Albertshofen

Daniel Bayer will sich als Bürgermeister auf Albertshofen konzentrieren

Für seinen Heimatort hat Bürgermeisterkandidat Daniel Bayer viele Ideen. Obwohl er bislang noch nicht einmal im Gemeinderat sitzt, tritt er gegen Amtsinhaber Horst Reuther an.
Vor einem seiner Lieblingsorte: Bürgermeisterkandidat Daniel Bayer vor dem Haus seiner Urgroßeltern im Steinbühl, mitten in Albertshofen, das er renoviert hat und in dem er mit seiner Frau Annabell lebt. Foto: Siegfried Sebelka

Das Haus am Steinbühl mit der Nummer 9 hat was. 1913 hat es Joh. Andreas Popp gebaut, 2013 Urenkel Daniel Joh. Bayer renoviert. So steht es über der Tür. Dreieinhalb Jahre hat Urenkel Daniel Bayer gebraucht. Jetzt ist das Haus der Ureltern ein Schmuckstück, in dem er mit seinem "Lieblingsmenschen" Annabell lebt. Ein Lieblingsort für den 35-jährigen Projektmanager, der angetreten ist, künftig seine Kraft in das Projekt Albertshofen zu investieren.

Daniel Bayer wird auf der Albertshöfer Bürgerliste gegen Horst Reuther (CSU) antreten. Den amtierenden Bürgermeister bezeichnet er als einen Freund. Der wusste als einer der ersten von seiner Kandidatur. Reuther habe eine gute Arbeit gemacht. Dennoch gebe es viel Luft nach oben. Es gebe wichtige Projekte im Ort, in die der weltweit tätige Vertriebsingenieur und Projektleiter seine Kraft und Erfahrung stecken will. Dass er dafür beruflich kürzer treten muss, ist ihm klar, dennoch:  "Ich könnte mir vorstellen, künftig meine Zeit voll und ganz Albertshofen zur Verfügung stellen."

Das hat einen Grund: "Mir liegt Abertshofen unheimlich am Herzen", sagt Bayer. Er lebt von klein auf das Dorf- und Vereinsleben und die Traditionen. Dass er seiner Annabell den Hochzeitsantrag auf dem Höhepunkt der Kirchweih, beim Wasentanz, gemacht hat, passt ins Bild. "Ich mag die Leute. Ich fühle mich hier unheimlich wohl." Deshalb will er künftig Projekte daheim umsetzen.

Ein Platz für die Senioren

Zu denen zählt das Thema Wohnen im Alter. "Wir brauchen einen Platz, an dem unsere Senioren unterkommen können und sich wohlfühlen", sagt er. Derzeit seien die Albertshöfer, die betreut werden müssen, über den ganzen Landkreis verteilt. "Das finde ich unheimlich schade", sagt er und will es ändern: "Die Senioren müssen im Dorf sein und das Ortsleben spüren können." Machbar sei das. Es gebe viele Konzepte, die funktionierten.

"Offen miteinander sprechen und jeden mitnehmen."
Daniel Bayer über seine Stärken

Dann ist da das Dorf selbst. Hier sieht er "unheimliches Potenzial nach oben". Albertshofen brauche einen Dorfmittelpunkt.  Die Lebensqualität muss gesteigert, der Main erschlossen werden, sagt er. Auch Klimaschutz ist sein Thema. Als Techniker denke er an eine dezentrale Energieversorgung. "Wir können unseren Strom selbst herstellen", sagt er und nennt Photovoltaik, Biogas oder kleine Blockheizkraftwerke.

Fokussiert und zielgerichtet

Daniel Bayer Foto: Siegfried Sebelka

Weitere zentrale Themen sind die Unterstützung der Vereine sowie die Kinderbetreuung. Da fehlen Plätze. Im Moment müssen Eltern teilweise die Kinder auswärts unterbringen. Auch wenn schon vieles auf dem Weg sei, kurzfristig müsse eine Lösung gefunden werden, so der Kandidat. Das gilt auch für das seit Jahren brach liegende Baugebiet Ost. Bayer sieht nach vielen Gesprächen Möglichkeiten, das Thema weiterzubringen und weiß wie:  "Offen miteinander sprechen und jeden mitnehmen." Das ist sein Weg, nicht nur beim Baugebiet. Er ist sich sicher, dass er als Projektmanager mit zehnjähriger Berufserfahrung Dinge "fokussierter und zielgerichteter angehen kann" als das bisher in Albertshofen gemacht wurde.

Apropos Erfahrung: Dass er bisher nicht im Gemeinderat sitzt, sieht er als Vorteil.  "Gerade das ist meine Stärke", sagt er. "Den Fokus von außen reinzubringen, für frischen Wind und neue Vorstellungen sorgen, das kann Albertshofen weiterbringen." Das sagt er mit Blick auf die Kandidaten der drei Listen in Albertshofen. "Da sind gute Leute dabei, mit denen man was bewegen kann."

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Ziel ist ein "attraktives und zukunftsfähiges Dorf", in dem seine Kinder künftig einmal gerne leben wollen, sagt der Mann, dessen Vorfahren seit 1645 in Albertshofen leben. Wie er, im Haus der Urgroßeltern, einem seiner Lieblingsorte – und sein Kraft-Ort.

Daniel Bayer
Alter: 35
Partei: Albertshöfer Bürgerliste (ABL)
Wohnort: Albertshofen
Beruf: Dipl.-Wirtschaftsingenieur (FH), Vertriebsingenieur und Projektmanager.
Ehrenämter: Aktiver Feuerwehrmann, Tambourmajor und musikalischer Leiter des Spielmannszugs, ehemaliger Kerwabursch und heute Goikerer, aktiv bei TSV und beim Höpper-Elfer, im Posaunenchor und als Lektor.
Familie: verheiratet.
Hobbys: Reisen, Sport, vor allem Fitness, Musik, spielt mehrere Instrumente, Jagd.

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