftsführerin Gerlinde Martin geleiteten Nominierungsversammlung durfte sich auch Landratskandidat Timo Markert vorstellen. Er bedauerte den Schritt von Roland Hoh und betonte, dass die Türe für ihn bei der CSU nicht zu sei. Doch jetzt gelte es einen Schnitt zu machen und nach vorne zu schauen.

Manfred Kleinschrodt ist von der CSU als Bürgermeisterkandidat nominiert. Foto: Gerhard Krämer

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